Als Jude giltst du nichts, Israel ist alles

Der „Jüdische Staat“ soll laut Volker Beck ein Rechtsstaat sein. Vielleicht ist er doch nur eine „Monstrosität“ (מפלצתיות) und Hort von „Kannibalismus“ (קניבליזם), wie in Isa´rael geschrieben wird. Aktuell sind die Medien voll voller Freude über freigelassene Geiseln. Da freuen sich die wenigen glücklichen Familien natürlich über die Rückkehr ihrer Angehörigen. Wer mit den Geiseln empathisch fühlte, schließt sich der kollektiven Freude über deren Freilassung an. Aber die Theorie greift weiter aus: Israel muss mühsam in Haft genommene Frauen und Männer freilassen. Weil ein paar Familien glücklich sein sollen, muss die jüdische Mehrheit die Stirn runzeln. Man ließ „Terroristen“ frei. Wer über die Sache auf einer höheren Ebene nachdenkt, dem kann es nur grausen: Im Oktober 2023 hätte Israel alle Geiseln freibekommen können gegen Freilassung von etwa 5.000 palästinensischen „Internierten“. Hätten die „Terroristen“ 6.000 Freilassungen verlangt, sei es drum. Hauptsache die eigenen Leute kommen frei. Jetzt sind viele tot und ein paar wenige erlöst. Die Jüdische Allgemeine berichtet, was noch fast 80 Geiseln ertragen müssen:

Eli Sharabi mit seiner Mutter und seiner Schwester. Frau und die Kinder wurden am 7. Oktober 2023 ermordet. Foto: IDF Spokesperson

Die freigelassenen drei Männer berichten über schwere körperliche und seelische Folter in der Hamas-Gefangenschaft, was bei ihrer Freilassung bereits unübersehbar war. …Die  Terroristen verhörten die Männer einzeln und folterten sie. Sie wurden gewürgt, gefesselt, mit Stoff bis kurz vor der Erstickung geknebelt und kopfüber aufgehängt. Außerdem hätte man sie mit heißen Gegenständen verbrannt. Dazu kam ein kontinuierliches Aushungern der Gefangenen. Nur alle paar Tage erhielten sie ein verschimmeltes Stück Pitabrot, das sie teilen mussten. Zeitweise mussten sie tagelang ohne Wasser auskommen. Gelegentlich hätten die Terroristen vor den Männern gegessen. Ihnen fielen immer neue psychologische Foltermethoden ein. Einer der drei Freigelassenen gab an, er sei 15 volle Monate lang angekettet gewesen. Ich konnte weder gehen noch stehen. Erst vor meiner Freilassung entfernten meine Entführer die Ketten und zwangen mich, wieder laufen zu lernen. Die Geiseln hatten nie zwischen Tag und Nacht unterscheiden können. Die Entführer hätten den Geiseln Berichte gezeigt, und verspotteten sie: ›Sie wollen dich nicht freibekommen‹ oder ›Sieh, so behandeln sie dich‹«.

Sharon Sharabi, der Bruder von Eli Sharabi, wandte sich direkt an den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu: »Ich möchte mich direkt an Sie wenden. Treffen Sie in dieser Zeit mutige Entscheidungen. Dies sind kritische Momente, in denen Leben gerettet werden müssen. Jeder Augenblick, jede Sekunde stellt Leben in Frage.  Bruder Eli, wie Sie ihn gesehen haben, ist der dringendste Beweis dafür, dass Leben in Israel gerettet und alle sofort nach Hause gebracht werden müssen«.“

Wenn man sich dessen bewusst wird   – speziell als Israeli oder als „jüdisch versippter Mensch“ mit „Rückwanderungsanspruch“ –   dann kann der eine Israel nur schreiend verlassen und der andere die letzte gepackte Reisetasche entsorgen. Wer nicht restlos in Feindschaft auf Palästinenser ausgerichtet und hirngewaschen ist, und selbst der, der Israel stark sehen möchte, dass es den Nahen Osten bis zum Euphrat kontrolliert, erkennt, dass für die Qualen der Geiseln die HAMAS durchaus und unmittelbar verantwortlich ist, dass jedoch der jüdische Staat die Verantwortung dafür trägt, dass sie das Martyrium länger als (vielleicht) 6 Wochen erleiden mussten. Es ist kein „jüdischer Selbsthass“ (Theodor Lessing), wenn man dieses Israel ablehnt, sondern jüdische Selbstbehauptung, mit diesem Terrorstaat gegen die eigenen Leute zu brechen. Israel ist   – nach Saudi-Arabien –  die zehntstärkste Militärmacht der Welt (Tribüne Jüive). Wieso hat er es nötig, seine Geiseln der Hamas ausgeliefert sein zu lassen. Ein „Aufstand gegen die jüdische Masse“ (Bruno Bettelheim) ist es, wenn man gegen diesen Staat sein eigenes Leben verteidigt. Kein vernünftiger Jude kann sich diesem Staat als Tourist aussetzen. Die Qualen der Geiseln verdanken diese dem Geist und der Logik einer israelischen „Hannibal-Direktive“, über die man in WIKIPEDIA nachlesen kann:

„Die Hannibal-Direktive (hebräisch נוהל חניבעל, נֹהַל חַנִיבַּעַל Nohal Ḥanibaʿal) ist eine geheime Direktive der israelischen Armee, die das Vorgehen der Truppe regelt, wenn israelische Soldaten in feindliche Gefangenschaft geraten. In solchen Fällen ist die Liquidation eigener Soldaten zulässig. Dazu verbot die israelische Zensur (Rechtsstaat!) Journalisten siebzehn Jahre lang, über die Direktive zu berichten. Ihr genauer Inhalt ist bis heute nicht völlig klar. Im Jahr 2003 berichtete schließlich Haaretz, dass

  1. ein toter Soldat aus Sicht der Armee besser sei als
  2. ein gefangener Soldat, der
  3. den Staat in die Zwangslage bringen könnte, im Rahmen eines Austausches tausende Gefangene freizulassen, um seine Freilassung zu erwirken…..“

Der israelische Staat lehnt also seine Fürsorgepflicht für seinen eigenen Leute ab. Die IDF weigert sich nicht nur nicht, Soldaten für die Befreiung des gefangenen Kameraden einzusetzen, sondern sie versucht, den Gefangenen umzubringen. Der Staat lässt seine eigenen Soldaten töten, wie er in Lillhammer unschuldige Kellner abknallen lässt, weil sein Staatsinteresse das Leben des einzelnen einschließlich der sonst so sehr geschützten Juden zweitrangig macht. Wikipedia weiß noch von Beispielen:

„…. Nach der „Hannibal-Direktive“ sind israelische Kommandeure und Soldaten offenbar angehalten, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um eine Gefangennahme zu neutralisieren, was den Tod des Gefangenen nach sich zieht. Der Gefangene selbst ist ebenfalls angehalten, nicht lebend in Gefangenschaft zu geraten und sich und eventuell mit seinen Entführern mittels einer Handgranate zu töten [Man kommt den Selbstmordattentätern der Islamisten ziemlich nahe und wir an den Masada-Schwur erinnert]. Die Direktive wird dahingehend interpretiert, dass die israelische Armee alles tun müsse, den israelischen Gefangenen zu töten, wenn sie ihn nicht befreien kann.

Während des Angriffs der israelischen Armee auf die im Gazastreifen regierende Hamas 2014 wurde der israelische Soldat Hadar Goldin vermisst. Die Armee musste von seiner Gefangennahme ausgehen. Bei einem massiven Angriff mit Panzermunition, Artilleriebeschuss und Luftangriffen, „um das Gebiet zu isolieren, in dem man Goldin vermutete“, wurden 130 bis 150 Zivilisten, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, getötet, kollateral, den die aggressive Operation galt nur der Tötung Goldins) …..  

Nach öffentlichen Anschuldigungen und internen Untersuchungen des Vorgangs ersetzte das israelische Militär die Direktive, die zwischen Entführungen von Soldaten während und außerhalb von Gefechtszeiten unterscheidet. Die auflagenstärkste israelische Zeitung, Yedioth Ahronoth berichtete, dass am 7. Oktober 2023 aufgrund der Hannibal-Direktive,

Fahrzeuge, die in den Gazastreifen fuhren, von israelischen Kampfhubschraubern, Drohnen und Panzern in die Luft gesprengt wurden, in denen israelische Geiseln vermutet wurden…..“ 

Nun erinnert sich vielleicht der eine oder andere an Shani Louk

 

Die deutsche Hamas Geisel Shani Louk (†22) ist tot,  Foto : – Instagram

Shani Louk war eine der über 200 Geiseln, die am 7. Oktober im Israel-Krieg von der Hamas entführt wurden. Danach hieß es, die 22-jährige Deutsche werde im Gazastreifen in einem Spital behandelt. Nun gibt es traurige Gewissheit zu ihrem Schicksal……Der israelische Präsident gibt nun weitere grausame Details bekannt…

Shani Louk (22) wurde am 7. Oktober 2023 von den Hamas im Israel-Krieg in den Gazastreifen verschleppt. Gegenüber der «Bild»-Zeitung sagt Izchak Herzog, man habe den Schädel von Shani Louk gefunden: «Das bedeutet, dass diese barbarischen, sadistischen Tiere ihr einfach den Kopf abgehackt haben, als sie Israelis angriffen, folterten und töteten. Die Mutter geht davon aus, dass ihre Tochter bereits seit dem 7. Oktober tot ist – möglicherweise sei sie bei dem Terrorüberfall durch einen Schuss in den Schädel getötet worden. Zunächst hatte man nur einen Splitter ihres Schädels gefunden. Die Mutter hatte ihre Tochter zuvor auf einem Video erkannt, das sie auf einem Pick-up im Gazastreifen zeigen soll…..“

Frage. Warum sollten die „barbarischen, sadistischen Tiere ihr einfach den Kopf abgehackt haben“ und den (Itzhak Herzog) zersplitterten Kopf samt Leiche in den Gazastreifen mitgenommen haben? Quatsch! Die Umstände erlauben den Schluss, dass Shani Louk von den eigenen israelischen Einheiten ermordet wurde. Weiter mit WIKIPEDIA:

„….. Im Juli 2024 bestätigten Recherchen der Haaretz, dass der Hannibal-Einsatzbefehl an verschiedenen Stellen der Grenze zum Gazastreifen auch gegen eigene Zivi listen umgesetzt wurde. Einige Kommandanten weigerten sich, ihren Truppen die „Hannibal-Direktive“ zu erklären, da sie diese für offenkundig rechtswidrig hielten….“

Das ist das reale Israel, selbst ernanntes Schutzreservoir der Juden der Welt. Die Vorgänge erlauben den Schluss, dass die kollaterale Tötung von 45.000 Palästinensern eigentlich der „hannibalistischen“ Vernichtung der Geiseln gegolten hatte. Die individuelle Freude über die freigekommenen Geiseln ist von einem üblen Beigeschmack einer Schadenfreude derjenigen begleitet, die erleichtert sind, dass es der zehnstärksten Militärmacht der Welt nicht gelungen ist, die israelischen Geiseln in den Tunneln der HAMAS zu vernichten. Die Jüdische Allgemeine muss dazu mitteilen, dass

„die Geiseln auch nach der Freilassung in Lebensgefahr schweben. Professor Hagai Levine, Leiter des medizinischen Einsatzteams des Forums für Geiseln warn, vor dem Zustand der befreiten Männer Eli Sharabi, Ohad Ben Ami und Or Levy. Diese seien der lebende Beweis dafür, dass die Geiseln, die noch immer in Gaza sind, nicht mehr lange überleben könnten. …. Der Zustand der noch in Gaza verbliebenen 76 Menschen sei eher noch schlechter sei als der der freigelassenen. Levine forderte alle Israelis auf, für die sofortige Freilassung der Geiseln auf die Straßen zu gehen. »Werdet aktiv, erhebt eure Stimme und verlangt, dass auch die letzte Geisel gerettet wird.« …“

Die „JA“ schwenkt schon einen Artikel weiter ins politische Gegenlager über,  und meint »So sieht ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit aus« . Dabei verkennt sie, dass das „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ zum Nachteil der jüdischen Geiseln von der eigenen Regierung verübt worden ist:

„….  Die Terrororganisation nutzte die Freilassungen als Machtdemonstration. Israels Staatspräsident Isaac Herzog sprach von einem »zynischen und grausamen Spektakel«. Angehörige und Politiker in Israel reagierten angesichts des schlechten Zustands der freigelassenen Männer bestürzt. …..»So sieht ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit aus«, erklärte der israelische Staatspräsident Isaac Herzog. »Die ganze Welt muss auf Ohad, Or und Eli blicken, die nach 491 Tagen Hölle, ausgehungert, abgemagert und leidend, zurückkehren.« Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte Maßnahmen an. …“

und führt weiter aus:

„… das grausamste Rätselraten der Welt… ließ die gesamte Nation nach einem extrem schweren Jahr aufatmen. Doch erschienen plötzlich drei fast verhungerte Männer auf den Bildschirmen, verängstigt und wackelig auf den Beinen. Die Jubelschreie blieben den Israelis im Halse stecken. Stattdessen schlugen sie vor Entsetzen die Hände vor die Münder und Augen. »

Warum wohl; vielleicht wurde ihnen klar, was der Geist der Hannibal-Direktive für den Staatsbürger bedeutet. Man kann durchaus dafür sein, die israelische Macht bis an den Euphrat auszudehnen; dass setzt mutige Soldaten voraus; kann man noch mutig kämpfen wollen, wenn man von den eigenen Leuten ermordet werden soll, wenn man missgeschicklich in Gefangenschaft gerät? Wie zivilisiert schlachten sich doch Russen und Ukrainer gegenseitig ab. Sie tauschen sogar während des Krieges die Gefangenen aus.

