Sind die deutsch-israelischen Beziehungen endlich in der Normalität angekommen?

von Ludwig Watzal

Bundeskanzlerin Angela Merkel bedauert den Tritt vor Außenminister Gabriels Schienbein  durch Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, wie ihr Pressesprecher Seibert der Hauptstadtpresse mitteilte. Dass Gabriel der Erpressung Netanyahus nicht nachgegeben hat, sticht als positives Resultat dieser Reise hervor.

Seit den horrenden Verbrechen im Holocaust hat jede deutsche Regierung mit mehr oder weniger Erfolg versucht, enge Beziehungen zu Israel aufzubauen. Diese Bemühungen werden aber immer wieder durch rechtsgerichtete israelische Regierungen auf eine harte Probe gestellt, wie im aktuellen Fall durch Netanyahu oder durch den ehemaligen Ministerpräsidenten Menachem Begin während der Kanzlerschaft von Helmut Schmidt.  Weiterlesen

Deutschland von 2017 hat die Masken fallen lassen

von Roi Idan

Das Volk Israel soll daran denken, dass der deutsche Außenminister beschlossen hat, dass sein Treffen mit dem Ministerpräsidenten weniger wichtig für sein Land ist als ein Treffen mit linksradikalen Organisationen, die Deutschland finanziert. Das wahre Deutschland versucht eine Lage herzustellen, in der die Juden zu Nazis wurden und diese Absicht wird stärker werden, je mehr Jahre seit der Shoa vergehen.

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel besuchte Israel. Unser Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat ihm ein Ultimatum gestellt: Wenn du dich mit Vertretern von Breaking the Silence und B’Tselem triffst, dann ist unser Treffen annulliert. Zu seiner Überraschung hat der Deutsche ihn ignoriert (auf Hebräisch: machte aus ihm eine Bratwurst) und traf sich nicht nur mit ihnen, sondern auch mit Präsident Rivlin. Nach einer solchen Ohrfeige für Bibi gab es keine andere Wahl als das Ultimatum durchzuführen und das Treffen zu annullieren. Er zeigte sich als „ein Mann“. Fast. Denn Bibi bleibt Bibi, er konnte sich nicht zurückhalten und wollte später mit ihm telefonieren. Der Deutsche hat ihn links liegen gelassen. Weiterlesen

50 Jahre israelische Besatzung: KoPI-Tagung, 9/10. Juni in Frankfurt

von Deutscher Koordinationskreis Palästina Israel

Der KoPI-Sprecherkreis hat gerichtlich eine einstweilige Verfügung beantragt und ist zuversichtlich, dass die Veranstaltung wie geplant stattfinden wird. „Wir lassen uns von den Vorwürfen des CDU-Bürgermeisters Uwe Becker und einzelner Vertretern der Jüdischen Gemeinde Frankfurt  nicht einschüchtern und weisen die Verleumdung zurück, diese Tagung würde Antisemitismus verbreiten“, so Matthias Jochheim für den KoPI-Sprecherkreis. Drei der sieben eingeladenen Referenten sind jüdische Israelis, auch deshalb seien die Vorwürfe abwegig.

KoPI ist ein Zusammenschluss von 28 bundesweiten und regionalen Organisationen und Gruppen, die für ein gleichberechtigtes und friedliches Zusammenleben der Menschen in Israel und Palästina eintreten.  Weiterlesen

Philosemitismus ist Antisemitismus

Bei uns Juden sagt man: „Gott schütze mich vor meinen Freunden, vor den Feinden kann ich mich selbst schützen.“ Dieser Spruch passt wie die Faust aufs Auge von Uwe Becker.

Sein Brief an die Kritiker seiner Absicht, den Kopi-Kongress in Frankfurt zu verbieten, offenbart einen Abgrund an Unwissen, falscher Loyalität, dummem Zeug und peinlichen Aussagen. Man reibt sich die Augen und staunt, dass ein solcher Ignorant und Fanatiker Bürgermeister und Kirchendezernent in einer liberalen und weltoffenen Stadt wie Frankfurt ist. Nun haben aber die Kirchen in Deutschland sich keine Verdienstorden erworben beim Schutz jüdischen Leben, die eine Kirche weniger als die andere, und deshalb können wir Juden auch heute auf deren Schutz verzichten und erst Recht auf die Verletzung des Grundgesetzes zu Gunsten des vermeintlichen Schutzes Israels.  Weiterlesen

Meinungsfreiheit

Liebe Freunde, beim letzten Treffen von „Pulse of Europe“ wurde die Schließung der Soros-Universität in Budapest kritisiert. Es hieß dies sei ein Schlag gegen die Meinungsfreiheit. Das ist richtig und ich habe diese Kritik, als glühender Europäer, begrüßt.

Aber Probleme der Meinungsfreiheit haben wir nicht nur in Budapest, sondern auch bei uns hier in Frankfurt. Der CDU-Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker verbietet in unserer Stadt einen Kongress des Deutschen Koordinationskreis Palästina-Israel mit dem Thema: „50 Jahre israelische Besatzung“ und lässt durch den Pressesprecher seines Amtes verlautbaren, das dieser Kongress, an dem jüdische, israelische, palästinensische und deutsche Wissenschaftler teilnehmen sollen, in Frankfurt „nicht erwünscht“ sei. Ausgerechnet in der liberalen, toleranten und weltoffenen Stadt will ein einseitiger, verblendeter prozionistischer Bürgermeister die tausendjährige Geschichte dieser Stadt als Messestadt beenden.  Weiterlesen