Henryk M. Broder der Antisemitismus-Guru!

In einem Brief, der allen Bundestagsabgeordneten zuging, schlug Arno Lustiger eine jährliche Anhörung im Bundestag zum Thema Antisemitismus vor. In der ersten Anhörung am 17. Juni 2008 führte Henryk M. Broder aus, „dass man es beim Antisemitismus nicht mit einem Vorurteil, sondern mit einem Ressentiment zu tun habe. Ein Vorurteil zielt auf das Verhalten eines Menschen, ein Ressentiment auf dessen Existenz. Der Antisemit nimmt dem Juden nicht übel, wie er ist und was er tut, sondern dass er existiert“.

Leider gab es im Hohen Haus keinen, der widersprochen hat und keinen, der gemerkt hatte, dass Broder Unsinn redet. Immerhin Unsinn auf hohem Niveau,  und da es um die Heilige Kuh der Juden und das Ungeheuer von Loch Ness der Deutschen ging, wagte keiner zu widersprechen.

Den toten Juden kann es doch vollkommen egal sein, ob der Täter aus Vorurteilen oder aus Ressentiments gehandelt hat, oder aus beiden. Es ist immer ein Geflecht aus Gründen, und es geht immer um Rassismus. Wo liegt die Notwendigkeit den Unterschied zwischen Ressentiment und Vorurteil zu betonen? Wem nützt das? Den Toten wird damit nicht geholfen und den noch Lebenden hilft es auch nicht, wenn sie in der Lage sind, ihre Feinde zu analysieren. Es geht Broder nur darum, sich wichtig zu machen und sich als der große Zampano in Sachen Antisemitismus zu profilieren.  Weiterlesen →

Reuven Rivlin – Israels neue Lichtgestalt?

Der israelische Präsident Reuven Rivlin hatte Glück, dass er Präsident in Israel ist. Wäre er ein amerikanischer Politiker, hätte man ihn schon längst als Antisemiten registriert und er wäre genötigt worden, aus seinem Amt auszuscheiden. Der israelische Präsident hat bei einem öffentlichen Akt in der israelischen Akademie der Wissenschaften zugegeben, dass die Gesellschaft seines Landes „krank ist“ und die Epidemie der Gewalt „in alle Bereiche eingedrungen“ ist.

„Es ist Zeit ehrlich zuzugeben, dass die israelische Gesellschaft krank ist und es unsere Pflicht ist, diese Krankheit zu behandeln“, sagte Rivlin und bezog sich dabei auf den blutigen vergangenen Sommer und die Spannungen zwischen Juden und Arabern, die ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht hätten. „Die Epidemie der Gewalt ist nicht auf die eine oder andere Gruppe beschränkt, sie ist in alle Bereiche eingedrungen“, heißt es im Kommuniqué seines Büros, das betont, dass es „Gewalt gebe in Fußballstadien, akademischen Zirkeln, in Krankenhäusern und Schulen“.  Weiterlesen →

Antisemiten sind ihm nicht egal

Antwort auf Maxim Billers Beitrag in der ZEIT

Henryk M. Broder, „nicht mehr ganz junger Edelpolemiker mit klarer politischer Mission“, schreibt über den Beitrag des „brillanten eitlen Juden“ Maxim Biller in der ZEIT, „wer immer es war, der unter dem Namen Maxim Biller geschrieben hat, er hat ein Meisterstück verfasst“ und bedauert sicherlich zutiefst, dass nicht er es war. Oder vielleicht doch? Hat er Maxim Billers Namen nur geliehen? Ein solches Lob aus Broders giftiger Feder ist verdächtigt. Und in der Tat, „in einem Deutsch, das nur ein Prager Jude schreiben kann“, lesen wir ein zionistisches Pamphlet, dass wir sonst nur von einem polnischen Juden kannten. Ein schauerliches Gesellenstück, hasserfüllt, naiv und voller historischer, logischer und gedanklicher Fehler.

„Nichts ist so langweilig wie Antisemitismus, jedenfalls für Juden“. Mit diesem denkwürdigen Satz beginnt Maxim Biller seine Polemik. Aber offensichtlich ist es nicht so, denn sonst würde er sich nicht über Seiten hinweg damit beschäftigen. Er startet gleich mit den absurdesten Vorurteilen gegen Juden, und man hat fast den Eindruck, dass er selber daran glaubt. Nichtjuden glauben, dass die Welt von Juden regiert wird, und das schon seit zweitausend Jahren. Aber schon diese erste Behauptung ist falsch, denn wenn überhaupt, dann seit zweihundert Jahren, denn der Antisemitismus davor war rein religiös, und da hat man den Juden höchstens vorgeworfen, dass sie Jesus gekreuzigt haben, nicht aber, dass sie die Welt regieren. Die Menschen im Altertum wussten sehr genau, wer die Welt beherrscht. Von den „Protokollen der Weisen von Zion“ haben sie nichts gewusst.