Von Lobenstein

Die historische „Judenfrage“ mutiert zur Sinnfrage der aktuellen Diaspora

Die historische „Judenfrage“, wie sie sich evangelsiche Theologen gestellt hatten, gibt es gar nicht mehr; sie kann es auch dar nicht geben. „Unsere“ Juden sprechen Deutsch und eventuell russisch. Im letzteren Fall auch kein Problem, denn unter uns leben mehr echte Russen und Ukrainer als russophone Juden. Charlotte Knobloch, die das deutsche Judentum am krassesten repräsentiert, kann kein Ivrit. Eine Judenfrage setzt voraus, dass Juden anders dächten und sprächen als die Deutschen. Deborah Feldman ist ein Indiz für das Gegenteil: Sie, die dem orthodoxen Milieu in den USA entsprungen ist, traf in Deutschland auf eine jüdische Gemeinschaft, der sie instinktiv das Jüdischsein als Hauptelement absprach. Das deutsche Juden ist zwar trotz Felix Theilhabers Voraussage (in: Untergang der deutschen Juden) nicht untergegangen, aber zu einer gewöhnlichen deutschen Politsekte degeneriert.

Die israelischen Juden stammen zum großen Teil aus dem Orient (Mizrachim) und zu einem weiteren großen Teil aus den nicht von den Deutschen besetzten Gebieten der Sowjetunion. Eine geistige Elite aus den USA stieß dazu. Die Mehrheit der israelischen Juden hat folglich zum geringsten Teil unter dem Holocaust gelitten. So, wie die IDF den ursprünglichen Masada-Schwur für ihre Rekruten und die Feierlichkeiten in dieser Ruine abgeschafft hat, wird man in Israel auch erkennen müssen, dass der Holocaust nicht konstruktiv für die Entwicklung eines Volks sein kann. Ein Volk braucht Helden und keine Opfer als Vorbild.

Das zeigt, dass sich die Diaspora aus Juden mit Leidenstradition, Israel aus Juden mit Bereitschaft, Leiden zuzufügen, ausienandertriftet. Die einen sitzen (angeblich) auf gepackten Koffern, ohne zu wissen, wohin sie reisen sollen, in Israel packt man das Marschgepäck, um den Euphrat zu sichern.

Im Jammertal der deutschen Diaspora suchen die Juden zwanghaft nach israelischer Anerkennung als Juden. Mirna Funk hat beschrieben, wie sie in Israel auflief, nach Deutschland zurückkehrte und dort problemlos als Jüdin akzeptiert wurde. Nicht-Juden wie Volker Beck schaffen mit einer „germano-Israelischen Gesellschaft eine Schutzsphäre um die politische Sekte der Diaspora. Zusammen spielen sie der deutschen Gesellschaft gegenüber die schwarze Auschwitzkarte aus, um zwischen sich und der Mehrheit einen Graben zu ziehen. Diese Karte in Israel ausgespielt brächte ihnen nur die verächtliche Bezeichnung „Savonim“ ein. Die Diaspora wird nur von nicht-jüdischen Empathisanten und Proselyten zusammengehalten, was deren Judaistik in Deutschland verfälscht. Arische Alt-Testamentler wie Walter Homolka bildeten Rabbiner aus, von denen 6 von der Bundeswehr eingestellt werden. Alle diese Proselyten und Nachkommen von Halbjuden können keinen Holocaustbezug haben. Die Empathisanten sind entweder links und grün oder schwarz und korrupt, den Juden mit Blick auf die USA hin freundlich eingestellt. Im Gegensatz zu den Juden in Israel wachsen sie in der Diaspora in einem unehrlichen Umfeld auf.

In diesem Zusammenhang kann man von Friedrich Franz von Unruh dessen Bemerkung über Adolf Hitler heranziehen, die er 1932 (in: National-Sozialismus) gemacht hatte; die Broschüre fand im Ausland Beachtung, weswegen wir sie auch beachten sollten:

„Hitler, der mit dem EK I ausgezeichnete Frontkämpfer fordert die deutsche Staatsbürgerschaft ein, was seine Liebe zu Deutschland, wenn auch eine blinde offenbart….. Es ist jedoch die Liebe eines Auslandsdeutschen, die eines Landfremden, der sich nach einem Vaterland sehnt. Er weiß nichts vom wirklichen Deutschland… Er versteht es nicht, dass die Autochthonen vielleicht etwas anderes wollen als Polen zu erobern….“

Wer „Mein Kampf“ gelesen hat, erinnert sich, dass der Führer nichts von den Grenzen von 1914 hielt, weder für das reale deutsche Volkstum im Elsass und in Südtirol ein Gefühl hatte, sondern Deutschlands Zukunft in der Lebensraumvergrößerung nach Osten sah. Unterstellt, dass ein nationales Deutschland eine solcher Vergrößerung bedurft hätte, so verkannte der Führer als Theoretiker, dass die praktische Entwicklung schon seit 1815 in eine andere Richtung ging. Die Polen brauchen keinen deutschen Generalgouverneur, um mit deutschen LKW in Deutschland Transporte durchzuführen. Das theoretische Bild von einem modernen Deutschland des Kleinbürgers Adolf H. war das Direvat eines Weltbildes. Es war unrealistisch und dem Stil nach abstrakt und expressionistisch zugleich.

Eine ähnliche Überlegung könnte man zu Israel anstellen. Ein israelischer Hitler müsste eine Eroberung Syriens ins Auge fassen und die Übernahme des Suezkanals (bzw. den Neubaus eines Kanals von Eilat aus planen lassen. In der Theorie sind die Juden ein „Volk ohne Raum“ (nach Hans Grimm). Gaza und die Westbank sind vergleichsweise nur Nebensächlichkeiten wie die Anschlüsse Österreichs oder des Sudentenlandes. Der große Wurf käme erst noch.

Was motiviert die deutsche Diaspora, die Eroberung der „Westbank“ gutzuheißen und einen politischen Skandal loszubrechen, wenn auf einem Berliner Filmfestival die Rechtsstaatsvorstellung über Israel wegen dessen Vorgehens gegen alt-arabische Siedlungen Lügen gestraft werden? Israel ist für Araber objektiv gesehen kein Rechtsstaat. Warum lügt die deutsche Diasporaführung?

Denkt sie ähnlich wie die französische Diaspora, die Israel rühmt, die amerikanischen Interessen in Nah-Ost gerettet zu haben. Im Unterschied zur Psychologie Adolf Hitlers, wie sie v. Unruh erfasste, wäre diese Psychologie der Diaspora doppelt verdreht: Es ist einerseits die eines Auslandsisraelis, der kein Ivrit spricht und die israelische Presse nur auf Englisch lesen kann,  und dann die eines „nicht-jüdischen Juden“ (Isaac Deutscher), der pro-amerikanisch-materialistisch denkt. Die jüdische Diaspora-Volksseele basiert eher auf Zwangsvorstellungen, Nachkomme eines jüdischen Großelternteils von vieren zu sein und über diesen vielleicht ein Urgroßelternteil in den Stammbaum bekommen zu haben, das den Holocaust überlebte. Das führt zur Wahnvorstellung einer theoretischen, aber permanenten Gefährdung seiner selbst, zu einer Dauerphobie, als potentielles Opfer von Terroristen, Arabern, Islamisten, Rechtsradikalen und Linksdrivern beschützt und respektiert werden zu müssen. Was früher die „Judenfrage“ war, ist heute zu einer psychopathischen Erscheinung geworden.  Es kann nicht ignoriert werden, dass sich die kollektive Neurose (Sigmund Freud) zu einer kollektiven Psychose entwickelt hat, die einer Behandlung bedarf.

Die Erkrankung führt dazu, dass die Diaspora in Europa auf leeren Koffern sitzt ohne zu wissen, wohin sie reisen soll. Die „Reise“ müsste nur zu einem Therapeuten gehen. Zeitlich desorientiert lebt mancher Jude noch in Weimar und politisch im Dritten Reich, was ihr Hass auf die objektiv spießbürgerliche AfD belegt. In klassischer „jüdischer Empfindlichkeit“ bekommen die Herrschaften alles in den falschen Hals. Eine künstliche Erinnerungs“kultur“ wegen des Holocausts ersetzt die Synagogen und deren Gottesdienste. Der jüdischen Jugend, die mit diesen Ereignissen nichts mehr zu tun hätte, sind die damaligen Ereignisse Zombies ihrer Gegenwart. Wenn schon ein Marek Halter seine „Erinnerung“ an Ahnen aus der früher Neuzeit lebendig sein lässt, dann kann man sich gut vorstellen, wie schwer psychisch geschädigt Juden sein müssen, die sich mit einem Urgroßelternteil von 8 identifizieren, nur weil dieses in Theresienstadt. schlecht versorgt, verstarb (Näheres in den Tagebüchern von Viktor Klemperer). Man kann dies mathematisch betrachten: 10 Generationen von 1999 zurückgerechnet landet man im Jahr 1700; 10 Generationen zurück bedeuten 256 Ahnen in der Breite unter denen von anno 1700. Vom damaligen „Spanischen Erbfolgekrieg“ wissen die Leute natürlich nichts mehr. Wenn Marek Halter nur 1% dieser 256 Ahnen betrachtet, vernachlässigt er 254 Ahnen, die genauso sein Genenleben ausmachen, wie das auserwählte. Es ist also absurd, eine Abstammungslinie durch das dichte Geäst bzw. enge Wurzelwerk eines Stammbaums zu legen. Das heißt, die reale jüdische Geschichte und ihrer Familie begann neu, vielleicht nicht erst 1945, aber mit Sicherheit nicht vor 1815.

Womit beginnen?  würde Lenin fragen: Mit der Schließung sämtlicher Gedenkstätten an den Holocaust. Die 2 ha „Stelenfeld“ der Schande“ wären ein idealer Bauplatz für die israelische Botschaft, bei optimaler Sicherheit neben der britischen und der amerikanischen Vertretung

Von Lobenstein

Korruption eines ganzen Volkes

Die Jüdische Allgemeine richtet einen Appell an die Kandidaten der „demokratischen“ Parteien, die zwei Drittel des Volkes repräsentieren (sollen). Kleine Rechenaufgabe: wenn diese zusammen nur zwei Drittel repräsentieren und ein Drittel der Abgeordneten durch Brandmauern abgetrennt wird, dann müssten 33% zu Regierungsbildung reichen: Tun sie aber nicht, es müssen trotzdem 50% von allen Abgeordneten, auch von denen jenseits der Brandmauer, die Regierung stützen. Mit den Brandmauern hat man das gesamte Oppositionswesen an die „Geächteten“ weitergereicht. Es gibt so gut wie keine „demokratische“ Opposition mehr, nur noch eine systemfeindliche. Politische Fehler stellen nicht mehr eine abwählbare Partei, sondern das ganze System in Frage, das dann abgeschafft  werden muss.

