Israels Botschafter: Ein autistischer Lügner und Hetzer

Wer bisher noch nicht überzeugt war, dass Israel ein rassistischer Staat ist, wurde jetzt endgültig eines Besseren belehrt. Nicht nur die Regierungspolitik ist rassistisch, sondern die gesamte israelische Gesellschaft, bis auf wenige Ausnahmen, ist rassistisch. Sie blieb ungerührt und apathisch angesichts von tausenden von Toten und Verletzten im letzten Gaza-Krieg, denn es waren palästinensische Tote und sie flippt fast aus, wenn vier jüdische Rabbiner ermordet werden. Es ist wie schon seit Jahren durch das Urteil eines rassistischen jüdischen Richters bekannt: Jüdisches Blut ist wertvoller als palästinensisches; es ist eigentlich „wertvoller“ als jede andere Blutsorte auf der Welt.

Israelische Botschafter wissen das auch und benehmen sich entsprechend. Wenn sie deutschen Journalisten ein Interview geben, dann versuchen sie gleich von Anfang an, die Richtung vorzugeben, dass es für den Journalisten nötig wird, an Folgendes zu erinnern: „Ich habe schon den Vorschlag zu machen, dass ich die Fragen stelle.“  

Zur Frage, warum in Israel die Familien bestraft werden oder warum in Israel die von den Nazis besonders gegen Juden angewandte Sippenhaft angewendet wird, meint Hadas-Handelsman, Israels Botschafter, dass es eine gute Bestrafung sei, da sie Abschreckung erzeuge und deshalb wirke. Was natürlich eine falsche Antwort ist, denn wir wissen, dass sie nicht wirkt und auch nicht gut ist, da sie wider das Völkerrecht ist. Der Botschafter meint aber, dass es gesetzlich möglich ist, was wieder eine Lüge ist, denn der Oberste Gerichtshof in Israel hat ausdrücklich entschieden, dass die Zerstörung von Häusern und Wohnungen ungesetzlich sei. In seiner Naivität oder auch Dummheit behauptet der Botschafter, dass solche Strafen „umkehrbar“ sind und die Betroffenen beim Obersten Gerichtshof Einspruch einlegen können. Aber, so will er uns beruhigen, „der Oberste Gerichtshof bestätigt normalerweise solche völkerrechtswidrigen Entscheidungen.  Und wenn nicht, dann machen wir, was der Oberste Gerichtshof uns empfiehlt.“ Vergessen hat er zu erwähnen, dass das israelische Militär sich schon unzählige Male über Entscheidungen des Gerichts hinweggesetzt hat und es ist nichts passiert. Dass demnächst 61 Abgeordnete der 120 Abgeordneten zählenden Knesset in der Lage sind, jede Entscheidung des Obersten Gerichtshofes rückgängig zu machen, hat er wohl vergessen, damit verlässt Israel wieder ein wenig den Pfad der Demokratie.

Und wie seltsam muten dann seine Worte an: „Eines aber ist unumkehrbar, und das ist Menschenleben.“ Das ihm das beim Tod von vier Israelis einfällt, nicht aber beim Tod von 2 100 Palästinenser in Gaza, ist Ausdruck seiner besonderen Empathie. Diese verlogene Heuchelei und Selbstgerechtigkeit verschlägt einem den Atem, wenn er in seiner zynischen Perfidie fortfährt: „Und wir wollen nie vergessen, was die Palästinenser getan haben. Sie greifen Kinder, Säuglinge und auch Leute an, die mitten in ihrem Morgengebet sind.“ Hat er denn vergessen, dass genau vor zwanzig Jahren ein jüdischer Fanatiker 29 betende Palästinenser erschossen und über einhundert verletzt hat? Das werden die Palästinenser auch nicht vergessen und die Kinder, Säuglinge, Frauen und Greise, die in Gaza zu hunderten und tausenden ermordet wurden auch nicht.

Komisch und lächerlich wird der Botschafter, wenn er fast weinerlich sagt: „Ich verstehe auch nicht, warum uns Leute angreifen.“ Wenn er das tatsächlich nicht versteht, dann sollte er nicht Botschafter sein. Zumal noch wenn er anschließend fragt: „Gibt es einen Grund dafür?“ Er wagt es auch den alten antisemitischen Grund zu nennen: „Terror gegen Juden, weil sie Juden sind, weil sie dort wohnen.“ Wenn er die Gründe nicht kennt, dann hat es auch keinen Sinn, sie ihm zu nennen.

Es sind Israelis, und Jeschajahu Leibowitz nannte sie „Judäo-Nazis“, darüber sollte der Botschafter einmal nachdenken. Warum hat er das gesagt? Er hat es schon vor mehr als vierzig Jahren gesagt und leider hat sich herausgestellt, dass alles, was er damals vorausgesagt hat, nämlich die Zerstörung Israels durch die Israelis selbst, inzwischen zur tagtäglichen Realität geworden ist. Viele Israelis wollen es nicht sehen, aber es wird ihnen nicht helfen, den Kopf in den Sand zu stecken und die Schuld bei den Palästinensern zu suchen. Der Geheimdienstchef selber hat doch diese Beschuldigung ad absurdum geführt, indem er seinem Regierungschef widersprochen hat, der die Palästinenser und besonders deren Präsidenten Abbas der Hetze beschuldigt hat.

Nein, Hetze ist Israels Geschäft. Israel hetzt und weigert sich, Friedensverhandlungen zu führen. Man ist nur bereit, Verhandlungen zu führen, wenn von vornherein klar ist, dass diese zu nichts führen. Man will keinen Frieden. Man will Land und noch mehr Land und man wundert sich, wenn die Palästinenser sich wehren. Ehud Barak hat doch einst vor der ganzen Nation im Fernsehen gesagt, dass er auch „Terrorist“ geworden wäre, wenn man ihm das angetan hätte, was man den Palästinensern antut.

Und was heißt schon „Terrorist“? Solange sie kämpfen, wird Israel und die Welt sie Terroristen nennen, aber wenn sie eines Tages ihr Ziel erreicht haben werden, dann wird es ihnen ergehen, wie den „Terroristen“ von Kenia, deren Top-Terrorist von der englischen Königin empfangen wurde. Und was soll diese kindliche Argumentation, dass Palästina zuerst Frieden schließen soll, bevor es seine Unabhängigkeit ausruft. Hat etwa Israel das so gemacht? Und ist es nicht besser, mit einer freien Nation zu verhandeln, als mit einer unterdrückten? Und es ist vollkommen richtig, dass sie zuerst Freiheit haben wollen, bevor sie sich um Frieden und Sicherheit kümmern werden. Ohne Freiheit gibt es keinen Frieden, um das zu begreifen, braucht man kein Botschafter zu sein, sondern muss nur einen gesunden Menschenverstand und ein Herz an der richtigen Stelle haben. Israels Elite hat kein Herz, sondern nur Steine anstelle des Herzen. Israels Elite geht rückwärts mit einer riesen großen Flöte und das Volk tappt hinter dieser verruchten Elite einher wie Zombies, die gemeinsam auf den Abgrund zulaufen.

Israels Botschafter  hier.

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