Der „genuin dumme“ Herr Broder

Broder möchte die Beitrage von Rainer Bonhorst und Elisa Brandt über die Religionspädagogin und Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor um einen Gedanken ergänzen. Er schreibt: „Frau Kaddor ist keine Opportunistin, die mit dem Strom schwimmt, sie ist genuin dumm. Das sind auch andere, die es relativ weit gebracht haben: Ramona und Jürgen Drews, Carmen und Robert Geiss, Heiko Maas und Natalia Wörner, Christine Neubauer und Claudia Effenberg. Deren genuine Dummheit kommt darin zum Ausdruck, dass ihnen nichts peinlich ist. Das macht auch ihre Stärke aus.“ 

Broder agiert gemäß seinem Motto: Warum sachlich, wenn es auch persönlich geht. Er beleidigt Lamya Kaddor, weil diese in ihrem neuesten Buch die Deutschen gefordert hatte die „Integration“ ernst zu nehmen und sie nicht als eine Einbahnstraße zu betrachten. Eine vollkommen berechtigte und notwendige Forderung. Dass ausgerechnet Broder, der ja selber Emigrant ist, wie von einer Tarantel gestochen aufgesprungen ist und in seiner inzwischen berühmt-berüchtigten Art niemals sachlich Stellung bezieht, sondern immer nur persönlich beleidigt, als ob „dumm“ ein Argument wäre, lässt vermuten, dass er in keiner Welt zuhause ist. Nicht in Deutschland, dass er voll mit Antisemiten vermutet, nicht in Israel, wo ihm die Juden auf die Nerven gehen, weil sie ihn nicht anbeten und nicht in Island, wohin er immer wieder reist, um Ruhe zu suchen, die er aber nicht findet.

Man hat den Eindruck Broder stand vor dem Spiegel und betrachtete sein Ebenbild, als er diese Zeilen schrieb. Denn wenn die Tatsache, dass einem nichts peinlich ist, der Nachweis für Dummheit ist, dann ist doch Broder selbst der Dumme schlechthin. Denn nichts ist Broder peinlich und darin liegt ja seine Stärke. Für ein gutes, gelungenes Bonmot würde er seine Großmutter, Mutter, Schwester und Tochter verkaufen. Leute Beleidigen und sich Feinde machen ist sein Geschäftsmodel, da ist es ihm auch nicht peinlich Auschwitz in eine Cafeteria zu verwandeln oder zu behaupten, dass Aleppo schlimmer sei als Auschwitz.

Als ob Broder nicht mit dem Strom schwimmt. Nicht mit demselben Strom in dem Frau Kaddor badet, aber im großen zionistischen Strom, in dem Kriegsverbrechen wie Sharon schwammen oder Nationalisten und Kolonialisten wie Begin. Broder ist ein Opportunist wie kein anderer, er kritisiert den Zionismus und im gleichen Atemzug lobt er ihn. Wes Brot ich esse, des Lied ich singe, das ist seine Hymne und er behauptet von sich selbst er sei ein Reaktionär. Er hat es wahrlich weit gebracht. Er ist Fachmann für Antisemitismus, Zionismus, Islamophobie und Opportunismus. Er zeigt den Deutschen wo es lang geht und wie sie sich vor Israel zu verneigen haben.

Er berät die Regierung wie sie vor Israel den Kotau machen soll und Israels Sicherheit als deutsche Staatsräson zu installieren hat. Er beleidigt deutsche Künstler und nimmt nicht zur Kenntnis, dass man ihn in der Presse als einen eitlen, zynischen, selbstgefälligen, älteren Mann tituliert.

Als er Deutschland vor mehr als 30 Jahren im Zorn und mit Frustration verließ, dann gab er als Grund an genau das, was er jetzt mit Kaddor macht: persönliche Beleidigungen, weil er Jude und Ausländer war. Kaddor schreibt in der ZEIT, dass die hämischen Links Hassmails mit Links versehen sind, die zu den verleumderischen Texten von Broder u.a. führen. Schon vor längerer Zeit habe ich geschrieben, dass Broder ein Schreibtischtäter ist. Aber man ist so lange Täter und lebt gut damit, wie die Gesellschaft es zulässt. Als er vor einigen Jahren in seinem Blog aufgefordert hat den Kölner Klagewand-Initiator Walter Hermann „platt“ zu machen und kurz danach tatsächlich ein irregeleiteter Philosemit Hermann mit einem Messer angriff, da fühlte sich Broder nicht schuldig. Und auch ich habe oft Hassmails bekommen von dummen Zionisten, die sich auf Broder berufen haben. All diesen Leuten gibt Broder Rückendeckung und wäscht seine Hände in Unschuld. Es ist in der Tat wahr, dass er nicht schuldig ist. Schuld ist eine Gesellschaft, die nur die kleinen Fische geschnappt und verurteilt hatte. Die großen Fische nicht und die Schreibtischtäter wurden nicht einmal angeklagt.