Das ist genau das Problem in Deutschland: 1933 versagten nicht Zentrum und Sozialdemokratie, sondern mit den Parteien gleich das ganze Weimarer System zu Bruch, 1989 nicht die SED, sondern die DDR als solche. So geht die BRD ihrem systematischen Ende entgegen. Der Aufruf der „JA“ hätte genauso 1933 wie 1989 formuliert werden können. Nun zum Text, etwas verkürzt, was die Brisanz der Systemfrage besser zum Ausdruck bringt:

Reißt euch zusammen!…..

 

Das sind die vier „Euchs“; Foto: picture alliance; Text von  Ayala Goldmann 

….. Die gute Nachricht vorneweg: Mehr als zwei Drittel der Wahlberechtigten wollen nicht für die »Alternative für Deutschland« (AfD) und auch nicht für das »Bündnis Sahra Wagenknecht« (BSW) stimmen.(Haha. Auch für die CDU oder für die SPD wollen 2/3 nicht stimmen.) Einer großen Mehrheit ist also (also ist falsch) klar, was es zu verteidigen gilt: Frieden und Freiheit, unseren Wohlstand und den westlichen Lebensstil, unsere Demokratie, die Minderheiten wie Jüdinnen und Juden, aber auch die LGBTQ-Community. Umso ärgerlicher, dass…. Sozialdemokraten sich nicht scheuten, Friedrich Merz in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken…. Auf der Strecke blieb die Bereitschaft der demokratischen Mitte zum Kompromiss. Die AfD taugt … für niemanden als Profilierungs-Feindbild. Die Schüler mit einem anderen kulturellen Hintergrund stellen die Mehrheit. Eine Neujustierung der Migrationspolitik ist unbedingt geboten….. Wir brauchen die Bundeswehr als leistungsfähige Armee. Wir müssen den wirtschaftlichen Abschwung aufhalten – und den Klimawandel. Wir können uns keine wachsenden Krankenkassen- und Rentenbeiträge mehr leisten. … Alle Parteien der demokratischen Mitte müssen spätestens nach der Wahl ihre Selbstgerechtigkeit aufgeben, wenn sie nicht wollen, dass ein Herbert Kickl Kanzler wird. …. Unsere Demokratie steht auf dem Spiel.“

Die Frage ist, ob dieses „Spiel“ nicht schon längst verdorben wurde. Die NZZ berichtet:

„Die Bundesregierung manipulierte die Diskussion über den Atomausstieg. Das zeigt der Abschlussbericht zum Atomausstieg. Er wirft ein dunkles Licht auf die Machenschaften grüner Ministerien. Wirtschaftsminister Robert Habeck hat alle Register gezogen, um eine «ergebnisoffene Prüfung» zur Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke zu verhindern.“

Und die WELT weiß zu ergänzen, dass

„die alte Bundesregierung bereits seit Monaten etliche Beamte in höhere Positionen befördert. In Baerbocks Ministerium kommt es zu besonders vielen Beförderungen. … Kurz vor dem Regierungswechsel haben Bundesministerien noch einmal zahlreiche Spitzenbeamte befördert. Seit Oktober 2024 wurden 146 hochrangige Stellen neu besetzt. Besonders großzügig zeigte sich das Auswärtige Amt unter Annalena Baerbock (Grüne) mit 38 Beförderungen. Auch das Entwicklungsministerium (26) und das Gesundheitsministerium (27) verzeichneten viele Aufstiege. Dagegen hielten sich das Verkehrs- und Finanzministerium mit jeweils drei Beförderungen sowie das Justizministerium mit einer zurück….“

Das ist das deutsche Korruptionsregime, das die Jüdische Allgemeine als Garant für Frieden und Freiheit, unseren Wohlstand und den westlichen Lebensstil, unsere Demokratie, die Minderheiten wie Jüdinnen und Juden preist. Dabei hängen Frieden und Freiheit, unser Wohlstand, westlicher Lebensstil, Demokratie, und der Erhalt von Minderheiten wie Jüdinnen und Juden nicht von den 4 „Euchs“ (siehe Fotos) ab, sondern von der Geltung und Beachtung objektiven Rechts. Damit steht es nicht so gut.  Das fällt auch in der Schweiz auf; die NZZ kommentiert, waseine direkte Antwort auf die „JS“ verstanden werden kann:

In der NZZ schreibt man mit tieferer Kenntnis:

„Rot und Grün für immer? Die politische «Mitte» für Liberale und Konservative in Deutschland steckt einer Falle. Die Bundesrepublik Deutschland braucht radikale Reformen, nicht nur in der Asylpolitik. Der bürgerliche Kanzlerkandidat Friedrich Merz will diese im Falle eines Wahlsiegs liefern. Doch die «Brandmauer» nach rechts gegen die AfD kettet ihn an linke Partner. So wird das nichts.

Ein Bündnis mit der AfD schließt Merz kategorisch aus wie eine Minderheitsregierung. Die «Mitte» liegt nicht mehr im politischen Zentrum. Warum bindet sich der führende Bewerber für das Kanzleramt schon vor der Wahl die Hände? Weshalb garantiert er einer von zwei linken Parteien, die das Land nicht nur nach seiner Überzeugung desaströs regiert haben? Warum sagt er nicht: «Wir sondieren nach der Wahl mit allen, auch der AfD, und schauen, wo die Schnittmengen am größten sind»? Das wäre das demokratische Vorgehen. Alles andere ignoriert den Willen eines inzwischen ziemlich großen Teils der Bürger. Im Zentrum der Antworten steht das Wort: «Mitte». Es ist der Schlüsselbegriff für Merz’ gegenwärtiger Bredouille. Die Mitte als mobiler «Deutungsort», wie es der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel formuliert hatte, befindet sich in Deutschland nicht im Zentrum des politischen Koordinatensystems, also zwischen AfD und Linkspartei, sondern deutlich links davon. Ein Grund dafür ist der in Deutschland omnipräsente, parteiübergreifende und staatlich geförderte «Kampf gegen rechts». Links zu sein, ist hierzulande völlig in Ordnung, auch radikal links; die SPD-Vorsitzende Saskia Esken kann sich zur autonomen Antifa bekennen, und niemand regt sich auf. Aber wer in Deutschland auch nur moderat rechte Positionen vertritt, wird schneller als «Nazi» etikettiert, als er sich rechtfertigen kann. Ein zweiter Grund ist Angela Merkel.

Wäre Merkel nicht gewesen, dann säße Merz heute nicht in der Tinte. Merz kämpft nicht nur gegen SPD und Grüne, sondern mindestens so sehr gegen den Ruf, den die CDU der Kanzlerin a. D. verdankt: bürgerliche Fassade, linker Kern. Und er darf bei seinem Versuch, die Partei neu auszurichten, nicht die Regeln der besagten Mitte verletzen, angefangen bei deren «Kampf gegen rechts».

Der Preis eines Weiterwurstelns im Sinne der linken deutschen Mitte wäre hoch. Noch ist die CDU auf nationaler Ebene stärker als die AfD, aber das könnte sich nach vier Jahren an der Seite der Sozialdemokraten oder der Grünen ändern.“

Der Schweizer Tagesanzeiger berichtet auch noch über die Rechtsentwicklung auf der Welt, die den deutschen Medien peinlich ist und so gut wie möglich unter den Teppisch gekehrt wird. Die Entwicklung könnte für Deutschland brisant werden, wenn Deutschland weiterwurstelt wie ein manövrierunfähiges Schlachtschiff. Kein IStGH schützt mehr vor US-Willkür:

„US-Regierung sanktioniert Internationalen Strafgerichtshof

US-Präsident Donald Trump hat Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) angeordnet. Das Gericht habe «seine Macht missbraucht», indem es unbegründete Haftbefehle gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu und den damaligen Verteidigungsminister Joav Galant erlassen hat, heißt es in Trumps Anordnung. Der Republikaner wirft dem Gericht «bösartiges Verhalten» vor. Trump und Netanyahu waren am Dienstag im Weißen Haus zusammengekommen. Die USA erkennen den nicht an.

Benjamin Netanyahu mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus am 4. Februar 2025. Foto: Keystone

Trump wirft dem Gericht darüber hinaus vor, «ohne legitime Grundlage» seine Zuständigkeit angenommen und vorläufige Ermittlungen gegen US-Personal eingeleitet zu haben. Ein Gesetzesvorhaben, das Gericht zu sanktionieren, war Ende Januar im Kongress allerdings gescheitert. …. Trump ordnet nun unter anderem Sanktionen gegen Mitarbeiter des Gerichts und Unterstützer an, die an Ermittlungen, Anklagen oder Haftbefehlen gegen US-Personal oder Verbündete wie Israel beteiligt sind. Vermögenswerte sollen Trumps Anordnung zufolge eingefroren werden, US-Personen und -Unternehmen werden Wirtschaftstransaktionen mit ihnen untersagt. … Es ist nicht das erste Mal, dass Trump den IStGH sanktioniert. Bereits während seiner ersten Amtszeit unterzeichnete er eine entsprechende Verfügung, weil das Gericht mutmaßliche Kriegsverbrechen von US-Soldaten in Afghanistan untersucht hatte. Im September 2020 wurden Sanktionen gegen die damalige Chefanklägerin, Fatou Bensouda, verhängt. Biden machte diese kurz nach Beginn seiner Amtszeit im April 2021 rückgängig.“

Die Tribüne Jüive weiß schon Exakteres von den Folgen der Gerichtssanktionen für die Palästinenser:

„Minister Katz befiehlt der IDF, eine „freiwillige“ Umsiedlungsstrategie zu entwickeln……

Drohnenaufnahme zeigt Palästinenser, die während des Krieges auf Befehl Israels vertrieben wurden und in ihre Häuser im nördlichen Gazastreifen zurückkehren., 27. Januar 2025 | Archivfoto: Mohammed Salem/Reuters

….. nachdem Präsident Donald Trump angekündigt hatte, die Kontrolle über den Gazastreifen durch die USA zu übernehmen. „Ich begrüße Präsident Trumps mutigen Schritt“, sagte Minister Katz. „Die Menschen in Gaza sollten das Recht auf Bewegungsfreiheit und Migration haben, wie es auf der ganzen Welt üblich ist.

Katz betonte, dass die Organisation HAMAS die Bewohner des Gazastreifens systematisch als menschliche Schutzschilde benutzt habe, …. indem sie durch die Manipulation humanitärer Hilfe Gelder entziehe, während sie ihre Möglichkeiten einschränke, Gaza zu verlassen. Länder wie Spanien, Irland, Norwegen und andere, die Israel fälschlicherweise für seine Aktionen in Gaza beschuldigt haben, sind gesetzlich verpflichtet, den Bewohnern des Gazastreifens die Einreise in ihr Territorium zu gestatten. Ihre Heuchelei wird entlarvt, wenn sie sich weigern. In der Zwischenzeit haben Länder wie Kanada, das ein strukturiertes Einwanderungsprogramm hat, bereits ihre Bereitschaft bekundet, die Bewohner von Gaza zu aufzunehmen.“

Das Wall Street Journal veröffentlichte am Mittwoch einen ausführlichen Bericht, in dem die Entwicklung des Plans des US-Präsidenten detailliert beschrieben wird. Hier die Quintessenz.

Trumps Vorschlag wurde erst kürzlich ausgearbeitet, streng geheim gehalten und ausschließlich seinen engsten Beratern und Vertrauten zur Verfügung gestellt. …. Schon während einer Diskussion im Spätsommer 24 bezeichnete Trump den Gazastreifen als „erstklassige Immobilie für Netanjahu.“

Das ist also, was die Jüdische Allgemeine unter Frieden und Freiheit, unserem Wohlstand und westlichem Lebensstil, unserer Demokratie, versteht. Dafür soll sich in Deutschland der Mensch mit einer Stimme für die „euchs“ einsetzen.

Von Lobenstein

Wie erklärt man es seinen vielen Patchwork Kindern?

