Hillery Clinton – die nächste gekaufte US-Präsidentin?

von Ludwig Watzal

Von Hillary Clinton können die meisten deutschen Politiker in punkto Israel-Unterwürfigkeit noch viel lernen. Wer sich die Rede anhört, die Clinton vor dem Saban Forum am Brookings Institute gehalten hat, kann sich ausmalen, was auf die Palästinenser und die Iraner zukommt. Clintons Rede vermittelt den Eindruck, als sei sie auf Benyamin Netanyahus Mist gewachsen. Die BDS-Aktivisten können sich auf starken Gegenwind einstellen, wenn diese zionistische Parteigängerin US-Präsidentin werden sollte. Sie nannte BDS gegenüber Norman Brownstein, einem Anwalt aus Denver, „sehr heimtückisch„.

Gegenüber Clintons Israel-Lobpreisungen hören sich Donald Trumps Vorschläge über den Nahen Osten geradezu rational an, sieht man von seinen sonstigen bizarren Aussagen über Migranten oder US-Muslims ab. Trump hat einen großen Vorteil gegenüber Clinton: Er lässt sich von der zionistischen Lobby nicht kaufen; dies hat er vor der „Republikanisch-Jüdischen Koalition“ deutlich gemacht. „You won’t vote for me because you can’t own me”. In ihrer Israel-Servilität könnte Clinton nur noch von dem republikanischen Kandidaten Mario Rubio übertroffen werden, der „perfekten kleinen Marionette“ von Sheldon Adelson, wie ihn Trump genannt hat.

Clinton blendet völlig die brutale Besatzungsrealität und Terrormaßnahmen der israelischen Regierung gegenüber dem unterdrückten und geknechteten Volk der Palästinenser aus. Von Besatzung sprach sie schon gar nicht. Auch auf Iran werden unter ihrer Präsidentschaft schwere Zeiten zukommen. Unter Clinton liegt die militärische Option wieder auf dem Tisch. Sie tat in ihrer Rede alles, um sich vom Iran-Abkommen zu distanzieren. Dass sie Netanyahu schon am ersten Tag als Präsidentin ins Weiße Hause einladen will, überrascht niemanden. Netanyahu wird ihr dann bestimmt einen Wunschzettel mit Aufträgen als Gastgeschenk überreichen. Warum BDS den US-Kampf gegen Terrorismus beeinträchtigt, dürfte ihr und Netanyahus Geheimnis bleiben; der israelische Ministerpräsident redet denselben Unsinn daher. BDS mache die amerikanisch-israelische Allianz „unverzichtbarer denn je“. Sie rückte die BDS-Bewegung in die Nähe des „Antisemitismus„.

„As Secretary of State, I called out systemic structural anti-Israel basis at the UN and fought to block the one- sided Goldstone report particularly at a time when anti-Semitism is on the rise across the world especially in Europe. We need to repudiate efforts to malign and undermine Israel and the Jewish people. The boycott, divestment and sanctions movement known as BDS is the latest front in this battle. Demonizing Israeli scientists and intellectuals, even young students, comparing Israel to South African apartheid, now no nation is above criticism. But this is wrong and it should stop immediately.“

Clinton erwähnt nicht die Grenzen von 1967. Den arabischen Politikern schrieb sie ins Stammbuch, ihr eigenes Haus in Ordnung zu bringen und nicht alle eigenen Probleme auf den ungelösten Nahostkonflikt zu schieben. Wenn Israel und die USA Seite an Seite stünden und eine vereinigte Front gegenüber der Region und der Welt bildeten, dann „können wir den Bedrohungen und Herausforderungen unserer Zeit gerecht werden“. Die Frage drängt sich zwangsläufig auf: Warum brauchen die USA dann überhaupt andere Alliierte außer Israel? Beide Kolonialmächte könnten doch dann das von ihnen angerichtete Chaos im Nahen und Mittleren Osten militärisch alleine lösen.

Ob die Basis der Demokratischen Partei auch so denkt wie die Amazone Hillary Clinton? Ob die Basis diese servilen und voreingenommen Ausführungen gutheißen wird, wird sich schon bald zeigen. Hatte Donald Trump nicht Recht mit seiner Aussage, dass niemand einem Kandidaten haufenweise Geld für seinen Wahlkampf gibt, ohne dafür etwas als Gegenleistung zu erwarten? Hier die „butt-kissing“-Rede von Clinton.

Die bunte Truppe der Kandidaten der Republikanischen Partei überbieten sich derweil in ihrem Israel-Fanatismus. So betätigt sich Mike Huckabee als Spendensammler für die völkerrechtswidrigen Siedlerkolonien in der Westbank. Von Rubio oder Ted Cruz gar nicht zu reden. Hört man die Reden dieser Truppe, glaubt man, sie alle kandidierten für das israelische Parlament. Es scheint nur israelische Interesse und keine amerikanischen zu geben. Falls es letztere geben sollte, dann sind sie höchstens deckungsgleich mit ersteren.

In Deutschland scheint es nur noch graduell besser zu sein. Im 50. Jahr der Aufnahme diplomatischer Beziehungen wurde deutscherseits ein Propagandafeuerwerk abgebrannt, das die schlimmsten Erwartungen bestätigt hat. Der Gipfel der Jubel-Veranstaltungen fand zwischen dem deutschen Justizminister Heiko Maas und der israelischen Justizministerin Ayelet Shaked statt. Allen Ernstes diskutierte man über „gemeinsame Werte“, die angeblich beide Länder verbinden sollten. Dass es zwischen einer Demokratie und einer rassistischen Ethnokratie keine gemeinsamen Werte geben kann, sollte einem Justizminister allemal klar sein. Die israelische Justizministerin gehört zum äußersten rechten Rand der israelischen politischen Klasse, und ihre rassistischen Aussprüche über die Palästinenser sind legendär.

Führende deutsche Politiker werden mit Ehrungen, Auszeichnungen und Doktortiteln seitens der zionistischen Lobby geradezu überhäuft. Wann ist Heiko Maas an der Reihe?

Auch hier.

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