Skandal in München – der Fall Marian Offman

Der neue Skandal in München um den Juden Marian Offman duftet so übel, dass man es auch in Frankfurt riecht und einem der Appetit vergeht, weil man nicht so viel essen kann, wie man kotzen möchte. Ich erlaube mir offen vom Juden Marian Offman zu schreiben, obwohl das eigentlich seine Privatsache ist, aber angesichts der Tatsache, dass die SZ und auch schon die BILD in dicken Lettern verkündete, dass Offman Jude ist, denke ich, dass keine Vorwürfe wegen Antisemitismus erhoben werden, denn dann wäre ja Mariam Offman selbst der Antisemit.

Es geht schon lange nicht mehr darum, dass Offman, den die CDU nicht mehr aufstellte, weil sie sich zu Recht verjüngen wollte und deshalb den 72jährigen Stadtrat bei der Listenaufstellung nicht mehr berücksichtigt hat. Darauf reagierte der jüdische Stadtrat mit dem Wechsel in die SPD, wo ihm allerdings auf Listenplatz 23 bei den kommenden Kommunalwahlen die Rückkehr ins Stadtparlament nicht glücken dürfte. In der SZ erklären freilich Frau Tausend und Herr Reissl, beide SPD, „sie wollten aber auch nicht ausschließen, dass Offman zu den fünf Bewerbern gehören könnte, die OB Reiter und der Parteivorstand auf die Liste setzen können.“ Wir können nur hoffen, dass das nicht passiert.  Weiterlesen

Unerwickliche Antisemitismusbeauftragte: Uwe Becker und Felix Klein

Herr Becker, Ich kann Ihnen nur raten nicht von Niveau zu schreiben, denn das, was Sie ständig sagen hat erst Recht kein Niveau. Bertold Brecht schrieb: Was ist der Einbruch in einer Bank gegen die Gründung einer Bank. Ich möchte mich daran anlehnen und sagen: Was ist die Beleidigung eines Menschen gegen die Diffamierung ganzer Menschengruppen und eines ganzen Volkes. Denken Sie mal darüber nach.

 Und übrigens: Wie kommen Sie darauf, dass ich mit Ihnen kommunizieren möchte. Sie sind eine öffentliche Person und Ihr Amt ein öffentliches Amt und da nehme ich mir, als braver Steuerzahler und Anhänger des GG, die Freiheit Ihnen hin und wieder zu schreiben und ihre Auftritte und Aussagen zu kritisieren. Wollen Sie es mir verbieten?

MfG
Abraham Melzer
Verleger, Herausgeber, Autor und Kritiker

Mein lieber Herr Becker,

wenn Sie es unbedingt wollen, dann kann ich auch Sie ein Arschloch nennen. Und jemanden ein Arschloch nennen ist noch lange kein Beweis für „schlechten Charakter“, da ist die Tatsache, dass Sie Menschen die demokratischen bürgerlichen Rechte, die vom GG garantiert sind, vorenthalten, schon eher ein Nachweis für schlechten Charakter, zumal seit 1983 Joshka Fischer mit dem Wort „Arschloch“ im deutschen Bundestag den damaligen  Bundestagsvizepräsidenten  Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) beschimpft hat, das Wort nicht mehr einmal von schlechter Erziehung zeugt. Und Joshka Fischer ist immerhin Bundesaußenminister geworden.

Wenn Sie „Anstand, Erziehung und ordentliche Kinderstube“ hätten, dann würden Sie auch mehr Achtung vor der Würde des Menschen haben (GG Art. 1) und Juden wie z.B. Prof. Moshe Zuckermann, Judith Bernstein oder mich, nicht als Antisemiten beleidigen und verfolgen und mehr Achtung vor Andersdenkende haben. Und wenn Sie „anständig“ wären, dann würden Sie auch Respekt vor der palästinensischen BDS-Bewegung haben, die nicht mehr will, als ein freies und unabhängiges Palästina in der Westbank, die aber leider mit völkerrechtswidrigen israelischen Siedlung gepflastert ist. Diese Siedlungen verschandeln nicht nur die Landschaft, sondern vergiften auch das politische Klima und sind ein Hindernis für eine faire und endgültige friedliche Lösung.

