Ein „koscherer Antisemit“?

Broder weiß  zu unterscheiden zwischen einem „lupenreinen Antisemiten“ (Inge Höger), einem „glühenden Antisemiten“ (Jürgen Elsässer), einem „ewigen Antisemiten” (Jürgen Totenhöfer) und noch andere Arten von Antisemiten, denen  man nicht jeden Tag begegnet. Besonders hat er es mit jüdischen Israelkritiker gehabt, die er „jüdische Selbsthasser“ und, wie ich jetzt durch das linke Ratsmitglied im Rathaus von Neuss, Roland Sperling, erfahren habe, wohl auch „koschere Antisemiten“ nannte. Sperling, der Anwalt ist und das scheinbar gerne betont, schrieb mir:

Sehr geehrter Herr Melzer,

in Sachen Antisemitismus brauche ich von Ihnen keine Belehrungen. Dank Henryk M. Broder und Micha Brumlik ist mir auch das Phänomen eines “koscheren Antisemiten” bekannt.

Mit freundlichen Grüßen, Roland Sperling.”  

Ich habe mir erlaubt zu antworten: „Na, dann bin ich ja beruhigt. Da haben ja Broder und Brumlik ganze Arbeit geleistet. Ihr koscherer Antisemit.“ 

Ich habe an Sperling, diesem, wie mir scheint, linken Antideutschen, der einer echten und ehrlichen linken Partei, die das Andenken und den Geist Rosa Luxemburgs noch in Ehren hält, vorgeworfen, dass er scheinbar nicht wisse, was Antisemitismus sei:

Nun erfahre ich, dass Sie noch anderen kritischen Menschen verbieten wollen Ihnen Fragen zu stellen. Glauben Sie etwa wir würden auf die Knie gehen, weil Sie Anwalt sind. Nicht nur, dass Sie vom Nahostkonflikt keine Ahnung haben und nicht nur, dass Sie nicht wissen was Antisemitismus ist, nein, Sie scheinen auch vom Grundgesetz nicht viel zu wissen oder nicht viel zu halten.“ 

Diesem Disput ging voran, dass ich mich über die Absetzung der Vortragsreihe zum Nahen Osten durch den Bürgermeister der Stadt – der sich auf Beratung durch die Jüdische Gemeinde von Düsseldorf berief – empört habe und diese Empörung auch allen Ratsmitglieder mitgeteilt habe. Bei mir gemeldet hat sich  dann Ratsmitglied Roland Sperling, der zur Sache selbst nichts sagte, sondern nur folgendes:

Sehr geehrter Herr Melzer,

hiermit untersage ich Ihnen, mir weitere Emails zu senden. Jedes Zuwiderhandeln wird rechtlich verfolgt.

Mit freundlichen Grüßen, Roland Sperling.“ 

Und als ich ihn bat, mir nicht zu drohen, meinte er:

Sehr geehrter Herr Melzer,

dies ist die LETZTE Mahnung, mich mit Ihren Emails zu verschonen. Eine einzige weitere Zuwiderhandlung Ihrerseits wird eine einstweilige Verfügung gegen Sie zur Folge haben.

Mit freundlichen Grüßen, Roland Sperling.“ 

Daraufhin habe ich geantwortet:

„Unterlassen Sie es bitte mir zu drohen. Sie sind in der Politik tätig und da müssen Sie sich Kritik gefallen lassen. Wenn es Ihnen nicht gefällt, dann verlassen Sie die Politik und bleiben Anwalt, oder Bäcker oder Feuerwehrmann. Ich schreibe Ihnen nicht an Ihre Privatadresse, sondern an Ihre Fraktionsadresse. Ich werde nächste Woche 70 Jahre alt, habe schon eine Menge erlebt, unter anderem auch als Soldat in der israelischen Armee, Sie werden mich nicht einschüchtern können.

Es ist vielleicht auch gut, wenn Ihre Parteigenossen wissen, wie Sie hier vorgehen. Sie haben die Chuzpeh die Entlassung vom Direktor der Volkshochschule zu fordern, aber nicht die Nerven Kritik zu ertragen.