Der Tagesspiegel berichtet über die Unsicherheiten, wie das Wort des großen Präsidenten demokratie- und rechtskonform auszulegen wäre. Die Regierung Netanjahu weiß es wörtlich aufzufassen und bereitet die Armee bereits vor, die Palästinenser umzusiedeln. Wie setzt man zwei Millionen Araber in Bewegung?  Das hatten sie schon geübt: Mit Bomben und Bombendrohungen. Zu Fuß schaffen die Leute 15km am Tag, from the Sea bis zur Grenze sind es nur 10 km Wohin könnten die IDF die zwei Millionen Menschen marschieren lassen?  „Unser“ Robert Habeck würde sagen, er wüsse die Richtung. Wenn er sie nicht, wie Lothar von Trotha, in die Wüste Negev schicken wollte, ginge es nur zu erquicklichen Plätzen in Alt-Israel. Dort müssten sie so lange kampieren, bis der Gazastreifen in eine Riviera verwandelt ist. Jedenfalls wäre dies der Stand des „Updates“: Das Weiße Haus spricht nur mehr von einer „vorübergehenden Umsiedlung“. Es nahm Trumps Gaza-Pläne bereits 2 Tage nach Verkündung zurück.

Haaretz sieht es praktischer:

“Impractical, Incomprehensible, Illegal: Trump Traps Netanyahu and Sows Chaos With U.S. Takeover Plan for Gaza

Trump’s plan for the Gaza Strip that includes the relocation of 2 million Palestinians is not logical or viable. Whether it’s an imperialist tantrum or an actual ‚out of the box‘ initiative, there is really no way to endorse, refute or examine it…”

Das dürfte auch so sein.

Die NZZ spekuliert wohlwollender für Netanjahu:

„Zwei Millionen Palästinenser als Verhandlungsmasse: Der amerikanische Präsident will die Einwohner des Gazastreifens permanent umsiedeln. Die USA sollen die Kontrolle über das Gebiet übernehmen. Der Vorschlag ist unrealistisch – doch er könnte eine neue Dynamik für die Nachkriegszeit entfalten….“

(by Rewert Hoffer, Tel Aviv)

Bild einer Kampagne in Tel Aviv, die die Annäherung Israels an die Golfmonarchie fordert. Ariel Schalit / AP

„Verhandlungsmasse“ klingt ein wenig nach Adolf Eichmann. Die NZZ weiter:

Einen Tag vor dem Treffen Donald Trumps mit Benjamin Netanyahu in Washington erschien der saudische Kronprinz auf einigen elektronischen Anzeigetafeln in der israelischen Metropole. «Wir sind bereit», steht unter dem großen Foto von Mohammed bin Salman, der Trump die Hand schüttelt. Die Kampagne der israelischen «Koalition für regionale Sicherheit» wirbt für die Ausweitung der Allianzen Israels.

Hier zeigt sich das ganze Holocaust-Dilemma im israelischen Format wieder.  „Die Deutschen“ hatten ihre Juden loswerden wollen, was ihnen weitgehend gelungen war bis zu den Olympischen Spielen: Im Oktober 1938 wiesen sie noch Juden mit polnischen Pässen außer Landes. Mit dem verbliebenen Rest hätten sie fast leben können, wenn nicht durch den Anschluss Österreichs und die Eroberung Polens plötzlich mehr als 3 Millionen Juden „neu“ dazugekommen wären. So ist es mit Gaza auch. Mit der Westbank und Gaza gibt es in Israel auf einen Schlag genauso viele Araber wie Juden, was dazu führt, dass man gebietsweise die Apartheit installiert, und dass man das bis Oktober 23 unabhängige Gaza erobern und verwüsten musste.

Jetzt müssten gegen Israel die Kriegserklärungen arabischer Länder nur so hageln. Es passiert aber nichts. Die arabischen Monarchen könnten ihre Throne verlieren, Syrien ist gelähmt, der Irak ausgeschaltet, die islamischen Gottesstaaten mit Unglauben konfrontiert und die ägyptische Diktatur von den USA abhängig. Jetzt könnten die Israelis so verfahren, wie es den Deutschen nicht vergönnt war. Aber was genau war den Deutschen nicht vergönnt? Was hätten sie mit den gut 3 Millionen Juden in ihrem erweiterten Machtbereich gemacht, wenn ihnen England den Krieg nicht erklärt hätte? Die Massaker der Einsatzgruppen gehören zum Russlandfeldzug, die „Aktion Reinhard“ begann erst Mitte1942, also all dies traf erst viel später ein. Hätten die Deutschen diese Aktionen ohne die Zwänge des Krieges  nach 1940 gestartet, wenn Weihnachten 1939 wieder im tiefsten Frieden gefeiert worden wäre?

Weiß man nicht. Hermann Greive (in: Geschichte des modernen Antisemitismus) tippt auf „nein“, weil es zu Mord und Völkermord weder im individuellen als auch im politischen Leben nicht so leicht komme. Die Verbrechen der Einsatzgruppen und der Aktion Reinhard waren ein Versuch der Deutschen, militärische Probleme und wirtschaftliche Nachteile der Kriegslage zu kompensieren.

Wie schaut es mit Israel aus; dieses Land existiert ähnlich wie das Deutsche Reich der Zwischenkriegszeit am Anschlag; mussten die Israelis auf Butter verzichten und stattdessen Bomben finanzieren, oder liefern die USA und die BRD Bomben auf Kredit? Trotzdem befindet sich Israel nicht in einer Zwangslage des Seins oder Nicht-Seins. Daraus lässt sich erwarten, dass den Gazanern nichts Fürchterliches drohe; wenn sie aber das Schicksal der Juden in Polen doch ereilen sollte, dann wägte das Handeln Israels gegen die Araber wegen fehlender Kriegszwänge viel verbrecherischer als das der Deutschen gegen die Juden.

Wie es Haaretz erkannte:

Netanjahu ist in eine Falle getappt, mit ihm 97% der jüdischen Israelis (vgl. Israel People- Sondage).

Aber wer ist schon Netanjahu? Er lobte das „imperialist tantrum or actual ‚out of the box‘ initiative“ Trumps als originell, womit der dem Präsidenten nur in den Hintern kroch, denn Itamar Ben Gvir hatte diese Idee schon längst verkündet gehabt. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass Netanjahu an das Ende seiner Fahnenstange angekommen ist. Vielleicht kann Israel gerettet werden, wenn man ihn bei einer Zwischenlandung verhaftet.  Mal abwarten, was die amtliche Diaspora so alles an „imperialist tantrum or  actual ‚out of the box‘ initiative zu Papier bringt.

Von Lobenstein

Von der „überzogenen Kriegsführung“ der IDF zur Unflätigkeit der Diaspora

Wie erzählt es Shakespeare? Marc Anton, der Cäsars Leichenrede hält, beendet seine Absätze mit den Worten „doch Brutus ist ein ehrenwerter Mann“. An einem Punkt X der Rede dämmert es dem letzten Römer, dass zwischen der Ermordung Cäsars und der Ehrenwertigkeit des Brutus ein Widerspruch besteht. Alternativ hätte Cäsars Ermordung ehrenwert sein müssen, wie etwa die Hinrichtung Louis XVI 1793. Die Tribüne Jüive spuckt Gift und Galle gegen einen durchaus ehrenwerten jüdischen Arzt und spricht ihm alles Ehrenwerte ab. Dadurch identifiziert sie sich so krass mit den Blutbadmeistern in Gaza, dass man ihre Redakteure in den selben Topf mit den „Strategen“ der IDF zu werfen geneigt ist

Wikipedia beschreibt den verteufelten Arzt wie folgt:

“Rony Brauman (born 19 June 1950) is a French physician specializing in tropical diseases and a former president of Médecins sans frontières (Ärzte ohne Grenzen). He was one of the early members of Médecins sans frontières, and was its president from 1982 to 1994. As president, Brauman oversaw the financial and operational expansion of the movement around the world…”

In der Tribüne Jüive geifert Marianne Lecach wie ein spanisches Waschweib; wer ist (who the fuck is) Marianne Lecach, die sich solche Worte in einer jüdischen Zeitung gegen Juden herausnehmen darf? Sie ist popelige

Journaliste rédactrice actuellement journaliste à l’agence de presse 6Medias. Politique – Société – Monde.

Diese ehrenwerte Dame schreibt:

„In Sachen Unmenschlichkeit steht Brauman über jedem Nazi-Soldaten, der mit einem Neugeborenen Trap spielt….“

Au weia; Brauman steht einem sadistischen Mörder gleich? Marianne Lecack begründet ihre Ansicht:

Rony Brauman. © Pablo Porlan / Hans Lucas via AFP

„… Ein Nazi-Soldat reißt einer Mutter ihr Neugeborenes aus den Armen, schleudert es in die Luft und schießt auf das Kleine. Dabei hatte die Monstrosität dessen Tat und die seiner Mitmenschen so etwas wie ein „Alibi“: die Juden galten als Untermenschen, die durch ihre Vermehrung die arische Rasse zu verdrängen drohten. Rony Brauman ist dagegen ein Mann mit Wissen und mit Bildung, ein „Humanist“, ein „Arzt“, und noch dazu ein Jude, dem alle Informationen zur Verfügung stehen, zum Beispiel die Zahlen betreffend Treblinka. Dort waren bis zu 5.000 Menschen pro Stunde umgebracht worden, was der Definition von Völkermord und Völkermordvorsatz entspricht. Mit seiner Aussage, dass

„Gaza Auschwitz verdrängen wird“,

löscht Rony Brauman die Erinnerung an die Shoah und den Schrecken des Völkermords aus. Er versucht, sie mit einem unrealistischen Völkermord zu verschatten . Nach alledem ist Rony Brauman ein noch erbärmlicherer Charakter als der oben erwähnte  Nazi-Soldat.

Rony Brauman ist ein Fall für die Psychiatrie. Sein Selbsthass hat einen besonderen Nährboden, er trägt ein ungelöstes ödipales Problem mit sich: Tatsächlich ist sein in Jerusalem geborener Vater ein Widerstandskämpfer und zionistischer Militanter, aber ein israelischer Held gewesen. Braumans Eltern ließen sich scheiden, seine Mutter verließ Israel in Richtung Frankreich. Die Meinungsverschiedenheit seiner Mutter mit seinem Vater wurde zum Nährboden für seinen Hass auf Israel. Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz organisierten zwei linksextreme jüdische Organisationen (UJFP und Tsedek) ein Symposium in Paris. Während der Veranstaltung scheuten  die Redner, darunter Rony Brauman, nicht davor, den Holocaust und der Situation in Gaza gleichzusetzen. © Marianne Lecach“

Selbst wenn man Lecach voll und ganz in der Sache Recht geben wollte, kann man nicht übersehen, dass die Bilder von Gaza bei „empfindlichere Menschen“ Entsetzen auslösen. Rony Brauman ist nicht der einzige Geschockte, schon Bernard Kouchner war entsetzt. Darauf muss man Rücksicht nehmen. Wenn man aber weiter schreibt in der Art, wie in den Endzeiten der Sowjetunion, als Andrej Sacharow in die Psychiatrie gesteckt wurde, ist es ganz aus. Marianne Lecach und das jüdische Establishment stecken nicht irgendwelche „Nazis“ bildlich ins Irrenhaus. Nazis würden den Vergleich von Auschwitz und Gaza nicht riskieren, weil dies die üblichen Strafverfahren auslösen würde. Das Schweigen der Nazis in Verbindung mit der kruden Aussage einer versimpelnden Journalistin gibt erst demn Vergleich die Sprengkraft. Nun steht der unsägliche, gesprochene Vergleich eines  jüdischer Arzt im Raum, der nicht nur weiß, was Auschwitz besonders den Juden bedeutet, sondern der auch als Arzt beurteilen kann, was dort unter medizinischen Gesichtspunkten abläuft. Durch eine „überzogene“ (John Biden) Kriegsführung hat Israel Gaza zu einem „Abrissobjekt“ (Donald Trump) mutiert und mutet 2 Millionen Gazanern zu, dort zu winterlich kampieren.

In Auschwitz war alles ganz anders: das Lager war kein Abrissobjekt, sondern beherbergte etwa 200.000 Gefangene, die durch „Arbeit vernichtet“ werden sollten. Das erforderte bei einem Ableben von monatlich 10.000 Gefangenen Ersatz von 10.000 Gefangenen, die aus Transporten selektioniert wurden, von denen bis zu 80% als nicht-arbeitsfähig vergast wurden. Das ergibt monatlich 80.000 Ermordete. Insgesamt sollen bis zu 1 Million Menschen in Auschwitz ermordet worden sein. Die theoretischen Zahlen sind den praktischen nicht fremd.

