Gil Yaron und sein „Orgasmus“ in der WELT

Gil Yaron, ein verblendeter, verbissener und gläubiger Zionist hat in der WELT, wo sonst, wieder seine zionistische Samstagspredigt veröffentlicht, und man merkt ihm die Schadensfreude an, die er angesichts der Terroranschläge in Würzburg, Ansbach und München hat. Sie, die Deutschen, haben niemanden besetzt und werden doch attackiert und wenn die Deutschen schon unschuldig sind, dann doch die Israelis auch. Und er schließt mit der rhetorischen Frage: Was sie (die Deutschen) daraus lernen können. 

Eines können sie, die Deutschen, auf jeden Fall sehr schnell lernen, dass man solchen verblendeten Hetzern wie Gil Yaron nicht glauben soll und nicht ernst nehmen darf. Er meint in seiner bodenlosen Naivität und seinem politischen Gehorsam, dass man Deutschland mit Israel vergleichen kann, weil wir in letzter Zeit mit Problemen des Nahen Ostens konfrontiert sind, die nicht zuletzt uns von den Israelis beschert worden sind und an denen ganz allgemein Europa und die christlichen Europäer nicht unschuldig sind.

„Israel ist seit der Staatsgründung vor 68 Jahren Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr“ einem solchen Terror ausgesetzt, meint Gil Yaron und blendet die Realität vollkommen aus, in der die Palästinenser seit 68 Jahren nicht nur Tag für Tag, sondern Stunde für Stunde dem israelischen Staatsterror ausgesetzt sind. Und wenn er behauptet, dass der wichtigste Terrorist Abu Bakr al-Baghdadi sei, dann hat er Benjamin Netanjahu unterschlagen, der mindestens genauso wichtig und gefährlich ist. Und was hat übrigens al-Baghdadi mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt zu tun und mit dem Widerstand der Palästinenser, den Yaron „Terror“ nennt? Wie die Jerusalem Post erst kürzlich gemeldet hatte, beliefert Israel den IS mit Waffen. Die israelische Regierung lässt sogar die Terroristen in ihren Krankhäusern gesund pflegen, um sie dann wieder in den Terrorkampf gegen al-Assad zu schicken. Darüber schreibt Yaron nicht.

Es ist erstaunlich wie dieser israelische Extremist sich hämisch darüber äußert, dass deutsche Journalisten, Sicherheitsorgane und sogar Politiker „seriös und besonnen kommentierten und dabei ständig bemüht waren, zu differenzieren“. Das täte Gil Yaron auch gut, wenn er endlich lernen würde zu differenzieren und nicht immer von „islamistischen Terroristen“ schreiben würde, nur weil die Täter Muslime waren. Es gab drei muslimische Täter und Yaron schreibt schon von einer „islamistischen Terrorwelle“. Man merkt fast schon, dass er dabei einen Orgasmus bekommt.

Palästinensische Gewaltakte vergleicht Yaron mit Terror in Deutschland, und er bestreitet kategorisch, dass es etwas mit der Besatzung zu tun hat. Hämischer und zynischer kann man nicht mehr sein. Als Grund für palästinensischen Terror blendet er die Besatzung, Unterdrückung und das israelische Unrechtsregime vollkommen aus und behauptet, es handelt sich um Probleme der Familienehre, um „ehrenhafte“ Selbstmorde, weil man homosexuell sei und den Druck der eigenen Gesellschaft nicht mehr aushält. Vom Druck der Besatzung kein Wort.

Er schreibt: „Für Mauerblümchen, einmal im Leben ein wenig offiziell sanktionierte Aufmerksamkeit zu erhaschen. Für Arme, ihren Hinterbliebenen einen lebenslangen Unterhalt zu sichern, und Tausend andere Gründe.“ Und fast hätte er es vergessen: „Ach ja, auch die Besatzung“, schreibt er, als ob die Besatzung der unwichtigste Grund wäre. Das kann nur jemand schreiben, der kein Herz hat, aber auch keinen Verstand.

Yaron meint ernsthaft, dass die letzten Wochen für die Deutschen mit Blick auf Israel eine Lehre waren und nun einiges relativiert wird. Da irrt er sich gewaltig. Netanjahu bleibt ein Kriegsverbrecher, ein korrupter, unbeliebter aber gefürchteter Politiker und in Israel wird in der Presse fast nur noch darüber diskutiert, wie man ihn loswerden kann.

Es hat keinen Sinn auf die kruden und absurden Analysen der Lage in Nahost und besonders in Israel und Palästina einzugehen. Wer es weiß, der überspringt die widerlichen Schlussfolgerungen und landet bei der letzten Perle von Gil Yarons Weisheit, wenn er uns belehrt: „Terror – auch islamistischer – wird nur durch gesellschaftlichen Wandel besiegt, der von Innen kommen muss.“ Da muss ich ausnahmsweise Gil Yaron Recht geben. Das ist genau das, was Leute wie Uri Avnery, Gideon Levy, Amos Oz, David Grossmann, Leibowitz, Noam Chomsky und andere kluge Juden in Bezug auf Israel verlangen. Wenn es diesen gesellschaftlichen Wandel nicht bald geben wird, und Uri Avnery meint, dass „bald“ eigentlich „sofort“ bedeuten muss, wird Israel untergehen. Das wird aber ein Untergehen aus eigener Schuld und mit eigener Kraft sein. Keiner kann Israel retten, außer Israel selbst, aber Israel will nicht gerettet werden, weil es überzeugt ist, im Recht zu sein, überzeugt, dass es zu Recht ein anderes Volk seit mehr als zwei Generationen unterdrückt und „Gewalt“ schreit, wenn dieses Volk sich wehrt und verteidigt. Alles, was die Palästinenser im eigenen Land zu ihrer Verteidigung machen, ist vom Völkerrecht gedeckt, und alles was Israel macht, ist völkerrechtswidrig. Damit finden sich inzwischen sehr viele Israelis ab, sehr viele Juden und sogar Regierungen ab, die bisher Israel unterstützt haben.

Gil Yaron ist ein israelischer Extremist und eigentlich gehört er in die Sparte „Propaganda“ und sollte für die israelische Hasbara schreiben und die WELT sollte in Zukunft nicht jeden jüdischen Hetzer drucken, denn so dumm sind auch WELT-Leser nicht.

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