Alles Gute trotzdem, freundliche Grüße will ich mir ersparen, ich bin kein Heuchler.

Abraham Melzer, Herausgeber und Chefredakteur von DER SEMIT-online“. 

Ich habe mir erlaubt den Mailverkehr an einige Bekannte und Freunde zu senden. Alfred Grosser (ein sehr prominenter französischer Jude, gefragt auch in deutschen Talkshows) antwortete aus Paris:

„Toll! Wenn mein Name Ihnen nützlich sein könnte oder eine andere Intervention, ich stehe zur Verfügung. Mit allerbestem Gruss.“ 

Und die prominente deutsch-israelische Jüdin Felicia Langer, Trägerin des Bundesverdienstkreuz und des Alternativen Nobelpreises,  rief mich an und versicherte mir ihre Unterstützung. Sie bat mich, dem schamlosen linken Ratsmitglied mitzuteilen, dass sie sich seinetwegen schäme, Linke zu sein. Sie war schon links als Sperling noch keine Mode war.

Sperling forderte sogar den Rücktritt des VHS Leiters. Sein demokratisches Selbstverständnis , sein Verständnis von Meinungsfreiheit  und seine Rechtskenntnisse scheinen sich gegen Null zu bewegen.

In der Satzung für die Volkshochschule Neuss ist § 3  entscheidend: Danach beschließt der Rat über die Angelegenheiten der Volkshochschule. Zuständiger Fachausschuss ist der Kulturausschuss. Der Ausschuss befindet über die politischen Veranstaltungen,  das heißt, das Programm entstand in Übereinstimmung mit dem Kulturausschuss und kann folglich nicht ohne dessen Zustimmung einseitig vom Bürgermeister gekippt werden. Wurde der Kulturausschuss überhaupt gehört? http://www.vhs-neuss.de/infos/satzung.htm .

Dass Sperling aber in einem Atemzug Broder und Brumlik nannte, zeigt, wie wenig er die Lage versteht. Broder ist so weit von Brumlik entfernt, und umgekehrt, wie Neuss von Frankfurt und Berlin entfernt ist. Broder bedient mit seiner Phobie den Stammtisch und die Straße. Unlängst ist sein Name bei einer Pegida Versammlung genannt worden und die Menge des Pöbels hat auf gejohlt. Brumlik dagegen bedient die Salons und die Intellektuellen. Er argumentiert  differenzierter, nicht so primitiv wie Broder, ist aber in der Sache selbst zu keinen Kompromissen bereit.

Besonders überrascht hat mich die Antwort des Leiters der Volkshochschule, Gerhard Heide, der mir mitgeteilt hat:

„Ich bitte Sie auf der anderen Seite aber auch, Verständnis für die Motive des Bürgemeisters der Stadt Neuss aufzubringen, der mit seiner Entscheidung (weiteren) Schaden von der Stadt Neuss und der Volkshochschule abwenden möchte.“ 

Ich habe ihn mehrmals nach einer Aufschlüsselung des Wortes „weiteren“ gebeten. Ich fragte nach dem entstandenen Schaden, aber erhielt leider keine Antwort. Man kann also getrost davon ausgehen, dass es keinen Schaden gegeben hatte und dass die „gut“ bezahlten Herren von der Verwaltung glauben, es sich so einfach machen zu können, dass sie sich nicht einmal eine glaubhafte Ausrede einfallen lassen.

Und heute müssen wir uns schämen und traurig sein angesichts der Tatsache, wie die LINKE heute aussieht und was aus ihr geworden ist, wenn solche „falsche Freunde Israels“ wie Sperling dort Mitglied sind und sogar wichtige Positionen besetzen.

Das ist nicht die LINKE, die Felicia Langer kannte, die mein Vater darstellte und die ich bisher gewählt habe. Ich hadere mit mir, ob ich sie weiterhin wählen kann.