Dazu schweigen Sie leider sehr laut und das ist schlimmer als schlechter Charakter. Das ist nämlich auch noch dumm. Sie mögen in Zukunft nicht mehr antworten, was mir sehr recht ist, denn Ihre dummen Antworten sind wahrlich kaum lesenswert. Aber ich werde nicht aufhören Ihnen politische Artikel zuzuschicken, damit Sie nicht sagen können, Sie hätten nichts gewusst.

Und ich werde damit aufhören, wenn Sie aufhören zu sagen, dass Juden wie Moshe Zuckermann in Frankfurt nicht willkommen sind, oder wenn Sie sagen würden, dass Israelis wie Benjamin Netanjahu (potentieller Kriegsverbrecher) oder Ajelet Shaked, die behauptet, dass Faschismus wie Demokratie duftet, in Frankfurt nicht willkommen sind.

 Alles Gute für 2020

Abi Melzer

Mein lieber Herr Melzer,

wieder einmal versenden Sie unanständige Mails an einen größeren Verteilerkreis. Auch wenn Sie diesmal nicht mich, sondern den Bundesbeauftragten Dr. Klein als A…. titulieren, belegt auch diese Mail wieder einmal Ihren schlechten Charakter.

Als Vorsatz für das neue Jahr habe ich mir vorgenommen, nicht mehr auf beleidigende, respektlose, extremistische oder sonstige Mails zu antworten, die Anstand, Erziehung und ordentliche Kinderstube vermissen lassen und keinerlei Bewusstsein für die Werte unserer Gesellschaft erkennen lassen. Da all dies auf Ihre unanständigen und unsäglichen Mails zutrifft, können Sie mich gerne aus Ihrem Verteiler nehmen, ich werde darauf zumindest nicht mehr antworten.

Alles Gute für den Rest des Jahres 2019

Uwe Becker

Felix Klein sagt im Spiegel: „Wir können es als Gesellschaft doch in keiner Weise hinnehmen, dass ein jüdischer Künstler Morddrohungen bekommt“. Was für ein Arschloch! Und können wir es als Gesellschaft hinnehmen, dass ein moslemischer Künstler Morddrohungen bekommt? Können wir es hinnehmen, dass ein deutscher Künstler Morddrohungen bekommt? Können wir es hinnehmen, dass überhaupt irgendjemand, Künstler, Schauspieler, Politiker, Wissenschaftler oder einfacher Angestellter, Arbeiter oder Arbeitsloser, Morddrohungen bekommt?

Die Kriminalisierung von Morddrohungen nur bei Juden ist purer Antisemitismus. Wer befreit uns endlich von diesem primitiven und naiven Antisemitismusbeauftragten? Oder ist er vielleicht beauftragt worden Antisemitismus zu schaffen?

Armes Deutschland. Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann werde ich um den Schlaf gebracht. Oder ist Felix Klein ein von der israelischen Hasbara beauftragter Armleuchter?

Wenn überhaupt, dann hat Israel Interesse daran, dass in Deutschland und möglichst in ganz Europa Antisemitismus herrscht und Morddrohungen Juden nach Israel „spülen“.

Abi Melzer

Juden und Judentum

Die Juden betrachten sich als Volk, aber sie sind es nicht. Sie sind höchstens eine Glaubensgemeinschaft, falls sie überhaupt gläubig sind, die überall auf der Welt verstreut ist, wie Katholiken, Protestanten und andere religiöse Minderheiten. Sofern sie in Israel leben, sind sie Angehörige der israelischen Nation, obwohl es diese offiziell nicht geben darf. Im israelischen Personalausweis steht unter Nationalität, dass der Inhaber Jude ist. Israelis sind demnach keine Israelis, sondern Juden und diverse Klagen israelischer Bürger, die das ändern wollten, scheiterten am Obersten Gericht. In Israel gibt es keine Israelis, sondern nur Juden oder Nichtjuden.