So etwas fehlt in Gaza. Rein mathematisch wurden in Gaza etwa 100 Menschen durch „überzogene“ Kriegsführung täglich und kollateral getötet. Ander als in Auschwitz konnte die internationale Gemeinschaft beschränkt Hilfe leisten. Vielleicht darf man Gaza mit russischen Städten vergleichen, die von der deutschen Wehrmacht belagert und umkämpft worden sind. Das ließe sich ganz sachlich darstellen, ohne dass man einen verdienten Arzt den letzten Funken Anstand absprechen muss. Das Problem liegt anders:

Gaza ist aktuell, Auschwitz Geschichte. Die „Täter“ von Auschwitz waren ihrerseits Opfer eines gnadenlosen Bombenkrieges, auf Israel fliegen nur abwehrbare Perserraketen. Auch die Rahmenbedingungen sind gänzlich andere.

Das ändert nichts daran, dass „Gaza“ nicht in das Bild unserer Zivilisation passt. Mit dem Ethos einer „moralischsten Armee der Welt“ sind die Leichenberge nicht in Einklang zu bringen. Auch die Behauptung, man verteidige sich lediglich, e. Esrzwingt den Schluss auf einen „Notwehr“- Exzess. Es muss zwar nicht immer „Auschwitz“ bemüht werden, aber die forcierte Erinnerungspflege macht Auschwitz allgegenwärtig.  Vielleicht würde Gaza nur den Aufstand des Warschauer Ghettos 1943 verdrängen können. Aber selbst wenn Gaza alle diese historischen Ereignisse nicht verdrängen könnte, schiebt sich Gaza dank seiner Aktualität an die Spitze der „mittleren“ Verbrechen. Natürlich nicht für jeden Beobachter. Und Gaza hat so etwas wie „Fans“, die die Massaker verharmlosen, rechtfertigen und für richtig halten. Das macht Gaza so abscheulich. Abscheulich sind als nicht die sekundär werden Mordtaten der IDF, sondern primär die Apologie bei uns zuhause. Dem setzen Tribüne Jüive und auch „unsere“ „JA“ das Pünktchen auf das „I“. Indem sie einen Mann wie Brauman nicht nur als „Nazi“ herabsetzen, sondern ihn noch tief unter der NS-Gürtellinie lokalisieren, sabotieren sie die israelische Gewaltpolitik. Dafür würde schon eine einzige  der Behauptungen des jüdischen Establishments ausreichen: Brauman als Selbsthasser, Brauman als Psychopath, Brauman reif für die Klappse, Brauman ein Nazi, Brauman ein Psychopath. Was denkt der Laie? „Brauman kann nicht völlig Unrecht haben“. Die Schmähungen sind so unqualifiziert, dass sie wie ein Bumerang wirken müssen. Wie es schon der Führer in „Mein Kampf“ über die kaiserliche Weltkriegspropaganda geschrieben hatte: Der deutsche Soldartmerkte schnell, dass die französischen oder russischen Soldaten keine lächerlichen Gegner waren. Folglich verwarf er die eigene Propaganda. Genau diesen Fehler der kaiserlichen Art machen bei uns die „JA“ und linksrheinisch die „TJ“ . Natürlich würden sie nie „Mein Kampf“ lesen, wahrscheinlich, weil sie kein Hebräisch verstehen, in der Sprache, in der das Buch die ganzen Jahre erhältlich war. Brauchen sie auch nicht: es gibt großartige jüdische Psychologen, die unseren Redakteuren helfen könnten, dass sie ihren Hass, ihre „jüdische Empfindlichkeit“ oder ihre Disziplinlosigkeit beherrschen lernen und nicht gegen jeden Kritiker rufmordend herfallen. Die Maßlosigkeit in der Diaspora bringt Israel in den Verruf einer völkermordenden Nation.

Von Lobenstein

Wild West in Nah-Ost

Wer Karl v. Rottecks Weltgeschichte noch nicht entsorgt hat, kann dort im 10. Band von der „Umsiedlung“ der Indianer der Appalachen lesen. Man kann auch „Cowboy-Filme“ angucken, die die Ruhmestaten der US Cavalry verherrlichen, wie mit den Indianern umgegangen wurde. Die führenden Köpfe Israels sind in diesem Milieu groß geworden. So sollte man nicht den bösen Itamar für die „originelle Idee“ verantwortlich machen, sondern ganz sachlich den geistreichen Donald. Niemand braucht sich zu wundern, dass die Tribüne Jüive vermelden kann, dass eine

Israel-Umfrage [ergab], dass eine große Mehrheit für Trumps Vorschlag, die Bevölkerung des Gazastreifens in andere Länder umzusiedeln steht……

…. Etwa sieben von zehn Israelis befürworten die Option, dass „Araber in Gaza in ein anderes Land gehen, um in einem anderen Land zu leben. Die Umfrage des Jewish People Policy Institute zeigt, dass auch unter den Juden eine Mehrheit der Meinung ist, dass es sich um einen „praktischen Plan handelt, den man zu fördern versuchen sollte“. Die meisten Araber lehnen Trumps Vorschlag dagegen ab. 43% der Israelis glauben, dass der Trump-Plan „praktisch“ ist. 30% der Juden antworteten, der Plan sei „unrealistisch, hätte es aber gerne gehabt“. Mit anderen Worten, sie unterstützen es, glauben aber nicht, dass er eine echte Chance hat, verwirklicht zu werden. Unter den Juden liegt der Anteil derjenigen, die den Vorschlag für „unmoralisch“ halten, bei 3 Prozent. Nur etwa 7% aller Juden ist zurückhaltend, wenn es um die Moral des Programms geht, und selbst innerhalb dieser Gruppe sind moralische Vorbehalte nicht vorherrschend Insgesamt genießt der Vorschlag, der zuvor von vielen Israelis als illegitim angesehen wurde, nun breite Unterstützung unter den Juden, und wenn er keine Unterstützung erhält, ist der Grund dafür in der Regel eher praktischer als prinzipieller Natur. Umfragen, die sich in den 1990er Jahren oder in der Mitte des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts mit der Frage der Umsiedlung von Arabern aus den Gebieten befassten, ergaben im Allgemeinen, dass vierzig bis fünfzig Prozent der Juden die Möglichkeit eines Bevölkerungstransfers befürworteten.

© Gruppe „Ewiges Israel“.

Die Zeiten ändern sich, „wie im Himmel, also auch auf Erden“. Hierzulande testet „man“ von der CDU aus die Stabilität der politischen Brandmauer nach rechts. Mit ihrer moralischen Wichtigtuerei und ihrem Verrat an Merz hat sich die ehemalige deutsche Kanzlerin und rotgesockte Ratte Angela Merkel öffentlich von der Politik des Kanzlerkandidaten und letztlich ihrer eigenen Partei distanziert. Die Partei folgt ihr nicht mehr. Zu sehr belasten die 16 Jahre CDU-Politik nach Hausfrauenart, der weitere 4 Jahre ein Regierungstheater der Ampelkoalition folgten,  die Verhältnisse in Deutschland verschärften. Das trifft auch die jüdische Diaspora, deren offizielle Repräsentierer sich bedingungslos hinter Merkel, Steinmeier und Scholz gestellt hatten. Auch die verblödete deutsche Justiz kann daran nichts mehr ändern. In Haaretz schreiben verschiedene Leute (5.2.25), dass

  1. Netanjahu eine dauerhafte Vertreibung der Araber aus Gaza plane (Ben Samuels, Washington)
  2. Westbank-Alptraum: Israel ist inzwischen über den Punkt hinaus, ein Apartheitssystem bestreiten zu können
  3. Hasbara Hitch :  Die pro-israelische Bot Goes Rogue, nennt die IDF-Soldaten weiße Apartheitskolonisatoren
  4. Omer Benjakob meint, dass Gaza zwar kein kleines Auschwitz sei, aber trotzdem ein Völkermord
  5. Daniel Blatman meint, dass Gaza noch kein Völkermord sei, aber in die Richtung dahin laufe
  6. Benny Morris berichtet, dass die IDF 20 Mal auf ein ziviles Haus geschossen hätten und dabei ein Kleinkind töteten.

Im Zweifel werden US-Truppen dabei helfen, aus Gaza eine »Riviera des Nahen Ostens« zu machen.  Trump spricht von 1,7 Millionen Gazanern, die den Gazastreifen verlassen werden (!). Sie werden nicht Nein sagen [bekommen sie ein Angebot, dass man nicht ablehnen kann?]. Der Wiederaufbau von Gaza ist unmöglich [Warum gibt es keine palästinensiche Riviera?]. Die Palästinenser in Gaza müssen dauerhaft umgesiedelt werden.

Die CDU-treue Jüdische Allgemeine erklärt dazu:

Das Küstengebiet, in dem schon vorher äußerst schwierige Lebensbedingungen für die Zivilbevölkerung herrschten, weil es von Terroristen regiert und seit 2007 in eine Terror-Hochburg verwandelt wurde, und nun ein Trümmerfeld ist, hat 365 Quadratkilometer.“.

Benny Gantz zu Trumps Gaza-Idee: «Kreativ und originell»

Und die „JA“ schwadroniert weiter:

Der US-Präsident und frühere Unternehmer Trump schwärmt, das immense Potenzial für Wirtschafts- und Immobilienentwicklung zu aktivieren. Dort könnten künftig Menschen aus aller Welt leben. Das Ganze könne auch für die Palästinenser wunderbar werden. Man werde sich darum kümmern, alle gefährlichen nicht explodierten Bomben zu beseitigen. Auf diese Weise sollte eine unbegrenzte Anzahl von Arbeitsplätzen und Wohnraum für die Menschen in diesem Gebiet« geschaffen werden. Trump bemüht sich klarzustellen, er sorge sich um das Wohlbefinden der Palästinenser. Er beschreibt das Küstengebiet als unhygienisch. Es ist kein Ort, an dem Menschen leben wollen. Der Gazastreifen sei nach gut 15 Monaten Krieg ein elendes Loch geworden. Die Idee einer Zwangsumsiedlung der Palästinenser sorgte bereits vor der Pressekonferenz für viel Empörung. Jordanien und Ägypten lehnten den Vorstoß ab, weil sie ihn als Ende der langen Bemühungen um einen Palästinenserstaat betrachten. Unterstützung für seine Gaza-Pläne bekommt Trump vom israelischen Ministerpräsidenten. Er sieht eine andere Zukunft für dieses Stück Land, das der Ursprung von so viel Terrorismus war. Das ist etwas, das die Geschichte verändern könnte. Netanjahu schwärmte generell über Trumps Abkehr von »konventionellen Denkweisen« und dessen »frische Ideen«.

Selbst wenn Ägypten und Jordanien nicht mitmachen wollen, es gibt ja noch den alten Adolf Eichmann Plan, den man aus den Archiven herausholen könnte. Er scheiterte seinerzeit an den mangelnden Möglichkeiten der deutschen Kriegsmarine, aber die US Marine hätte kein Problem, den Transport nach Madagaskar umzusetzen. Natürlich könnten nach der Vorarbeit von Itamar Ben Gvir auch einzelne Guppen auf Höhe des Kongo aussteigen und dort ein neues  Glück versuchen.