Was dieser Sperling scheinbar nicht weiß, Freiheit ist immer nur die Freiheit des Andersdenkenden. Wer das nicht verstanden hat und auch noch das Grundgesetz offensichtlich missachtet, der hat keinen Platz in einer linken Partei. Es hat auch noch nie eine Veranstaltung der jüdischen Gemeinden gegeben, die „Ausgeglichen“ war, die dem wirklichen politischen Geschehen in Israel Rechnung getragen hätte.

Frieden gilt heute in Israel vielen als kindliche, nicht zu verwirklichende naive Idee. Das ist auch die Meinung eines sehr einseitig ausgelegten Henryk Broder, der eigentlich für keinem seriösen Menschen ein Vorbild ist. Selbst  frühere Mitstreiter auf der “Achse des Guten” distanzieren sich mittlerweile von ihm und nehmen Reiß aus. .

Wann bin ich frei, fragt der israelische Autor David Grossman, und antwortet: „Ich bin frei, wenn ich nicht das Ziel von Diskriminierung oder Spott bin.Ich bin frei, wenn ich ohne jede Einschränkung mit den Menschen zusammen sein kann, die mir teuer sind. Ich bin frei, wenn ich keine Angst vor der Willkür anderer Menschen habe. Ich bin frei, wenn ich weiß, dass ich mich in jedem Aspekt meines Seins anders und sogar sehr abweichend verhalten kann, ohne deshalb leiden zu müssen, ohne dafür auf irgendeine Art „bestraft“ zu werden. Ich bin frei, wenn ich mir meine eigenen Gedanken machen und sie auch ausdrücken kann und nicht denken muss, was mir von anderen aufgezwungen wird. Ich bin frei, wenn ich Situationen in meinen Worten beschreiben kann, ohne dass jemand mich daran hindert oder mich zwingt, seine Worte und seine Formulierungen zu verwenden. Und ich weiß auch: Ich bin so lange unfrei, wie ich einem Menschen oder einem Volk eine dieser Bedingungen verweigere. Freiheit hängt ihrem Wesen nach mit Hoffnung zusammen. Und Hoffnung ist untrennbar mit der menschlichen Vorstellungskraft verbunden, also mit unserer Fähigkeit, uns eine bestimmte Situation, die über jene, in der wir uns befinden, weit hinausgeht, so lebendig vorzustellen, dass wir uns damit aus den Fesseln der gegebenen Situation befreien.“

Ich weiß, dass Henryk M. Broder nichts davon hält und ergo wird vermutlich auch Roland Sperling, ein bekennender Broder-Fan, nichts davon halten.

Als Anwalt musste er einen Eid auf das Grundgesetz ablegen. Nach dem Grundgesetz ist das Völkerrecht – das von dem Kolonialstaat Israel gewohnheitsmäßig gebrochen wird – unmittelbar geltendes Recht. Mit seiner Rücktrittsforderung gegenüber dem VHS-Leiter und der Zerstörung seiner beruflichen Position toppt er noch den Neusser Bürgermeister. Dieser ist leichtfertig gegenüber den durchsichtigen und unredlichen Interessen einer Jüdischen Gemeinde eingeknickt und hat ein vom Kulturausschuss des Rates gebilligtes VHS-Programm kassiert.

Fast alle Jüdischen Gemeinden in Deutschland stehen hinter dem israelischen Kolonialismus, aber nur wenige sind so aggressiv und unverschämt wie die Jüdische Gemeinde in Düsseldorf, die Gerichtsurteile ignoriert und sich mitnichten um das Grundgesetz kümmert.

Gedeckt durch seine Verehrung von Broder meint nun Roland Sperling, dass er mich als einen „koscheren Antisemiten“ bezeichnen kann und dabei kommt er sich auch noch großartig vor.

Wir sind soweit, dass linke Philosemiten, die sogar Broder für Antisemiten hält, die Juden lieben und Juden belehren wollen, wie sie zu sein haben, um von ihnen, den antideutschen Philosemiten akzeptiert und geliebt zu werden.Pfui, nein, von solchen Philosemiten möchte ich nicht geliebt werden. Da sind mir die angeblichen Antisemiten schon lieber.

