Der ewige Antisemiten-Jäger Broder auf der Jagd nach dem ewigen Antisemiten

Gestern, am 8. november 2017, hat der Bayerische Rundfunk wieder einen denkwürdigen und schwachsinnig-primitiven Film ausgestrahlt, und dies schon wieder mit Henryk M. Broder als Moderator für primitive Instinkte und Spürhund für antisemitische Duftnoten. Wenn der Film nicht so langweilig gewesen wäre, könnte man ihn fast schon als lustig empfinden, wenn er nicht so primitiv und ekelhaft gemacht worden wäre. Wenn ich ihn nicht sehen müsste, um ihn für meine Leser zu rezensieren, hätte ich ihn schon nach 56 Sekunden abgeschaltet.

Wenn ich ein Tibeter wäre, würde ich über Tibet schreiben, weil ich aber ein Jude bin, schreibe ich über Israelis, Juden, sogenannte Juden und jüdische Dummköpfe und Großmäuler. Wenn Broder ein Hund wäre, dann würde er, wie er sagt, über Hunde schreiben, da er aber Jude ist, schreibt er über Antisemiten, wühlt seit Jahrzehnten im antisemitischen Dreck und macht sich die Pfoten schmutzig.

Jeder ist ihm recht, der den Namen Netanjahu falsch buchstabiert oder statt Elohim Allah sagt, um ihn als einen gefährlichen Antisemiten zu entlarven. Mich hat er „Adolf“ genannt, weil ich Israels Politik als kolonialistisch und rassistisch bezeichnet habe und meinen Freund Hajo Meyer, der vor zwei Jahren im Alter von 80 Jahren verstarb, bezeichnete er einen „Berufsüberlebenden“, weil er die Unverschämtheit besaß, Auschwitz zu überleben und dann auch noch Israels Politik zu kritisieren. Das sollte man als Jude bitteschön unterlassen. Was würden die Gojim (Nicht-Juden) dazu sagen? 

Broder ist wie der nackte König in Andersons Märchen. Alle sehen, dass er nackt ist, aber keiner wagt es auszusprechen und manche naive und durchgeknallte Sender geben ihm noch eine Bühne, wobei ich mich schon seit langem frage, ob es nicht andersherum zu verstehen ist: sie stellen ihn bloß, damit so viele wie möglich sehen, dass er nackt ist. Ein „Hofjude außer Dienst“ eben, wie ihn die Zeitschrift „Cicero“ genannt hat.

Deutschland ist antisemitisch nur Broder, sein jüdischer Freund Leon de Winter und sein moslemischer Diener Hamed sind es nicht. Sie stellen so nebenbei fest, dass es normal ist, in diesem Land Juden zu töten, wohl so normal wie eine Pizza zu essen, und finden einen ehemaligen Bürgermeister, der noch heute ein Judenhasser und Nazi ist, der sie davon überzeugen will, dass gar keine Juden ermordet wurden, das der Mord an sechs Millionen Juden eine „Mär“ sei und dass es keine Verbrennungsöfen in Auschwitz gab und Kinder nicht die Ermordung ihrer Eltern sehen konnten, da sie ja noch lebten.

Eine überzeugende schwachsinnige Logik, die aber genauso absurd und primitiv ist, wie die Behauptung, dass es normal ist in diesem Land, Juden zu töten. Hier sind Broder und sein Nazi-Gesprächspartner auf Augenhöhe. Während aber der Nazi fest daran glaubt, weiß Broder, dass er Unsinn redet, aber, typisch Broder, er ist so sehr in seine absurde Formulierung verliebt, dass er die Logik dabei auf den Misthaufen wirft.

Nachdem sie aber diesen Schwachsinn ihren Zuschauern unbedingt zeigen wollten, wohl um den letzten Antisemiten und Nazi zu präsentieren, sind sie am Ende geflüchtet, denn der Gestank war nicht mehr zu ertragen. Selbst für Broders Hund war es unerträglich. Für die Zuschauer erst recht.

Erstaunlich und skandalös ist freilich die Tatsache, dass Freund Samad mit vier bis fünf Personenschützern reist, und ihm der Staat eine teure Limousine zur Verfügung stellt, die wohl der Steuerzahler finanziert. Warum eigentlich? Und warum fühlt er sich so sehr vom Antisemitismus angezogen und wühlt zusammen mit Broder in diesem antisemitischen Misthaufen? Hat er nicht genug Dreck vor seiner eigenen Tür?