Deutschland scheint seinerseits einen Einsatz an Trumps und Israels Seite in Gaza vorzubereiten. Denn in der Bundeswehr finden sich nur 3 Soldaten jüdischer Abstammung (TAZ -Tageszeitung); aber man hat schon 6 Militärrabbiner. Mit ihnen kann Deutschland helfen, den Traum von 97% aller jüdischen Israelis durchzusetzen. Die „JA“ lässt vorausschauen:

Rabbiner Geballe ist seit September 2024 in der Luftwaffenkaserne in Köln-Wahn tätig und wurde durch Rabbiner Avichai Apel und den Bundesmilitärrabbiner Zsolt Balla als Militärrabbiner in Köln eingeführt. Er konnte sich schon intensiv einarbeiten. Er hat sich den evangelischen und katholischen Kollegen vorgestellt. Andere Akteure, wie das psychosoziale Netzwerk der Bundeswehr, darunter Sozialarbeiter und Truppenärzte, mit denen man sich vernetzt sind auch zugänglich. Nach dem Soldatengesetz hat jede Soldatin und jeder Soldat Anspruch auf Seelsorge und ungestörte Religionsausübung. Da kommt es nicht darauf an, ob und was jemand glaubt. Es kommen Soldatinnen und Soldaten mit einem Problem oder sei es einfach nur mit dem Wunsch zu sprechen. Es kommen jüdische Soldatinnen und Soldaten, die Fragen etwa zu koscherer Verpflegung haben – so gibt es seit Neuestem die koscheren Einsatzrationen. Der lebenskundliche Unterricht (LKU), der für jede Soldatin und jeden Soldaten verpflichtend ist – wird von den militärischen Seelsorgern gegeben, ist aber religionsfrei [gemeint ist wohl bekenntnisunabhängig]. In Planung ist, dass der LKU gemeinsam gehalten wird. Es gibt bundesweit fünf Dependancen des Militärrabbinats. Die Außenstelle West ist ein sehr großes Gebiet mit vielen Liegenschaften der Bundeswehr. Es gibt Luftwaffenstandorte und Heereseinheiten bis hin zu Liegenschaften der Cybersecurity. Das geht mit einer gewissen Reisetätigkeit einher und eröffnet viele Möglichkeiten, mit Leuten in Kontakt zu treten und ins Gespräch zu kommen. Es geht darum, da zu sein für die Soldatinnen und Soldaten,  egal, welchen Hintergrund sie haben, und ihnen zu helfen…. Die Seelsorgebegleitung endet nicht an der deutschen Grenze. Es war bereits ein jüdischer Kollege mit der Marine unterwegs, und in diesem Jahr gehen womöglich zwei weitere Kollegen in einen Einsatz, wo immer wir gebraucht werden.

Schade, dass das Seelenleben der Palästinenser nur Terroristen interessiert.

Von Lobenstein

Politische Bigotterie

Mit Bigotterie macht der Fromme die Religion lächerlicher als es ein Ungläubiger je vermöchte. Wir leben in einer Zeit von politisch „Unsäglichkeiten“, in der „Unfähigkeit zu trauern“, im Schatten von Verboten vermeintlicher Verfassungswidrigkeiten, Konventionen, Dogmen und Tabus, so dass jeder Regelverstoß wie ein Befreiungsschlag erscheint. So häufen sich Tabu-Brüche, denen wüste Demonstrationen zugunsten alt-demokratischer Altäre und deren Brandmauern folgen; dabei sind solche Institutionen jeweils in Zeiten entstanden, die sich überlebt haben. Die NZZ protestiert mit einem Aufmacher:

„Die deutschlandweiten Demonstrationen gegen rechts spalten das Land. Der «Aufstand der Anständigen» hat mit Anstand in Wahrheit wenig zu tun“

was die „WELT“ mit dem Satz bestätigt:

„dann doch lieber unanständig“ sein.

Betrachten wir das anständige deutsche Judentum, dessen unangefochtener Präsident „unser“ Josef Schuster ist. Er hatte einst die Rassekundebücher von Hans F.K. Günther als „Nazi-Dreck“ verworfen, was mehr sein Unwissen als eine Kenntnis des Problems belegt. Aus der Lameng kann man die Rassenkunde nicht disqualifizieren. Arthur Ruppin bezieht sich in seiner „Soziologie der Juden“ auf Günther und verwendet dieselben Bilder von Juden zum Nachweis einer Rassezugehörigkeit. Salcia Landmann schrieb das Buch „Die Juden als Rasse“, was alles darauf hinweist, dass eine Apologie der Rassenkunde durchaus eine Provokation wert ist.

Hans F.K. Günther holt sehr weit aus in der Suche nach Rassen; er erwähnt Wanderungen der Neandertaler, die bis ins Heilige Land gekommen sein sollen. Nach heutigem Wissensstand vererbten sie dem Homo Sapiens 10% seiner Gene. Günther erwähnt alte Völker, die vielleicht Altertumsforschern noch namentlich bekannt sind: Hethiter, Sumerer und Mittani; deren Artefakte sollen auf die Zugehörigkeit zu einer Rasse hinweisen, die wiederum die Hebräer geprägt haben könnte.

Das Bildmaterial Günthers von Menschen fördert kein Verständnis für rassische Charakteristika. Die abgebildeten Personen sind nicht gleich alt. Ein junger Mensch schaut anders aus als nach Alterung. Ein sephardischer Jüngling lässt sich nicht mit einem aschkenasischen 60-jährigen zwecks rassischer Analyse vergleichen. Günthers Bildmaterial ist folglich untauglich für eine wissenschaftlich brauchbare Aussage.

Der Begriff „Rasse“ ist zudem ziemlich diffus. Günther spricht auch von „Gemische“ der Juden und von Gemischen der Nicht-Juden. Reine Rassen unter den Menschen gibt es ohnehin nicht, was auch schon Mussolini zu Emil Ludwig sagte. Folglich fehlt der Rassekunde der eigentliche Gegenstand. Wenn man nach den mendel´schen Gesetzen schwarze und weiße Mäuse kreuzt, kommen zwar grauen Mäuse der ersten Generation heraus, aber die sich fortpflanzenden grauen Mäuse habe auch weiße und schwarze Mäusekinder. Bei Mäusen greift die Natur ein, unter deren Herrschaft Mäusebussarde die auffälligen weißen Mäuse am ehesten vertilgen. Wie solche Prinzipien bei Menschen ablaufen, kann man nicht einmal zusammenphantasieren. Eines ist aber sicher: es gibt keine jüdische Rasse, sindern mehrere jüdische Rassengemische, von denen sich große Gruppen zu einer neu Vermischung in Israel zusammengefunden haben. Man kann vermuten, dass das deutsche Judentum, das Felix Theilhaber untergehen sah, als Gemisch von sephardischem mit aschkenasischem Gemisch entstanden war.

In „Mein Kampf“ erwähnt der verstorbene deutsche Führer und Reichskanzler, dass sich die Störchin mit dem Storch paare, und die Füchsin mit dem Fuchs. Etwas albern. Bei Storch und Fuchs handelt es sich um Gattungen der Biologie, nicht um Rassen. „Irrtum sprach der Igel und stieg von der Klobürste“, sagt ein Witz. Man kann den Begriff Rasse besser an Hunderassen abstecken. Die Hunde, vom Zwergpinscher bis zur deutschen Dogge, erkennt man immer als Hund, niemand würde in einer Züchtung eine Katze erkennen wollen. Auch heute werden neue Hunderassen kreiert, etwa der Mini-Bullterrier, der keine Spielart des verbotenen Bull-Terriers sein soll. Beim Dobermann weiß man vom Gerichtsvollzieher Friedrich Louis Dobermann, der ihn aus Pinscher und Terrier züchtete. Ein „Gemische“ (Günther) kann sich zu einer Rasse stabilisieren. Bei den Rindviechern und Hühnern ist es ähnlich. Der Witz einer Nutzierrasse liegt in rassisch vorgegebenen Eigenschaften des individuellen Tiers. So unterscheiden sich Rauhaardackel nicht nur durch das Fell von den Kurzhaardackeln; beim Rauhaardackel fließt auch Terrierblut in den Adern, das dem Kurzhaardackel fehlt. Das erlaubt die Behauptung, dass Rassen etwas künstliches, menschengemachtes sein müssen, jedenfalls beim Nutztier.

Wenn man diese Beobachtungen auf den Menschen überträgt, der andere Arten und Artgenossen ausrottet, müssten sich die Rassen territorial formieren. Im frühen Mittelalter haben die Franken die Baiern und Alemannen unterworfen. Der damaligen Zeit entsprechend haben sie einen Gürtel von Bistümern und Klöstern um deren Stammesgebiete gelegt und deren Territorien begrenzt. Juden lebten auch nach der Zerstreuung in Schwerpunktgebieten (Karte bei Günther a.a.O, S, 327). Man kann daraus schließen, dass es mehrere jüdische Rassen gibt und eben nicht nur eine. Das staatliche Band ersetzten bei den Juden die Religionsvorschriften. Allerdings weiß man nicht, wie viele Juden in den Jahrhunderten vom Glauben an die Religionsvorschriften abgefallen sein könnten.

Die ehemaligen germanischen Königreiche in Deutschland behaupteten sich ähnlich wie Rassen in der Züchterwelt von Nutztieren, territorial bezogen. So kann man in Altbayern Typen wie Walter Sedlmayr finden, die an der Ostsee so gut wie nicht vorkommen. Die dem mecklenburgischen Tiefland entwachsene Angela Merkel würde in Bayern auf Sicht als „Zugroaste“ identifiziert werden. Selbst ein Markus Söder lässt sich als nicht-bajuwarischer Franke ausmachen. Das zeigt, dass man beim Menschen, genau wie beim Hund, die Rassengrenzen eng ziehen muss, und nicht von ostischen, vorderasiatischen und nordischen Menschen sprechen sollte. Das „Gemische“ (Günther), das den Baier ausmacht, ist schon anders als das des benachbarten Schwaben. Das schließt nicht aus, dass es beim Menschen auch Mischformen der „Gemische“ gibt wie bei Hunden, die dort als Straßenköter abgewertet werden. Das Problem bei den Straßenkötern ist, dass der Hundehalter die individuellen Eigenschaften seines treuen Gefährten erst kennenlernen muss, wogegen er beim Kauf eines Rassehundes die zuchtbuchlichen Charaktereigenschaften erwarten darf.

Hier haben wir es: das bismarck´sche Ideal des deutschen Untertanen war der pommer´sche Grenadier. Die Antisemiten waren etwas bescheidener. Sie wollten jüdische Eigenschaften nicht in die deutschen Rassen eingekreuzt wissen. Welches sind nun die den deutschen Antisemiten unerwünschten jüdischen Eigenschaften? Dies sind, wenn man Werner Sombarts „Juden im Wirtschaftsleben“ gelesen hat und von der „teutschen“ Kritik Martin Luthers über Handel und Kauffahrtei weiß, wenn man nachschlägt im Kapital von Karl Marx (Band III) zum Stichwort „Spedition“, erfährt man, dass der Transport keinen Mehrwert schaffe. Nun erkennt man eine Säule der Judengegnerschaft: Der Jude handelt und verdient damit, Ware von A nach B zu schaffen. Eine teutsche Seele verträgt nicht, dass man ohne Mehrwert zu schaffen gutes Geld verdienen kann. Für den gewöhnlichen Deutschen ist dieses Geschäft Ausdruck von Parasitentum. Dabei ignoriert der Deutsche, dass auch Venetianer und Genuesen berühmte Kauffahrtei-Unternehmer (Marco Polo) beheimaten. Aber solches findet außerhalb Deutschlands statt. Die Anfänge der Rothschilds, der Ballin, der Tietz waren im Handel begründet, wo sie unter ihren jüdischen Namen bekannt wurden und das Missfallen der Deutschen erregten.

Es ist hier nicht der Ort, die Unsinnigkeit der Handelsfeindschaft der Deutschen zu erläutern. Sie haben im Kolonialzeitalter keinen Welthandel auf die Beine gestellt, schon die Fugger und Welser scheiterten in Venezuela. König Friedrich Wilhelm I verkaufte die preußische Kolonie an der Goldküste an die Niederlande. Der anständige Deutsche ist arbeitsam, aber kein Koofmich. Die vielen jüdischen Händler in Deutschland sind letztlich der schlagende Beweis für die kaufmännische Minderbegabung des deutschen Volkes, das gegen „die Juden“ einen diffusen Hass aus dem Mangelgefühl wachsen ließ

Der Witz zu dieser Feststellung ist, dass jüdische Apologeten in der Literatur das Handeln der Juden entschuldigen: diese hätten keine anderen Betätigungsfelder haben dürfen; sie seien quasi zum Handel und zum Geldverleihen genötigt gewesen. Diese Argumentation belegt, dass auch der jüdische Mensch in Deutschland den Handel als etwas Geringschätziges ansieht. Das Gleiche gilt für die Diskussion über die jüdischen Finanzgrößen. Ein Blick nach Italien würde ergeben, dass die meisten banktechnischen Begriffe italienischen Ursprungs sind.