Die Korrespondenz mit Roland Sperling ging aber weiter und sie wäre lustig, wenn sie nicht so absurd und traurig wäre. Der Fachmann für Antisemitismus von Broders und Brumliks Gnaden kannte nicht einmal die Texte seines Idols Broder. Ich habe ihm folgende Passagen aus einem Beitrag von Henryk Broder aus dem Jahr 1979 zugesandt:

„In derselben Weise, in der Israel auf die Solidarität der Juden in der Diaspora rechnet, dürfen die Juden in der Diaspora  Erwartungen, vielleicht sogar Forderungen, an Israel richten. Israel hat offenbar die große Chance vertan, der Welt und vor allem den arabischen Staaten zu demonstrieren, dass es einen jüdischen Staat geben kann, der jene Fehler vermeidet, unter denen die Juden in der Diaspora selbst zu leiden hatten“.

Daraufhin antwortet Sperling:

“Sehr geehrter Herr Melzer,

dem stimme ich ausdrücklich NICHT zu. Juden in der Diaspora hatten jahrhundertelang Pogrome bis hin zum Genozid zu erleiden. Sie behaupten in dieser Textpassage, dass Israel dieselben “Fehler” begeht. Ein schöner Beweis Ihres Antisemitismus.  Leute wie Sie, die letztlich den Holocaust relativieren, sind mir zuwider!

Roland Sperling” 

Immerhin, er senden keine „freundlichen Grüße“ mehr. Ohne Beleg jemanden zu unterstellen, er relativiere Massenmord zeigt auch wieder ein merkwürdiges Rechtsverständnis, er scheint auch die Brodersche Art andere Menschen zu verleumden, zu übernehmen. Ich habe es als sportlichen Ehrgeiz empfunden wieder zu antworten:

“Sehr geehrter Herr Sperling,

danke. Damit haben Sie mir ja nur bewiesen, wie sehr Sie sich NICHT auskennen, selbst bei Ihrem Idol Henryk M. Broder, denn das sind Zeilen von Broder aus dem Jahre 1979, die er in seiner  Zeitung FREIE JÜDISCHE STIMME veröffentlicht hat. Damals war Broder auf meiner Linie. Ich bin dabei geblieben. Broder aber hat sich korrumpieren lassen. Und besonders lustig finde ich es, dass ausgerechnet ein Philosemit wie Sie mir vorwirft, ich würde den Holocaust relativieren.

Auch da haben Sie keine Ahnung, wovon Sie reden. Fragen Sie mal bei Broder und Brumlik nach.

Abraham Melzer” 

Rechtsanwalt Roland Sperling von der Partei Die LINKE wollte mir aber nicht das letzte Wort überlassen und antwortete in einer für ihn kompromittierenden Art:

„Sie Stümper!

Hat sich Broder 1979 auf diejenigen Aktionen des Staates Israel bezogen, de Sie und Ihre Konsorten heute lautstark skandalisieren? Gab es 19798 bereits die Hamas? Sie haben wirklich von gar nichts Ahnung, posaunen Ihre Ahnungslosigkeit aber als Weisheit heraus. Das dauernde Insistieren darauf, “Jude” zu sein, spricht in diesem Zusammenhang für sich.

Für Geistesgrößen wie Sie mache ich es ganz einfach: lesen Sie bitte nur mal im Wikipedia-Artikel “Antisemitismusforschung” den Abschnitt “Israelbezogener Antisemitismus”. Die intellektuelle Arbeit, die dort in den Fußnoten erwähnte Literatur zu lesen, will ich Ihnen gar nicht erst zumuten.“ 

Darauf musste ich aber antworten:

„Wenn Sie Ihre Weisheit und Ihr Wissen bei Wikipedia beziehen, dann ist es Ihre Sache.  Gott bewahre uns vor Philosemiten wie Sie und Sie wissen ja, wer zuerst gesagt hat, dass Philosemiten auch Antisemiten sind, die aber Juden lieben. Ich ergänze: Weil sie vielleicht Moslems hassen.