Besonders abgesehen hat es Broder auf den „linken Antisemitismus“ und da versäumt er keine Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass die Linke antisemitisch ist. Rechten Antisemitismus und Rassismus sieht er offensichtlich nicht mehr, es sei denn irgendwelche Relikte aus der unmittelbaren Vergangenheit, die er genüsslich an den Pranger stellt. Seine antisemitischen Freunde von heute sind so lange keine Antisemiten, wie sie Israels rassistische Politik unterstützen.

Schon vor mehr als dreißig Jahren hat Broder Deutschland verlassen, weil er unter seinen „linken“ Freunden angeblich drei Antisemiten entdeckt hat. Ich bezweifle allerdings, dass er so viele linke „Freunde“ hatte, dass er unter ihnen drei Antisemiten outen konnte. Man hatte wahrscheinlich berechtigte Vorbehalte gegen Israels Politik, (die Broder damals übrigens auch hatte) was aber für Broder nichts anderes, als Antisemitismus bedeutet. Er gehört auch zu denjenigen, die überzeugt sind, dass Antizionismus gleich Antisemitismus ist. Und wenn er nicht davon überzeugt ist, was ich vermute, dann versteht er es aber, andere davon zu überzeugen.

Als glühender Zionist meint  er wohl, dass es Schluss sein muss damit, dass die Juden sich seit 2000 Jahren umbringen lassen und dass es jetzt an der Zeit sei, andere umzubringen, am besten gleich die palästinensischen Nachbarn. Und weil die Linke (und jeder halbwegs anständige Mensch mit gesundem Menschenverstand) das nicht gut findet, dass Juden jetzt selbst Täter geworden sind, müssen sie Antisemiten sein. Bei Broder und Leon de Winter heißt es allerdings: „Weil Israel sich verteidigt und das für die Linke unerträglich ist.“

Für mich ist es allerdings unerträglich, dass er von 2000 Jahren spricht, während es nicht einmal die Hälfte ist. Die ersten bekannten Judenverfolgungen, Massaker von unschuldigen Menschen und Vernichtungen von Gemeinden fanden mit den Kreuzzügen statt, also gegen Ende des 11. Jahrhunderts. In der Zeit davon sind uns keine Judenverfolgungen bekannt und wenn wir in die Periode der Bibel zurückkehren, dann kann man davon reden, dass die Juden andere Völker massakriert und vernichtet haben. Da braucht man nur die Bibel lesen.

Aber diese runde Zahl von 2000 Jahren hat sich als Manipulation und Lüge inzwischen in der jüdisch-zionistischen Geschichtserzählung derart manifestiert, dass man ohne nachzudenken, von 2000 Jahren Judenverfolgung spricht, obwohl es in Wirklichkeit nicht einmal die Hälfte ist. Und selbst da muss man kritisch, selbstkritisch und ehrlich sein. Während viele andere Völker von der Bühne der Geschichte verschwanden, sind die Juden geblieben. Also kann es nicht so schlimm gewesen sein, wie zum Beispiel bei den Indianern, Aborigines und anderen asiatischen, afrikanischen, süd- und nordamerikanischen und europäischen und vorderasiatischen Völkern, die vollkommen vernichtet und verschwunden sind.

 Israel verteidigt sich indem es, wie Broder schreibt und sagt, selbst zum Täter geworden ist. Und weil, nach Broder, Täter sein Spaß macht, will Israel mit diesem Spaß nicht aufhören. Schließlich hatten die anderen Völker „zweitausend Jahre“ Spaß gehabt. Jetzt sind die Juden dran, Spaß zu haben, indem sie Palästinenser vertreiben, enteignen und ermorden.

Broder und de Winter liefern auch prompt die psychologische Erklärung für den Antisemitismus der Linken: Man kritisiert grundlos Israel, um Juden politisch korrekt zu kritisieren, weil das von Schuld befreie. Welche Schuld tragen junge deutsche Linke?

Deshalb haben Broder und de Winter auch jede Beziehung zu den Linken abgebrochen und verkehren vermutlich jetzt mit Freunden von der AfD, Pegida, den Rechten und Antisemiten in Holland, Frankreich und nicht zuletzt auch mit den österreichischen Nazis, die regelmäßig Israel besuchen und die gemeinsame Front gegen den Islam, gegen die barbarischen Araber beschwören, die schon Herzl vor hundert Jahren erwähnt hat, als er einen Judenstaat gründen wollte, der „den Vorpostendienst der Kultur gegen die Barbarei besorgen“ werde.

