Satire darf alles!

Das „Haus der Karikaturen“ hat zu einem Karikaturen-Wettbewerb zum Thema Holocaust aufgerufen., wie das „Handelsblatt“ vom 25. Februar meldet. Unter den Berliner Parteien herrscht helle Empörung. Harte Konsequenzen werden gefordert.

Der Israellobbyist und Grünen-Abgeordnete Volker Beck forderte: „Der Wettbewerb des Iranischen Regimes ist ein Aufruf zum Judenhass und zu ihrer Vernichtung. Daher muss er auch als solcher mit aller Konsequenz behandelt werden. Deutsche und Europäische Zeichner, die sich daran beteiligen und den Holocaust leugnen, müssen deshalb auch mit der notwendigen und möglichen Härte der geltenden Strafgesetze verfolgt werden.“

Waren Sie, sehr geehrter Herr Beck, nicht auch unter denjenigen, die noch vor einem Monat laut gerufen haben: SATIRE DARF ALLES!

Offensichtlich doch nicht alles. Juden beleidigen darf Satire nicht. Nur den Islam beleidigen, das darf Satire immer.

Und woher nehmen Sie die absurde Information, dass es sich um „ein(en) Aufruf zum Judenhass und zu ihrer Vernichtung“ handelt?

Waren die Mohamed-Karikaturen vielleicht auch ein Aufruf zum Hass und Vernichtung der Muslime?

Für mich als Juden ist das, was Sie tun purer Antisemitismus. Sie stellen die Juden wieder als etwas Besonderes und damit abseits der Gesellschaft dar. Solche Beschützer wie Sie brauchen wir Juden nicht. Wir können uns schon selbst schützen.

Ein Gedanke zu “Satire darf alles!

  1. Lieber Her Melzer
    Was heute, 27.02.15 auf der ganzen Seite 3 der Südd.Zeitung von der Kommentatorin Karin Steinberger in Zusammenhang mit dem jüdisch-zionistischen Comedian Oliver Polak unter dem Titel „Die Lebensfrage“ ausgebreitet wird schlägt nun wirklich dem Fass den Boden aus. Thema: Antisemitismus im Vormarsch.
    Sie sollten sich unbedingt die heutige SZ besorgen. Ich weiss nicht, ob man darauf überhaupt noch antworten sollte oder kann.
    Herzliche Grüsse – Ihr W.Behr

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