Dabei gibt es gar keine jüdische Nationalität. Schon immer, in der Literatur, in Buchtiteln und in den verschiedensten Schriften ist die Rede immer nur von „AM ISRAEL“ – vom Volk Israel. Gemeint sind natürlich die Juden. Für Nation steht das hebräische Wort LEOM, aber die zionistische Ideologie benutzt das Wort Nation auch als Volk und macht da keinen Unterschied. Insofern ist es für die zionistische Staatsideologie Israels konsequent, Nichtjuden als nicht zugehörig zum jüdischen Volk und zur jüdischen Nation zu betrachten – siehe das neue Nationalstaatsgesetz. Sie sind Fremde im eigenen Land und werden auch als solche behandelt, obwohl die jüdische Religion das verbietet.  Weiterlesen

Das Niveau der Antisemitismus-Beauftragten am Beispiel von Uwe Becker und Felix Klein

Das Niveau der Antisemitismus-Beauftragten am Beispiel von Uwe Becker und Felix Klein

Zu meinem Email-Verkehr mit Uwe Becker und Felix Klein erübrigt sich jeglicher Kommentar.

Von: Uwe-Becker@stadt-frankfurt.de Uwe-Becker@stadt-frankfurt.de

Bürgermeister der Stadt Frankfurt, Antisemitismusbeauftragter des Landes Hessen und Präsident der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft

Gesendet: Donnerstag, 26. Dezember 2019 17:33

An: abimelzer@t-online.de

Betreff: Frohes Chanukka

Frohes Chanukka für Sie und Ihre Familie. Gleichzeitig sende ich herzliche Chanukka Grüße auch an die Frauen und Männer der Israelischen Verteidigungskräfte IDF, die täglich ihre Gesundheit und ihr Leben dafür einsetzen, Israelische Familien vor Terror und Angriffen zu bewahren und den einzigen demokratischen Rechtsstaat im Nahen Osten zu schützen.

Uwe Becker

Ich frage mich warum ein deutscher Politiker israelischen Soldaten Chanukka-Grüße senden, nicht aber den deutschen Soldaten Frohe Weihnachten wünscht. Vielleicht sollte er nach Israel auswandern und sich dort bei der Hasbara bewerben. Man würde ihn sicher gleich zum Leiter der deutschen Abteilung machen. Er sollte allerdings nicht vergessen sich vorher beschneiden zu lassen, denn sonst wird er nicht als Jude anerkannt und genießt nicht alle Vorteile, die jüdische Einwanderer erhalten.

 Abraham Melzer

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Die Berichterstattung der Berliner Presse über eine Palästina-Konferenz ist unerträglich

Als ob sich alle Berliner Zeitungen zusammengefunden haben, um gegen die 13. Konferenz des Palestinian Return Centre (PRC) und dem Verein der Palästinensischen Gemeinschaft in Deutschland (PGD) auf primitivsten hetzerischen Niveau zu protestieren und das Treffen im Vorfeld zu diffamieren und vorzuverurteilen und bei der späteren Berichterstattung über die Konferenz zu lügen, zu manipulieren und Organisatoren und Gäste zu verleumden. Dabei war es eine ganz harmlose, friedliche und sachliche Konferenz, bei der es nicht, wie die Presse behauptete, um Anhänger der Terrororganisation Hamas ging. Diese Berliner Presse hat ihrem Ruf als „Lügenpresse“ alle Ehre gemacht.

Die Berliner Morgenpost schrieb: „Israel-Hasser halten wieder Konferenz in Berlin ab.“ Der Tagesspiegel schrieb: „Israelfeinde netzwerken in Moabit.“ Die BZ titelte ihren Bericht mit „B.Z. bei der Judenhasser-Konferenz in Berlin“. Zwei Tage vorher titelte dieselbe Zeitung: „Protest gegen Judenhasser-Treffen in Berlin.“ Die Berliner-Zeitung schrieb am 5.12.2019, zwei Tage vor der Konferenz, „Israel-Hass mitten in Berlin: Es ist unerträglich“. Und einen Tag später schrieb die Welt: „Warum die Israel-Hasser erneut in Berlin konferieren dürfen.“  Weiterlesen