Und übrigens: Ich möchte Ihnen auch das Buch Ihres zweiten Idols, Micha Brumlik, empfehlen: Kritik des Zionismus. Es ist ganz frisch, aus dem Jahr 2007. Er schreibt u.a.:  „Von jüdischen Siedlern an Palästinensern begangene Tötungsdelikte bleiben häufig straffrei, die Ausdehnung des gegen Selbstmordattentäter gerichteten Sperrzauns hält sich in vielen Fällen nicht an die Waffenstillstandlinien von 1948, die Konfiskation und Zerstörung palästinensischen  Landbesitzes geht weiter wie seit Jahren und auch die Bewegungsfreiheit der im besetzten Westjordanland lebenden Palästinenser ist erheblich eingeschränkt.

Das war und ist nur EIN Satz aus seinen 196 Seiten starken Buch. Damit werden Sie  sicher auch nicht einverstanden sein. Aber verstockte Philosemiten wie Sie kann man ja eh nicht überzeugen. Ich habe es schon längst aufgegeben. Abraham Melzer“ 

Und schließlich sollten Städte und Gemeinden auch endlich Schluss machen mit dieser absurden und Grundgesetz widrigen Sitte, jüdische Gemeindevorsteher als Berater zu engagieren, wenn es um den Konflikt zwischen Israel und Palästina geht. So wurde es in Düsseldorf gemacht, aber auch in Frankfurt, München, Nürnberg und wer weiß wo noch. Diese Gemeindevorsteher sollten sich um die Belange ihrer Gemeindemitglieder kümmern und vom Nahostkonflikt die Finger lassen, den die meisten von ihnen sowieso nicht verstehen, den sie mehr als einseitig interpretieren und unterstützen.

Solche Juden und Freunde der Juden und Israels, wie zum Beispiel Roland Sperling, als “Berater” oder “Entscheider” in solch umstrittenen aber und wichtigen Fragen wie die Absetzung einer Vortragsreihe über den Nahostkonflikt “einzusetzen”, die am liebsten einen kurzen Prozess machen würden, indem sie den Verantwortlichen für die Zusammensetzung der Referenten am liebsten gleich entlassen wollten, ist so, als ob man Kain auffordern würde, im Fall der Ermordung von Abel die Ermittlungen aufzunehmen.

2 Gedanken zu “Ein „koscherer Antisemit“?

  1. Sehr geehrter Herr Melzer!

    Alleine die Schlagzeile “koscherer Antisemit” läßt aufhorchen. Mir war dieser, in solcher Form genutzter Begriff, bisher nicht geläufig. Aber er suggeriert, so jedenfalls nach meinem Dafürhalten, eine amüsante textliche Fortsetzung. Und die hat es wahrlich in sich!

    Ein von sich eingenommener Zeitgenosse führt sich mit einer nicht mehr zu überbietenden Impertinenz selber vor! Unwillkürlich gönnt man sich beim Lesen einen großen Happen wohliger Schadenfreude.

    Herzliche Grüße
    Dieter Krogmann

  2. Es gehört zu den Unerträglichkeiten bigotter deutscher Spatzenhirnträger, für sich zu fordern, was sie anderen verwehren. Broder und Brumlik, die beiden Großmeister der Worte, wissen die Antisemitismuskeule in einer Gewandtheit zu nutzen, die chinesischen Kung Fu Meistern aus dem Shaolin zur Ehre gereicht. Mitläufer sind zu Hauf vorhanden. Doch im Schatten Hitlers ist manch großer jüdischer Geist, der einmal tatsächlich im Diasporajudentum das Licht der Welt war, arg verblasst. Dass sich Linke aus Angst vor der Antisemitismuskeule auf den rechten Weg begeben, gehört zu den Merkwürdigkeiten eines Landes, das unter dem gleichen Druck auch identitätsverweigernde Antideutsche hervorgebracht hat.

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