Biller meint in seiner Naivität und seinem Nichtwissen, dass Nichtjuden den Juden vorgeworfen hätten, dass ihre Religion nervt, weil die Juden sie mit niemanden teilen wollen. Dabei gibt er später zu, dass die Juden den Nichtjuden das Christentum „geschenkt“ haben und immerhin hat es fast die ganze Welt angenommen. Damit haben doch die Juden ihre Religion mit der ganzen Welt geteilt, denn sowohl Christentum als auch Islam wären doch ohne Judentum nicht denkbar.  Weiterlesen →

Antisemitismus abschaffen!

Jutta Diffurth hat den Polit-Aktivisten Jürgen Elsässer einen „glühenden Antisemiten“ genannt, ohne diese Behauptung zu begründen. So stellt sich die Frage, ob es eine „Tatsachenbehauptung“ war oder nur eine „Meinungsäußerung“. Falls es eine Tatsachenbehauptung war, muss Jutta Diffurth Beweise vorlegen, wobei es nicht einfach sein wird, denn wer oder was ist schon ein „glühender Antisemit“? Da versteht bestimmt jeder etwas anderes darunter. Wenn es aber nur ihre persönliche Meinung war, was sie natürlich betonen müsste, zum Beispiel durch Hinzufügung von „meiner Meinung nach“, dann wird wohl auch das, was Jürgen Elsässer gesagt hat, seine Meinung, die aber, ähnlich wie Diffurths Meinung, durch unser Grundgesetz Artikel 5.1 geschützt ist.

Elsässer hat jedenfalls dagegen geklagt und jetzt wurde vor der Pressekammer des Münchner Landgerichts verhandelt, was oder wer ein Antisemit eigentlich ist. Wenn er mich gefragt hätte, dann hätte ich ihm von einer Klage abgeraten. Die meisten Leute haben in solchen Fällen von Beleidigung und Diffamierung keine andere Wahl als zu klagen, nicht aber Journalisten, die sich öffentlich in der Presse verteidigen und polemisieren können. Ich hätte Jutta geantwortet, dass sie eine „dumme Putte“ ist und hinzugefügt, dass es meine Meinung ist. Damit hätte ich verhindert, dass sie zum Gericht läuft. In Wirklichkeit ist sie aber eine aufgeblasene Philosemitin, die leichtfertig und unverantwortlich mit dem Begriff „Antisemitismus“ umgeht. Das scheint aber in Deutschland, dank Henryk M. Broder, inzwischen zum guten Ton zu gehören.

Natürlich hat der Fachmann für Antisemitismus und „Berater“ der Bundesregierung, Henryk M. Broder, dazu nicht schweigen können und musste in seiner Kolumne in der WELT seinen Senf dazu geben.  Weiterlesen →

Liebe Freunde/innen von SEMIT

Vor kurzem habe ich einen Fehler gemacht und in einem Augenblick des Zorns Evelyn Hecht-Galinski beleidigt. Ich habe mich kurz danach entschuldigt, per Internet und auch per Brief. Es hat aber leider nicht viel genützt, EHG verlangt eine finanzielle Wiedergutmachung.

Sie fordert von mir 1.033,27 €, die sich wie folgt zusammensetzen:

887,03 € Schadenersatz für ihre verletzte Ehre.

146,24 € Verfahrenskosten und Anwaltskosten.

Seitdem ich den Verlag und die Zeitschrift SEMIT eingestellt habe, lebe ich fast am Existenzminimum. Es geht trotzdem, weil meine Frau und ich sehr bescheiden leben. Ich kann die von EHG geforderte Summe nicht aufbringen.

Ich nehme Spenden von allen entgegen, die das Erscheinen von SEMIT begrüßen und unterstützen wollen. Bisher sind Spenden in Höhe von 500 € eingegangen. Es werden noch 20 – 30 Spender gesucht, die je 20 oder 30 € auf folgendes Konto einzahlen wollen:

Konto Nr.: DE 61 5008 0000 0630 7814 00 / Swift: DRESDEFFXXX

Herzlichen Danke im Voraus!