Antisemitismus – ein Perpetuum Mobile

Das Glück der späten Geburt. Ein solches Glück hat Uwe Becker, Frankfurts Bürgermeister und Stadtkämmerer und zusätzlich Hessens Antisemitismusbeauftragter und Vorsitzender der DIG, der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft? Ist es nicht merkwürdig, dass ein Antisemitismusbeauftragter Präsident der DIG geworden ist? Es ist aber typisch und konsequent für die israelische Propaganda, die Israel immer im Schatten des Antisemitismus sieht. Die ganze Welt hasst Israel ja angeblich, und Antisemitismus ist so zum Perpetuum Mobile der deutsch-israelischen Beziehungen mutiert. Insofern scheint auch niemandem aufzufallen, wie unpassend es ist, wenn ein Präsident der DIG anlässlich des 9. Novembers in Berlin eine Rede hält. Die DIG sollte sich um die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland kümmern und dazu gehört dieser Gedenktag wohl kaum. Es würde diesen Beziehungen auch nicht schaden, wenn die DIG Israels Politik mitunter auch einmal kritisch  kommentieren würde, und Israels permanenten Bruch des Völkerrechts, seine Diskriminierung der Palästinenser und seine terroristische Unterdrückung ihres zivilen Widerstands und –  last not least –  Israels Vorreiterrolle für rechtsnationalistische Politiker auf der ganzen Welt thematisieren würde. Und wenn Becker wirklich etwas Sinnvolles machen möchte, dann sollte er klären, warum eine einzige Kerze brennt, wo bis 1938 die Synagoge in Randegg stand, einem sogenannten „Judenort“, wo 30% der Einwohner Juden waren. Das wäre reales Gedenken jenseits von Berlin.

Oder ist es vielleicht unser aller Glück, dass Becker nicht vor 100 Jahren geboren wurde, denn da hätte er Karriere im tausendjährigen Reich gemacht. Er wäre dann zwar nicht Antisemitismusbeauftragter geworden, aber möglicherweise ein ganz gewöhnlicher Judenreferent. Als solcher hätte er sich auch um Juden kümmern dürfen. Er hätte sie wohl nicht beschützen, aber in Schutzhaft nehmen können. Sein Vorgesetzter wäre dann der berühmt-berüchtigte Adolf Eichmann gewesen.  Weiterlesen

Ist der Antisemitismus ein Weltkulturerbe?

Irrenhäuser braucht man nicht mehr, nachdem das ganze Land verrückt geworden ist.

Das Simon-Wiesenthal-Center bestimmt jährlich die angeblich 10 gefährlichsten Antisemiten der Welt. Natürlich ist das eine Jahrmarktnummer, neben der man die zehn beliebtesten Hochstapler oder die zehn gefährlichsten Juden bekannt geben könnte. Letztere könnte man allein schon im israelischen Parlament finden. Es fehlt nur noch eine entsprechende Geldsumme, die man den Gewinnern verleihen könnte. 2018 gehörte die deutsche Bank für Sozialwirtschaft dazu, die das Geld nicht nötig hätte, und 2016 gehörte der deutsche Millionär Jakob Augstein, der ebenfalls das Geld nicht nötig hat und es vielleicht an eine palästinensische Organisation weiterleiten könnte. Neben Augstein und der Bank für Sozialwirtschaft gehören noch Dutzende von renommierten Persönlichkeiten und Organisationen zu diesem berüchtigten Klub, deren Antisemitismus sich darin zeigt, dass sie Palästinenser anständig behandelt wissen möchten und – Gott behüte! – auch noch unterstützen. Das ist das einzige Kriterium für die Aufnahme. Das zeigt wie absurd  diese perfide Verleihung ist, und wie ignorant.

 „Der Antisemitismus ist ein Weltkulturerbe“, schwadroniert Henryk M. Broder in der Welt vom 27. Oktober 2019. Es gibt beispielsweise mehr als eine Milliarde Chinesen und mehr als eine Milliarde Inder, Japaner, Koreaner, Philippinen, Eskimos und viele andere Völker und Nationen, die nicht einmal wissen, was Antisemitismus ist. Aber das passt zu Broder, Knobloch und Schuster, die davon ausgehen, dass die fünfzehn Millionen Juden und ihre Sorgen und Probleme im Mittelpunkt des Weltinteresses stehen.  Weiterlesen

Uwe Becker traut sich

Herr Becker,

ich habe Sie schon einmal gebeten, mich nicht mit „Lieber Herr Melzer“ anzureden. Umso mehr verwahre ich mich dagegen, dass Sie mich mit „Mein lieber Herr Melzer“ anreden. Ich bin nicht „Ihr“ lieber Herr Melzer, so wie Sie nicht „mein“ lieber Herr Becker sind. Sie sind mein Gegner und gehören zu der Sorte Menschen, die ich nicht hasse, aber zutiefst verachte.