Broder fragt sich was für ein Problem die Linke mit Israel hat? Im israelischen Kolonialismus, Nationalismus, Chauvinismus und dem Apartheidregime sieht er kein Problem, nichts, was kritisiert werden könnte, sondern lediglich Israels Verteidigungspolitik, die zwar auf Kosten der Freiheit eines anderen Volkes betrieben wird, aber das ist für ihn nicht so schlimm, denn schließlich ist das andere Volk nicht jüdisch.

Nach Rabbi Hillel ist zwar Broder auch kein Jude, aber das weiß er. Er beschließt seine schwachsinnige Reportage mit einer Prophezeiung, dass er Leon de Winter sagen lässt, dass es in 40 bis 50 Jahren in Europa keine Juden mehr geben werde, was zwar im Widerspruch dazu steht, dass er die Juden in Malmö bedauert, weil sie nicht rechtzeitig vor dem Antisemitismus flüchten, aber Logik war noch nie seine Stärke.

Er selber ist schon einmal rechtzeitig vor dem deutschen Antisemitismus nach Israel geflohen, aber er konnte und wollte dort nicht lange bleiben und kehrte zu seinen Antisemiten zurück, ohne die er offensichtlich nicht leben kann. Er behauptet, dass die letzte Phase der jüdischen Existenz in Europa begonnen habe. Für mich sieht es aber genau umgekehrt aus. Zwar wandern alte, gebrechliche und kranke französische Juden aus Frankreich nach Israel aus, um dort zu streben, aber junge, gesunde, intelligente und gebildete Israelis verlassen Israel, um frei in Paris, London und Berlin zu leben. Für mich sieht es aus, dass jüdisches Leben in Europa wieder aufblühen wird, und erst Recht, wenn Millionen aschkenasische Juden, die europäische Pässe besitzen, Israel verlassen und nach Polen, Deutschland, Frankreich, Spanien und England auswandern. Und selbst sephardische Juden wollen Israel verlassen und zurückkehren nach Marokko und Algerien.

Es sieht für mich eher danach aus, dass die letzte Phase eines jüdischen Israels, eines Staates der Juden, schon dabei ist abzusterben, bevor sie angefangen hat zu leben. Die ersten 30 000 Israelis leben schon in Berlin. Broder selbst gehört zu denjenigen, die bis zum letzten Atemzug im Land der angeblichen Antisemiten bleiben wird. Solange es noch einige von dieser Sorte gibt, und geben wird, kann er ja mit seinen Freunden de Winter und Hamed auf Antisemiten-Jagd gehen, und sich die Hände schmutzig machen. Denn die Antisemiten scheinen wie ein Stück Scheiße an seinen Sohlen zu kleben und er verbreitet mit ihnen einen Gestank um sich herum, dass ihn inzwischen, wie der Cicero berichtet, auch die letzten Freunde verlassen.

 

2 Gedanken zu “Der ewige Antisemiten-Jäger Broder auf der Jagd nach dem ewigen Antisemiten

  1. http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/30066

    Was wäre ein Broder ohne seine Antisemiten? Da ich auch eine „europäische DNA“, habe bin ich wohl auch einer.

    PS. Tragisch ist es natürlich, dass sich der „Palästinakonflikt“ nun auch unter Migranten fortsetzt und Juden in Sippenhaftung genommen werden. Das kann nur der mit Antisemitismus verwechseln der nie begriffen hat, dass das Wesen des europäischen Antisemitismus darin lag, dass man zunächst einem Menschen mit jüdischer Konfession und später einem Angehörigen der jüdischen Rasse alle bösen Eigenschaften der Menschheit per Geburt zuordnete.

    Ich fürchte, dass das Angebot an echten Antisemiten heutzutage tatsächlich geringer ist als die Nachfrage nach denselben.

  2. Ich würde Hr. Broder nicht als „Antisemitenjäger“ bezeichnen, weil er in Wahrheit keine „Antisemiten“ jagt.
    Man kann nicht zum Fasan-Jäger erklärt werden, wenn man auf Rotwild schiesst.
    Extreme, ja rechtsextreme jüdische Zionisten wie Herr Broder, „schiessen“ auf alles was sie vorher als „antisemitisch“ etikettieren, wobei ich hier schon einen umfangreichen „Etikettenschwindel“ feststellen möchte.
    Während nichtzionistische oder liberale Juden wie JVP.org auf israelische Apartheid „schiessen“ (antiapartheid) machen rechtsradikale Zionisten das Gegenteil: sie „schiessen“ auf Apartheidgegner mit Diffamierungssalven, sind also proapartheid.
    Ob rechtsradikale, israelische Zionisten das weltweite Image von „die Juden“ verbessern oder versauen, dürfte gar nicht fraglich sein.

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