„Schrei geliebtes Land“ – Eine unendliche Geschichte

GLevyWenn man Gideon Levy liest, gewinnt man den Eindruck, dass die Zeit in Israel stehengeblieben ist, dass Israel ein ganz anderer Planet ist und die Israelis, die nichts aus ihrer Geschichte lernen bzw. lernen wollen, verurteilt sind, diese Geschichte immer wieder zu wiederholen, solange wohl, bis sie daraus am Ende doch etwas gelernt haben werden. Uri Avnery, der Doyen der israelischen Kritiker,  schreibt schon seit über sechzig Jahren gegen das Unrecht der zionistischen Politik an. Gideon Levy, Amira Hass und andere, die eine Generation jünger sind, schreiben und schreien auch schon seit über dreißig Jahren gegen das Unrecht und gegen die Borniertheit der zionistischen Politiker. Sie werden aber in Israel nicht gehört. Die Tatsache, dass sie immer noch schreiben und schreien dürfen, ist kein Beweis dafür, dass die Demokratie in Israel lebt. Die Demokratie in Israel ist tot, mausetot. Aber diese tote Demokratie leistet sich zynisch und selbstgerecht diese kritischen Journalisten, so wie einst Fürsten und Könige sich Hofnarren geleistet haben, die bekanntlich ihren Herren die Wahrheit sagen durften, ohne dafür geköpft zu werden.

Allerdings ist die Lage der kritischen Journalisten in Israel heute prekärer als je zuvor. Gideon Levy, der schon immer bedroht wurde, ist während des israelischen Überfalls auf Gaza von einer aufgebrachten Menge beinahe gelyncht worden, weil er die israelischen Piloten der Luftwaffe, die in Israel als Helden verehrt werden, als Kriegsverbrecher zu bezeichnen wagte und weil er mit seinen Reportagen den Israelis und der ganzen Welt zeigt, dass die Menschen in Gaza der Sandsack sind, auf den die ganze Welt einschlägt.  Weiterlesen →

„Juden zur Kasse“ – oder wie leicht es ist, Antisemit zu sein

Wo findet die so genannte Achse des Guten immer wieder solche naiven und einfältigen Schreiberlinge, die nicht einmal zwischen Juden und Israelis unterscheiden können. Jude ist Israeli, und Israeli ist Jude. So einfach ist das für einen gewissen Thomas Heck, der sich in die Liste der Philosemiten einreiht, aber mit einem mittelmäßigen Besinnungsaufsatz auf Volksschulniveau. Er müsste nur den Boss dieser erbärmlichen Achse fragen, dann wird er erfahren, dass Philosemiten auch Antisemiten sind. Deshalb, so scheint es, wimmelt es nach seiner Meinung in Deutschland auch so von „Antisemiten“. Aber nicht, weil er ein Antisemit ist, fällt mir dieser Beitrag auf, sondern weil er borniert und langweilig ist. Antisemiten, auch wenn sie Philosemiten sind, finde ich alles in allem langweilig, und sie machen mir keine Angst. Fürchten tue ich mich nur vor Dummheit, Arroganz und Selbstgerechtigkeit, zumal wenn es darum geht, Israels Unrecht und Kriegsverbrechen zu kaschieren und schön zu reden.

Annette Groth fordert zu Recht, dass Israel die Beseitigung und Reparatur der Schäden, die es in Gaza verursacht hat, mitfinanziert. Eigentlich sollte Israel das, was es verursacht hat, voll selbst finanzieren, dann hätte man vielleicht eine Sicherheit, dass die israelische militärisch-politische Klasse nicht wieder und wieder ausrastet. Daraus macht dieser autistische Schreiberling Thomas Heck eine 180-Grad-Wendung und behauptet, Annette Groth verlange, dass Israel  die Vorbereitung der eigenen Vernichtung finanzieren soll. Wenn es nicht so absurd, bösartig und lächerlich wäre, dann könnte man sogar darüber lachen. Aber so kann man nicht lachen, sondern sich immer wieder wundern, dass solche Pamphlete auf der “Achse des Guten“ veröffentlicht werden. Es ist nicht das erste Mal und wird wohl auch nicht das letzte Mal sein, obwohl ich dem „Häuptling“ dieser neokonservativen Schreiberlingen-Zunft mehr Intelligenz zugetraut hätte.  Weiterlesen →

Der Wandernde – Wer? – Gilad Atzmon und das Weininger Syndrom

AtzmanGilad Atzmon ist sehr umstritten. Die einen nennen ihn einen Antisemiten und jüdischen Selbsthasser, was er übrigens selber von sich behauptet, und die anderen sehen in ihm einen Menschenfreund und brillanten Jazzmusiker. Er ist provokant und faszinierend, er schafft es jüdische Freunde und palästinensische Feinde zu haben, manche nennen ihn einen Bilderstürmer und andere einen Humanisten. Wer ist nun Gilad Atzmon?