Aus Wikipedia:

Das Wort Bank geht auf das italienische „Banchi“ zurück. Gemeint waren die Bänke, auf denen die Geldwechsler im Italien des Mittelalters ihre Geschäfte abwickelten. Im mittelalterlichen Italien entstanden die ersten Banken.

Die Venetianer hatten das erste Papiergeld. Die großen Banker wie die Medicis, die Bardi, die Frescobaldi, die Peruzzi und die Riccardi, die Bonsignori waren keine Juden.  „Die Venetianer“ gingen als Finanzherren so weit, dass sie die Ritter des 4. Kreuzzugs verpflichteten, für die Überfahrt nach Palästina vorab die Forderungen Venedigs gegen Byzanz beizutreiben. Bankwesen und Handel sind also kein Monopol der jüdischen Rassen.

Wie dem auch sei, ergibt sich für das Judentum für unsere Zeit folgendes: die Juden Israels, wo Mizrachim, Sephardim und Aschkenasim ihre Kinder in dieselbe Quasi-Heiratsinstitution, die Streitkräfte schicken (müssen), entwickeln ihre neue (Mischrasse-) Rasse unter den territorialen Bedingungen Israels anders als sich die Juden in der Diaspora entwickeln. Deborah Feldman war geschockt, sehen zu müssen, wie un-jüdisch, nicht nur un-orthodox, die deutsche Judenheit geworden ist. Verdienen diese Leute überhaupt noch die Definition „Juden“? Auch Avitail Gerstetter lästerte über das deutsche Proselytenjudentum. Charakteristisch für das Kunstgebilde ist, dass es 6 bezahlte Militärrabbiner gibt, wobei die ganze Bundeswehr nur 3 Soldaten jüdischer Abstammung hat. Diese Rabbinerbesoldung zeigt, dass der Staat seine Schau-Juden braucht. Vergleichbar, wie es Friedrich Franz v. Unruh 1932 (in: Nationalsozialismus) beschreibt, kompensieren „unsere Juden“ ihren Mangel an Jüdischsein durch eine ins Fanatische gehende Rechtfertigung der Blutbäder der israelischen Armee in Gaza. Von Unruh schrieb (1932):

„wie die Wertung des Arischen durch diesen Mann, der so un-arisch aussieht, psychologisch begründet ist, ist seine Liebe zu Deutschland die eines Auslandsdeutschen… Er weiß nichts vom wirklichen Deutschland… Diese Ahnungslosigkeit hilft ihm, seine Schlagworte stärker zu ballen….. Für Millionen kommt er recht, denn er stützt, was sie denken und fühlen, einen fahrigen Patriotismus mit kategorischer Wucht“.

Das kann man fast eins zu eins für Leute wie Volker Beck, Dr. Josef Schuster, für die ganze jüdische Kamarilla in Deutschland übernehmen, die für die bundesdeutsche Regierung das jüdische Leben in Deutschland vortanzt. Sie vertreten ein fahriges Judentum, fordern kategorische Brandmauern, wie sie die etablierte Politik gegen den aufkommende populistische Strömungen braucht. Sie pflegen einen Gedenkstättenkult, egal wie schädlich dieser für ein überlebenswilliges Judentum wirkt, und produzieren sich in einem Kadavergehorsam gegenüber Israel, den nicht einmal der reale IDF-Soldat teilt.

Das zeigt weniger, wie kaputt das deutsche Judentum ist, sondern wie verbraucht das System der BRD ist, das eine politisch bigotte  Theatergruppe für seine Politik nötig hat.

Lobenstein

 

 

Eine Brandmauer gegen die AfD erscheint wichtiger als eine Brandmauer gegen Infiltration

Der deutsche Mensch ist so etwas wie ein politischer Autist; er will sich seinen erlernten Dingen widmen und die Dinge der Gemeinschaft außen herum außen vor lassen. Nichts ist grässlicher, als wenn Schleusen und Tore zur Hölle geöffnet werden. Die Welt lässt am „day after“ von ihrer Chefreporterin Anna Schneider schreiben:

„Tor zur Hölle geschlossen, Demokratie gerettet. Haarscharf….

Anna Schneider, Chefreporterin, Foto WELT

… hat der Bundestag den CDU/CSU-Gesetzentwurf zur Begrenzung der Migration abgelehnt. Das Frohlocken selbsternannter Demokratieretter ist groß. Fragt sich nur, was an einem asylpolitischen Weiter-So wünschenswert sein kann, und ob der Verlierer der Woche wirklich Friedrich Merz heißt….“

Alternativen oder Alternativlosigkeit? Die FAZ meint:

Union, SPD, Grüne und FDP versuchen, bei der Migration eine Mehrheit ohne die AfD zu schmieden. Sie schaffen es nicht. Das Gesetz der Union scheitert. Über einen Tag, der Spuren bei allen Beteiligten hinterlässt…“.

Alice Weidel, wie erschüttert nach der Verkündung des Abstimmungsergebnisses meinte :

„Merz kann nicht Kanzler“.

Aber könnte sie es? Ist Sie die uneingeschränkte Führerin ihrer Partei nach dem Motto „credere obbedire votare“?

Man kann sich auch ohne viel Phantasiebegabung ausmalen, welchen Aufruhr eine Kanzlerschaft Weidel provozieren würde. Ihr fehlen die Sturmkolonnen eines millionenstarken Saalschutzes, einen solchen Aufruhr niederzuknüppeln. Zig-Tausende kommen heute schon zusammen, um „gegen AfD“ zu protestieren,  die sie verbieten und als Paria verdreschen wollen. Die Polizei ist indifferent. Böswillige Unruhestifter würden es so machen können wie es einst „die Nazis“ mit dem Reichstagsbrand provozierten. Sie malen selbst die Hakenkreuze, die die Polizei zu Ermittlungen nötigen und den Verbotsantrag stützten. Dem Templerorden war es in der Geschichte so gegangen. Der Papst löste ihn schlussendlich auf, weil sein Ansehen restlos ruiniert war.

Wie ist es heute? Die linke Presse bekommt ihre Leckerli. Hier eine Installation aus Licht, die am Tatort nicht mehr feststellbar ist; sie lässt sich nur indirekt beweisen, indem sie im Netz erscheint. Dort kann man allerdings auch Fakes vorstellen. Der „grüne“ Fall Gelbhaar ist wegweisend. Der Diffamator muss nur die Vorurteile der Gesellschaft bedienen. Die Mehrheit will erfahren, dass sie immer schon alles richtig gesehen hatte.

© Instagram ledbydonkeys / Screenshot: Tagesspiegel

Die nächsten 4 Jahre kann die Stimmung mit Installationen gewaltig aufgeheizt werden. Die Drogeriekette Rossmann kauft keine Teslas mehr für ihren Fuhrpark. Der AfD-Wähler muss also bei „DM“ einkaufen. Die AfD fordert, die Vorschriften des § 86a StGB einzuschränken. Das Gesetzt lautet:

„§ 86a Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1.

im Inland Kennzeichen einer der in § 86 Abs. 1 Nr. 1, 2 und 4 oder Absatz 2 bezeichneten Parteien oder Vereinigungen verbreitet oder öffentlich, in einer Versammlung oder in einem von ihm verbreiteten Inhalt (§ 11 Absatz 3) verwendet oder

2.

einen Inhalt (§ 11 Absatz 3), der ein derartiges Kennzeichen darstellt oder enthält, zur Verbreitung oder Verwendung im Inland oder Ausland in der in Nummer 1 bezeichneten Art und Weise herstellt, vorrätig hält, einführt oder ausführt.

(2) Kennzeichen im Sinne des Absatzes 1 sind namentlich Fahnen, Abzeichen, Uniformstücke, Parolen und Grußformen. Den in Satz 1 genannten Kennzeichen stehen solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.

(3) § 86 Abs. 4 und 5 gilt entsprechend.“

Und der Absatz 4 von § 86 StGB besagt

„(4) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht, wenn die Handlung der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient.“

Der Jurastudent erinnert sich an das Problem des „Stromdiebstahls“: der elektrische Strom ist keine „bewegliche Sache“ und damit untaugliches Objekt eines Diebstahls. Der Reichstag musste erst einen neuen Straftatbestand „Entzug elektrischer Energie“ schaffen. So ähnlich dürfte es mit dem Recht von Lichtinstallationen auch werden. Ein in ukrainischen Farben angestrahltes Brandenburger Tor ist auch nicht wirklich Gelb-bau gestrichen. „Sachbeschädigung“ fällt aus, wenn man ein Hakenkreuz dort aufstrahlt.

Im Grunde ist die Vorschrift überzogen. Wer nazistisch grüßt, outet sich als Verfassungsfeind. Man kann ihm aus dem Weg gehen. Warum soll jemand seinen Freund nicht mit ausgestrecktem Arm begrüßen dürfen? Wenn heute nur mehr 10% der Kinder mit dem Begriff „Holocaust“ etwas anfangen können, versteht der „deutsch“ begrüßte Gegenüber die Geste kaum mehr als Zeichen hitlerfanatischer Einstellung. Vielleicht grüßt ein Tesla-Fahrer. Sympathie für den Faschismus? Man sollte zuvor Ludwig Bernhard gelesen haben, der sich mit dem System Mussolini auseinandergesetzt hat. Der „Faschistengruß“ drückt eher eine unpolitische Abneigung gegen eine ausufernde Bürokratie der Apparatschiks aus. Solche dominieren auch unsere geistesschwache Justiz, die die

„Bilder einer Projektion an der Tesla-Fabrik aufregen. Die Kriminalpolizei geht mittlerweile davon aus, dass es die Projektion tatsächlich gegeben hat… Es müsse nun geprüft werden, welche Message für den Betrachter erkennbar war, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) zu der Aktion. Eine Abbildung eines Hitlergrußes und die Verbreitung seien strafbar. Der Staatsschutz wertet nach wie vor Bilder, Videos sowie Material der Überwachungskameras von Tesla aus“ (Tagesspiegel).

Gab es denn überhaupt Betrachter während der Installation? Man könnte annehmen, dass diese zur Filmaufnahme kurz zu sehen war und jetzt erst im Netz an die Adressaten gelangt.

Die fixe Idee des Paragrafen fixiert auch die Vorstellung, dass alles rechteres im Kern nationalsozialistisch sei, und einen Holocaust (als Tor zur Hölle) neu einleite. Das führte am 31.1.25 zum Trauerspiel für die CDU, innerhalb dieser eine Minderheit von 10% ihrer Abgeordneten lieber auf ein dringend benötigtes Gesetz verzichtet als dieses mit einer rechten Partei zu verabschieden. Merz selbst bedauerte noch zwei Tage zuvor, dass die AfD für seinen Vorschlag gestimmt hatte, statt der Partei zu danken, dass er nicht schon beim Vorlauf gescheitert ist. Dabei ist diese „Union“ so mittig auf der Waage, dass ihr linker Flügel mit dem rechten der SPD sich überlappt. Tatsächlich hatte man bis zum Ende des letzten Jahrhunderts die CDU als gemäßigt rechte Partei verstanden. Aber bereits eine Analyse ihrer Bundeswehr zeigt, dass nicht nur die Verteidigungskraft der Bundeswehr, sondern auch die Rechtslastigkeit der CDU eine Illusion sind. Die Leute, die das gespürt hatten, sprachen daher gerne vom „kleineren Übel“, das die CDU darstelle, wenn sie diese wählen. Nach 75 Jahren kleineren Übels wird es groß. Es dürfte dennoch kein 4. Reich geben, weil nach dem „3.Reich“ nichts mehr kommen kann (vgl. Viktor Klemperer in:  LTI). Dann kommt die Feststellung, dass Deutschland eigentlich gar nicht existieren muss.

Dies in groben Zügen umrissen zeigt, dass „Brandmauern“ für die Lebenden auf beiden Seiten schädlich sind. Bei „echten“ Brandmauern weiß man nicht im Voraus, auf welcher ihrer Seiten das Feuer einmal ausbrechen könnte. Schwelt nicht ein Brand in pseudo-demokratischen Lager links der roten Mitte? Der „antifaschistische Schutzwall“ hatte die DDR nicht geschützt. Im Bundestag nötigt die Brandmauer die bürgerliche Mitte zu endlosen Kompromissen mit der Linken, was in den Ostbundesländern den politischen Willen eines Viertels der Wähler zu ignorieren erlaubt.