Ich denke nicht daran, mit Ihnen über Antisemitismus oder BDS zu diskutieren. Sie verstehen von beiden nichts und plappern nur die Parolen der Hasbara, der israelischen Propaganda, nach.

Sie trauen sich über Umgang und Respekt zu schreiben und erwähnen Ihre sogenannte gute Kinderstube. Ich kann mich aber erinnern, dass sehr viele Nazis und sogar Nazi-Mörder und Verbrecher auch eine „gute“ Kinderstube hatten und dennoch als SS-Schergen in Auschwitz, Maidanek und Bergen-Belsen gelandet sind. Wie viele Nazis hatten eine Kinderstube wie Sie und sind dennoch das geworden, was sie geworden sind. Mir wäre lieber, sie hätten keine gute Kinderstube, dafür aber Anstand und Moral.  Weiterlesen

Abi Melzer versus Uwe Becker

Lieber Herr Melzer,

Ihre fortlaufenden, persönlichen Beleidigungen mir gegenüber zeigen mir nur Ihr ganz eigenes Niveau, auf das ich in Respekt vor Ihrem Alter aber nicht näher eingehen möchte.

Im Gegensatz zu mir hat ja bereits ein Deutsches Gericht Ihnen gegenüber geurteilt, dass etwa Frau Knobloch Sie einen „berüchtigten Antisemiten“ nennen darf und auch dies spricht für sich. 

Zudem hatten Sie doch einmal geäußert, dass Sie auf Korrespondenz mit mir keinen Wert legen. Daran hatte ich eigentlich auch die Hoffnung geknüpft, dass Sie Ihre „freundlichen“ Mails an mich einsparen. Leider hat meine Hoffnung getrügt, dennoch beabsichtige ich nicht, darauf weiter einzugehen.

Anbei füge ich nur einen kurzen Auszug aus einer von mir bereits veröffentlichten Positionierung zur antisemitischen BDS Bewegung bei, die nach meiner Einschätzung auch zumindest auf Teile Ihrer Unterstützer zutrifft, dass man nämlich selbst kein Antisemit sein muss, um (ggf. auch aufgrund fehlender Fachkenntnis) antisemitische Bewegungen wie BDS zu unterstützen, weil man deren eigentliches Ziel (nämlich die Zerstörung Israels), deren Strukturen und fragwürdige Finanzierung nicht erkennt oder zumindest in Ihrem Fall auch nicht erkennen will. 

„Und auch wenn nicht alle, die diese Bewegung unterstützen, selbst Antisemiten sind, so fördern sie mit ihrem Engagement doch eine Gruppierung, die selbst antisemitisch ist. So erfährt BDS zum Teil auch aus Israel selbst Unterstützung aus bestimmten Kreisen der Gesellschaft oder von jüdischen Vertreterinnen oder Vertretern in anderen Ländern, die ihre grundsätzlich legitime Kritik an bestimmten Teilen der israelischen Regierungspolitik mit dem Engagement für BDS verbinden. Nur verkennen diese Personen dabei die eigentlichen Ziele der BDS-Bewegung, die weit über einen reinen politischen Protest hinausreichen und die Existenz des jüdischen Staates in Frage stellen. Die BDS-Bewegung ist damit eine zutiefst antisemitische Bewegung.“

Mögen Sie trotz Ihrer schwierigen inneren Situation ein schönes Sukkot-Fest feiern.

Mit besten Grüßen 

Uwe Becker

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Herr Becker,

ich bitte Sie mich nicht mit „Lieber Herr Melzer“ anzuschreiben. Ich bin nicht Ihr „lieber Herr Melzer“ und Sie sind auch nicht mein „lieber Herr Becker“. Sie sind mein Gegner und mein Feind und ich kann vor Ihnen keinen Respekt haben, solange Sie behaupten, ich sei ein Antisemit.