Heute schreibt Broder: „Ich bin nicht konservativ, ich bin reaktionär“. Man kann eben niemanden vor Blamage schützen und Broder hat das Recht sich so zu blamieren, wie er möchte. Anständige, liberale Zeitungen drucken seine Pamphlete nicht, aber es bleibt für noch die Springerpresse, die sich nicht zu schade ist einen Reaktionären im Redaktionsteam zu halten und seine peinlichen, verleumderischen und niederträchtigen Texte zu drucken. Die Welt ist so eine Zeitung, der es nicht peinlich und nicht unrühmlich ist, Broders braunen Mist zu drucken. Er steht politisch, geistig und moralisch der AfD sehr nah und es würde mich nicht wundern, wenn er diese Partei auch wählt. Möglich ist auch, dass er über kurz oder lang der Pressesprechen von dieser widerlichen Petry wird. Pecunia non olet.

Lamya Kaddor schreibt: „Es wird Zeit über die Verantwortung von Intellektuellen in diesem Land zu reden“. Mit dieser Forderung hat sie vollkommen Recht. Unsere Intellektuellen verstecken sich hinter den wenigen, die Zivilcourage zeigen. Sie fordern Meinungsfreiheit immer nur für sich, nie für andere. Sie sind nicht bereit die Meinungsfreiheit von anderen zu verteidigen. Der Fall Günter Grass hat es mehr als deutlich gezeigt. Er wurde von einer Bande tollwütiger Zionisten und dummer und blinder Philosemiten angegriffen und keine stand auf und schrie STOP!

Broder zeigt uns immer wieder, schon seit Jahren, dass er keine Achtung vor dem Menschen hat, besonders vor Frauen. Die phänomenale Rock- und Jazzsängerin Joy Fleming, die ein Jahr jünger ist als er, machte er einst bei Plasberg stumm und sprachlos, als er sie auf ihr „methusalemisches Alter“ hinwies. Da Broder öfters andere Gäste neben sich als „postsenile Plaudertaschen“, „bekennenden Irren“ oder „promovierte Clochard“ tituliert, ist es an der Zeit sich von diesem überheblich grienenden inzwischen methusalemisch alten Zyniker zu distanzieren oder ihn zumindest an Takt und Anstand zu erinnern.

Wir leben in einer Demokratie ohne Demokraten, die von Reaktionären wie Broder u.a. langsam nach und nach zerbröselt wird, und unsere Politiker schauen zu und tun nichts. Ein jeder denkt da nur an seine Karriere und die Kotzbrocken feiern ihre Karrieren.

4 Gedanken zu “Der „genuin dumme“ Herr Broder

  1. Bisher hat Frau Kaddor weder ihre Qualifikation als „Religionspädagogin“ noch als „Islamwissenschaftlerin“ nachweisen wollen oder können. Auch sind ihre Forderungen gegenüber Deutschen unredlich, da vermutlich kein Land der Welt mehr für Zugewanderte tut als Deutschland. Natürlich kann man noch immer weitere Forderungen stellen, doch dies ist ungebührlich, nicht nur angesichts einer wachsenden Ablehnung unsere Kultur durch bestimmte Migranten.

  2. Hallo Karl K., es ging in meinem Beitrag nicht darum, ob Frau Kaddor qualifiziert ist oder nicht. Ich glaube auch nicht, dass Sie das beurteilen können. Es ging mir eigentlich um Broder und wie er mit Andersdenkenden umgeht und beleidigt. Und selbstverständlich können Flüchtlinge Forderungen stellen. Zum Beispiel, dass man sie anständig behandelt, dass man ihnen hilft und sie unterstützt, nachdem wir Europäer sie Jahrhunderte lang ausgebeutet haben und in den letzten 30 Jahren ihre Länder zerstört haben. Auch wir Deutsche. Und was Sie das sagen von „Ablehnung der Kultur durch manche Immigranten“ ist absurd und lächerlich.

  3. Ich denke mit dem „wir“ sollte man etwas sorgfältiger umgehen, schon gar mit dem Wort, „wir“ Europäer hätten Sie seit Jahrhunderten ausgebeutet.

  4. Frieden, Shalom und Salam,

    wer sagt, dass „Deutschland“ viel für die Zuwanderer getan hätte, befindet sich meines Erachtens nach nicht in der Position, andere kritisieren zu können, wenn sie „wir“ sagen, denn im Namen von „Deutschland“ zu sprechen ist genau das selbe, als würde man „wir“ oder „Europa“ sagen. Ich selber halte weder etwas davon, im Namen von „Deutschland“ noch von „Europa“ zu sprechen. Es ist nicht mein Verdienst, in Europa geboren zu sein oder eine der europäischen Staatsbürgerschaften aufzuweisen und es ist nicht meine Schuld, wenn Menschen, die zufälligerweise auch an diesem Ort geboren wurden, anderen böse Dinge antaten. Ich fühle mich nicht mit diesen Menschen verbunden und kann nicht von einem „wir“ reden. Ich verabscheue sie und bin mit ihnen zutiefst unzufrieden. Wenn ich anderen helfe, denen böses angetan wurde, dann nicht, weil ich zufälligerweise wie die Übeltäter aus dem selben Ort stamme, sondern aus Mitgefühl. Ich stehe nicht hinter den europäischen Regierenden, ich stehe hinter denen, denen sie zu Unrecht Schaden zufügen. Selbst wenn Frau Kaddor Mängel haben sollte, ändert das nichts an den Mängeln des Herrn Broder, die mit Recht hier angesprochen werden, ich bedanke mich bei Herrn Melzer.

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