Das soll wie lange funktionieren?

Von Lobenstein

In Richtung zum letzten Gefecht

Die Araber werden gegen Israel immer wieder verlieren, sich aber allen Niederlagen zum Trotz immer wieder formieren. Israel wird alle Schlachten gewinnen, aber nicht mehr in der letzten Schlacht siegen. Jeder Kampf könnte folglich der letzte sein. Diese banale Weisheit stammt von Ben Gurion. Hierin liegt auch das Problem: wenn Israel unterliegt, wird es weder einen Staat Palästina noch ein Israel geben. Ägypten, Syrien und Jordanien nähmen sich ihren Teil. Schon deswegen wäre die Gründung eines palästinensischen Staates nicht so falsch. Sie könnte die Souveränität des Gebietes behaupten helfen.

Der aktuelle Krieg ist dagegen bedenklich: Sophie Bessis, eine in Frankreich lebende Jüdin meint:

„Die Geschichte [mit den Massakern] begann nicht am 7. Oktober, und Israel verliert den Medienkrieg“

Muss Israel jetzt Frieden schließen, oder kann es den Gazakrieg weiterführen, auch wenn es den „Medienkrieg“ bereits verloren hat? Der Verlust des Medienkrieges könnte früher oder später zu einem Ausbleiben von Lieferungen von Waffen und Munition aus Europa führen, eventuell auch solcher der Amerikaner. Den 5 Millionen jüdischen Amerikanern erwachsen Amerikaner mit Vorfahren aus der Dritten Welt als politische Konkurrenz. Die Meinung zu den Juden, die schon die alten Römer hegten, wird immer virulenter:

Die Juden sind der Abschaum der Menschheit. Ihnen erscheint alles verachtenswert, was uns als Recht gilt, so dass sie sich alles erlauben, was wir für verbrecherisch halten (Tacitus, Hist. V 1)

„Sie“, staatlich organisiert, halten sich tatsächlich an keine Konventionen; sie morden in Lillhammer, kidnappen in Argentinien und scheuen sich nicht, ihr Kriegstheater völkerrechtswidrig abzuziehen. Sie unterstellen einem Palästinenserstaat jede Niederträchtigkeit, wobei Israels Paranoia die gleichen Annahmen erlaubt, die man einem Palästinenserstaat unterstellt. Ohne einen „jüdischen Staat“ wären die Morde an Jakob Israel de Haan und an Chaim Arlosoroff ganz banale Verbrechen, sie werden im staatlichen Interesse als notwendige Verteidigung gerechtfertigt. Als Rechtsstaat kann Israel nicht überzeugen, als Völkerrechtssubjekt steht es mit ihm so, wie es einst mit den Kreuzfahrerstaaten stand. Als die Interessen der Könige Europas in andere Richtungen gingen, erlahmte die Begeisterung für das Heilige Land: Einmal, weil die Türken das byzantinische Reich immer enger in den Griff bekamen, und dann, weil die Europäer ihre Interessen in der Seefahrt zu neuen Ufern entdeckten. Heute sind es vielleicht die Raumfahrt und die Immigration von Menschen aus den Völkern, die Israel ablehnen, was zum allgemeinen Desinteresse am jüdischen Schicksal führen kann. Während „die Juden“ sich zwar nicht wesentlich vermehren, weil nicht jeder Mensch mit jüdischen Eltern als Jude sterben will, verbleiben der Rest dank seiner Religionsgesetze historisch fast unverändert. Das einst als germanisch verstandene Deutschland wurde durch Zuwanderung vom Balkan, aus Afrika, Asien und der Türkei in seinen neuen Generationen genetisch auf neue Grundlagen gestellt. Die neuen Generationen weisen kaum noch Ahnen mit Holocaustbezug auf. Die heute aktuelle Generation findet unter ihren 8 Urgroßelternteilen vielleicht noch einen Nazi: Nach Nürnberger Gesetz war ein jüdisches Urgroßelternteil rassisch unschädlich, analog wäre ein Urgroßvater Ammon Göth unbeachtlich. Es ist niemand mehr auf der Welt, der sich wegen der Taten eines Vorfahren genieren müsste.

Auch der Deutsche von Morgen darf wieder Antisemit sein, ohne dass man ihn als „Nazi“ beschimpfen darf.

Ein Friede mit den Arabern empfiehlt sich daher. Dabei muss ein arabischer Staat in Palästina nicht die ganze Westbank einschließen. Als Ersatz käme der Nordteil Israels für ein arabisches Palästina in Frage, wo 2 Millionen israelische Araber die Mehrheit bilden. Sie haben sich an einen westlichen Lebensstandard gewöhnt und sind wohl weniger geneigt, sich suizidalen Organisationen anzuschließen.

Ebenso könnte es hilfreich sein, die besetzte Westbank auch zugunsten der Araber zu erschließen. Die gleiche Chance ergibt sich für Gaza.

Wie dem auch sei, der kürzlich gegründete Jüdische Journalisten- und Journalistinnenverband „JJJ“ darf seine einseitige Meinung in der Jüdischen Allgemeinen kundtun: Er tischt brav die jüdischen Standard-Überzeugungen als die seinen auf. Folglich macht er dem alten Tacitus alle Ehre.

Mit der Parole „Kein Frieden mit der Hamas“….

“Terroristen“ der Hamas und des Dschihad während der Freilassung israelischer Geiseln in Gaza-Stadt Foto: picture alliance / newscom

….plädiert der JJJ für „gründlichere Recherche“ der anderen zum Thema „Zweistaatenlösung“. Susanne Stephan glaubt, dass „gründlichere Recherche“ zu dem Ergebnis führen müssen, die Zwei-Staaten-Lösung zu verwerfen. Gründlichere Recherche verwechselt die Dame allerdings mit „tieferem Nachdenken“, weswegen sie schreibt, dass zwar

„die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas erst seit fast zwei Wochen halte, was aber deutsche Medien nicht schon zu Gedankenspielen über die Zukunft der Region einladen dürfe. »Wie lange wird der Gaza-Wiederaufbau dauern?«, fragt das Redaktionsnetzwerk Deutschland und weiß sich auch die Antwort zu geben: ziemlich lange, und teuer wird es auch. »Ein brüchiger Deal«, warnt der »Spiegel« . Deutsche Medien haben die Regierung Netanjahu wegen ihrer Fehler und ihrer Planlosigkeit und ihrer teils rechtsextremen Ausfälle…. geschmäht. In vielen Fällen lagen sie mit ihrer Kritik richtig  [o ha!]. Jetzt sehen sie (die deutschen Medien), dass es der israelischen Armee trotz der Kämpfe am Boden und trotz monatelanger Luftangriffe nicht gelungen ist, die Hamas zu besiegen, dass die Miliz sogar erfolgreich neue Kräfte rekrutiert. Zum Teil schwingt Häme dabei mit. Sollen sie besser für einen gerechten Ausgleich mit den Interessen der Palästinenser sorgen. In der Theorie leuchten solch Postulate ein, in der Praxis nicht. …. Die Palästinenser-Hilfsorganisation UNRWA bekommt neue Mittel, die zum Teil bei Hamas-Kämpfern landen. Auch aus dem Iran gelangen erneut über Umwege Geld und Waffen in die Hände der Terroristen. Sie hätten den Terror erneut im Land….. Eine unwahrscheinliche Option? ….“

Alles klar. Die Leute von der JA und des JJJ haben nichts verstanden. Die Araber sind unverträglich; die Juden sind es natürlich nicht. In der Tribüne Jüive regte sich eine Frau auf, dass die entlassenen Geiseln adrett gekleidet, perfekt frisiert und sich in bester Laune von „ihren Peinigern“ verabschiedeten. Ein Blick in die klassische antisemitische Literatur hilft; dort erfährt man, dass „die Juden“ extrem empfindlich seien und dass sie sofort jeden Dialog verweigern, wenn sie Kritik verspüren (so Maximilian Harden, Zukunft Juni 1904). Als Staat kann man sich allerdings nicht entsprechend verhalten, ohne mit allen Nachbarn in unlösbare Konflikte zu geraten. Das ist nun einmal die politische Situation Israels; die geringste Provokation führt in den Konflikt, oder konkreter, jeder kleine Prinz Arabiens kann eine Blutfehde auslösen.

Eine politische Lösung erscheint unter diesen Voraussetzungen für ausgeschlossen. Folglich bleibt nur eine militärische. Das Schema von Clausewitz gilt auch für Volkskriege, die seit dem amerikanischen Civil War die zivile Bevölkerung nicht mehr aussparen. Nicht nur, dass das Zeitalter der Kabinettskriege vorbei ist, heute wird der politische Gegner sofort zum absoluten Feind. 10% Bevölkerungsverlust sind im Volkskriegszeitalter die Untergrenze.  Auf strategischer Ebene hat die israelische Militärführung durch Planlosigkeit versagt. Sie hatte keine Idee, welche Nachkriegsziele sie konkret ansteuern wollte. Das heißt, sie ist strategisch gesehen ein reiner Aggressor. Operationell haben sie zwar „die Geiseln befreien“ wollen, aber für dieses Ziel sind Luftangriffe nicht das geeignete Mittel. Israel hat sich 2024 auf Luftangriffe konzentriert, die angesichts der Geiselfreilassungsbilder zeigen, dass diese Angriffe nach 15 Monaten Krieg nur zu Zerstörung, aber nicht zu operativen ERfolgen führten. A.C. Grayling (in: Die toten Städte) beschreibt, dass solche Luftschläge 1940-45 weder den Kampfwillen der Briten noch den der Deutschen gebrochen hätten. 45.000 Ziviltote würden nicht reichen, um die Palästinenser auszurotten. Also führen die Operationen auch zu keinem Sieg zweiter Ordnung. Bleibt die Frage nach taktischen Erfolgen: hier sind „die Israelis“ offenbar nicht mehr bereit, „fürs Vaterland zu sterben“. Die israelische Infanterie ist ein ziemlich lausiger Verband. Zwar sollen fast 1.000 IDF-Soldaten gefallen sein, aber die Straßen Gazas beherrschen die IDF-Krieger nicht.

Haben die Amerikaner den Vietnam-Krieg gewonnen? Nein, sie haben mit ihren B52-Angriffen nur schwere Zerstörungen angerichtet. Im Unterschied zu Israel haben sie sich aus Vietnam zurückgezogen. Ein Rückzug Israel ist nach amerikanischer Art nicht möglich. Israels Überleben müsste mit der konstruktiven Herstellung eines arabischen Staates verbunden werden. „Staat“ müsste wenigstens bedeuten, dass das arabische Staatsgebiet nicht nur kommunal autonom wäre, sondern auch für sein Gebiet die volle exekutive Gewalt besäße, etwa wie ein Schweizer Kanton, ein US-Unionsstaat oder ein deutsches Bundesland sie innehat. Obwohl das Judentum bedeutende Staatsrechtlicher wie Julius Stahl und Georg Jellinek hervorgebracht hat, mangelt es in Israel an jeglicher staatsrechtlichen Phantasie. Wie Heinrich Graetz schrieb, dass die Juden vor 2000 Jahren nicht reif für den Hellenismus waren (seine Expats dagegen sehr wohl), sind sie heute samt ihrer amtsjüdischen Expats unreif, mit der vom Kolonialismus befreiten Menschheit zurecht zu kommen.  Nach wie vor verlangen sie von jüdischen Männern die Partnerwahl unter jüdischen Frauen, was weltweit als Rassismus aufgenommen wird. Die als Handelsvolk verschriene Judenheit gibt sich alle Mühe, zu den bäuerlichen Idealen der Tanaitenzeit zurückzukehren.

So kann es nur bachab gehen mit Israel. Was wird, wenn die Auslandsgeldspenden versiegen? Den Kreuzfahrerstaaten ging es entsprechend. Sie hatten von 1099 bis Ludwig IX von Frankreich, der 1254 das Hl. Land verließ so lala existiert, 1291 war dann endgültig Ende. In unserer schnelllebigen Zeit ist das Überleben Israels bis 2140 nicht garantiert. Gut dass in Paraguay schon erste Siedlungen, gedacht für Juden mit frommen Bedarf an zwei Küchen, errichtet werden.

Von Lobenstein