Dass Sie sich nicht schämen und sich auch nicht dumm und dämlich vorkommen ein Gerichtsurteil zu erwähnen, dass nichts anderes gesagt hat, dass § 5 unseres GG respektiert werden muss. Dass ist Ihnen freilich sehr fremd. Das Gericht hat nicht gesagt, dass ich ein Antisemit bin, was Sie ja gern hätten. Es hat lediglich gesagt, dass Frau Knobloch das sagen darf, was übrigens auch meine Meinung ist. Sie darf es sagen, genauso wie ich sagen darf, dass Sie meiner Meinung nach ein elender Nazi oder ein berüchtigter Antisemit sind. Ich darf es sagen, es ist nur meine Meinung, es bedeutet nicht, dass Sie es wirklich sind. Sie, in Ihrer berüchtigten Selbstgerechtigkeit, suggerieren aber, dass ein deutsches Gericht geurteilt hat, ich sei ein Antisemit. Wenn ich aber ein Antisemit bin, was sind dann Sie?

Sie verkennen auch die Tatsachen. Ich lege tatsächlich keinen Wert darauf mit Ihnen zu korrespondieren. Ich nehme mir aber die Freiheit, Ihnen Artikel und Meinungen zuzuschicken, die Sie zur Kenntnis nehmen sollen und offensichtlich auch zur Kenntnis nehmen.

Ich habe nichts dagegen, dass Sie BDS als eine antisemitische Bewegung halten. Wie gesagt, wir haben in diesem Land Meinungsfreiheit. Aber dann sollten Sie so fair und ehrlich sein und sagen, dass es Ihre Meinung ist. Dagegen habe ich nichts. Sie behaupten aber die BDS sei antisemitisch, ohne zu erwähnen, dass es nur Ihre Meinung ist. Viele Juden und Israelis unterstützen die BDS und andere nicht. Keiner aber behauptet, die BDS sei antisemitisch, bis auf die Israelische Propaganda, die ein Zionist wie sie immer wieder zitiert. Sie verurteilen Israelis und Juden wegen ihrer Meinung und glauben, dass nur an Ihrer Meinung die Welt genesen wird. Wir “verkennen“ die eigentlichen Ziele der BDS: Freiheit und Gerechtigkeit für das palästinensische Volk. Was ist daran antisemitisch? Sie erinnern mich an den Mann, der seinen Feind immer wieder beleidigt, indem er behauptet, dass dessen Schwester eine Nutte ist. Es nützt dem Beleidigten nicht, wenn er sagt: Ich habe doch gar keine Schwester.

So ein blinder, tollwütiger Hund sind auch Sie. Sie behaupten unentwegt, dass BDS antisemitisch ist, und wenn man Sie auffordert, es zu beweisen, dann kneifen sie und sagen: Aber die BDS ist antisemitisch.

Vielleicht sind Sie ein Nazi oder zumindest ein Antisemit? Ganz sicher sind Sie ein Antidemokrat und ich werde Sie immer wieder bloßstellen und bekämpfen.

Die BDS stellt nicht die Existenz des Staates Israel in Frage, sondern will nur für die Palästinenser die gleichen Rechte wie für Juden. Ist das zu viel verlangt?

Wünschen Sie mir nicht ein „schönes Sukkot-Fest“. Allein das ist doch ein Beweis, dass Sie ein Antisemit sind. Für Sie sind alle Juden gleich. Ich bin aber kein religiöser Jude und Sukkot bedeutet mir nicht viel. Und so sind nicht alle Juden gleich. Es gibt orthodoxe, religiöse, traditionelle, säkulare, linke, rechte und jüdische Freidenker. Erkundigen Sie sich deshalb vorher, bevor Sie einem Juden „gut Schabbes“ wünschen. Vielleicht feiert er den Sonntag.

Und last not least, Herr Becker: Grundsätzlich ist es mir egal, ob sie Juden lieben oder nicht oder ob Sie die BDS akzeptieren oder ablehnen. Sie dürfen das eine wie das andere tun. Was Sie aber nicht dürfen, ist unser Grundgesetz verletzen, auf das Sie einen Eid abgelegt haben. Sie müssen die Würde aller Menschen nicht antasten, auch meine Würde nicht, und Sie dürfen nicht die Meinungsfreiheit unterdrücken unter dem Vorwand, es handelt sich um Antisemitismus. Es handelt sich ja nur IHRER Meinung nach um Antisemitismus, aber Ihre Meinung ist und bleibt Ihre Meinung und ist kein Artikel des Grundgesetzes.

Ich jedenfalls verachte Philosemiten wie Sie, denn für mich sind es ANTISEMITEN, die die Juden lieben, und von Ihnen will ich nicht geliebt werden.

 Abraham Melzer