Ich habe mich in den letzten Tagen mit Gilad Atzmon beschäftigt. Habe sein Buch „Der Wandernde – Wer?“ gelesen und dazu noch einige Rezensionen und diverse Auseinandersetzungen mit seinen Thesen. Ich war verwundert und amüsiert. Verwundert darüber, dass keinem der Rezensenten die Ähnlichkeit zwischen Gilad Atzmon und dem Wiener Juden und selbsthassenden Antisemiten Otto Weiniger aufgefallen ist, obwohl Atzmon selbst ausführlich darüber schreibt, und amüsiert darüber, dass so viele ernsthafte, kluge und intelligente Menschen den sich selbst hassenden und sich selbst liebenden Atzmon ernst genommen haben und tatsächlich versucht haben, sich mit seiner wirren und verworrenen Philosophie auseinander zu setzen. Er mag zwar ein guter Jazz-Musiker sein, aber er ist nur ein mittelmäßiger Amateurphilosoph, voller Widersprüche und Selbstüberschätzung. So wie Weininger gerne ein waschechter Arier gewesen wäre und seine jüdische Abstammung verfluchte, so verflucht Atzmon seine israelische Abstammung und wäre lieber als Palästinenser geboren. Er schreibt: „Irgendwie sehnte ich mich danach, ein Goi (Nichtjude) zu werden.“

Atzmon ist ein Narziss und so sehr er Weininger verehrt und sich mit ihm absolut identifiziert, so sehr er auf die Unsterblichkeit eines Weininger neidisch ist und selber unsterblich sein möchte, so sehr auch er sich selbst hasst und ein anderer sein möchte, so sehr bleibt er doch, was er ist – ein selbsthassender Israeli, der nicht aus seiner Haut kann. Während sich Otto Weininger tatsächlich mit philosophischen Fragen beschäftigt hat, so kreist Atzmon immer wieder um sich selbst und seine Abstammung.  Weiterlesen →

Ist die Nakba-Ausstellung ein „antisemitisches Machwerk“?

Eine Ausstellung wandert durch Deutschland mit mäßigem Erfolg, überschaubarer Resonanz und gespenstischer Wirkung. Alle jüdischen Gemeinden und christlich-jüdischen Organisationen haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen diese Ausstellung verbündet, auch Kirchen, Gewerkschaften und demokratische Parteien, mit Ausnahme vielleicht der Linken, wenn man von deren radikal-zionistischem Ableger BAK-Shalom einmal absieht. Es geht um die Nakba, die Geschichte der Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat. Es gibt diese Ausstellung seit 2008, und sie ist bis jetzt in ca. 65 Städten gewesen, in Kirchen, Schulen, Volkshochschulen, Gewerkschaftshäusern, Bürgerhäusern, auf dem Ökumenischen Kirchentag in München und in diversen Stadthallen. In den ersten Jahren war es ziemlich ruhig um die Ausstellung, bis sie von den jüdischen Gemeinden, den christlich-jüdischen Vereinen und den deutsch-israelischen Gesellschaften entdeckt wurde. Seitdem wird sie von diesen treuen Freunden Israels verfolgt und verteufelt. Der Zentralrat der Juden in Deutschland duldet diese heuchlerischen Aktionen, und die israelische Botschaft tut so, als ob sie damit nichts zu tun hätte, dabei handeln diese selbsternannten Blockwarte des Zionismus treu nach den Richtlinien der israelischen Propagandapolitik, jede Erinnerung an palästinensisches Leid zu verbieten und zu verfolgen.

Die Juden gedenken jedes Jahr am 9. des Monats Av der Zerstörung des Zweiten Jerusalemer Tempels vor beinahe zweitausend Jahren, und es ist sogar ein religiöser Fastentag daraus geworden. Den Palästinensern wollen sie aber die Erinnerung an ihre Heimat und die Vertreibung, die erst vor sechzig Jahren stattgefunden hat, verbieten, und stellen das in Israel sogar per Gesetz unter drakonische Strafe. Es reicht dem Staat wohl nicht, den Palästinensern die Heimat und das Land gestohlen zu haben, jetzt geht man daran, auch noch ihre Geschichte und die Erinnerung daran zu eliminieren.   Weiterlesen →