Die Hetze der Israel-Lobby gegen Andersdenkende

von Martin Breidert

Lillian Rosengarten hat ihre zweiwöchige Vortragsreise („Als Jüdin gegen Zionismus“), bei der ich sie begleitete, beendet und ist heute nach New York zurückgeflogen.
Einige habe ich bereits über die beiden Artikel in der Jerusalem Post informiert, in denen sie massiv attackiert wurde. Noch übler sind allerdings die angehängten Kommentare, mehr als 200 zu jedem Artikel! Ein Jude erhob  sogar die Forderung, man solle die  Jüdin Lillian Rosengarten in ein KZ sperren und sie in eine Gaskammer schicken. (Offenbar hat der Verfasser nicht mitbekommen, dass das Nazi-Reich vor 70 Jahren sein Ende gefunden hat).

http://www.jpost.com/Diaspora/German-museums-Jew-against-Zionism-talk-sparks-outrage-415324

http://www.jpost.com/Israel-News/Israel-slams-German-bank-for-hosting-talk-on-destroying-Jewish-state-415636

Angesichts der Verleumdungskampagne  hatte Lillian Rosengarten erwogen, ihre Vortragsreise abzubrechen. Doch dann ließ sich die 80 Jahre alte Dame nicht einschüchtern. 

Ungeachtet dieser beiden Artikel konnte sie ihre Vorträge  überall ungehindert und ohne jegliche Störungen halten. Ein besonderer Dank gilt den Verantwortlichen in Düren, die sich nicht einmal von Henryk M. Broder beeindrucken ließen. Aber auch all den anderen Veranstaltern, die Lillian Rosengarten im Vortrag eingeladen hatten, möchte ich für ihre Mitwirkung danken.

Die beiden Artikel zeigen wieder einmal, wie die Israel-Lobby vorgeht, um Menschen einzuschüchtern und unliebsame Meinungen zu unterdrücken. Lillian Rosengarten hatte in jedem ihrer Vorträge erzählt, wie sie in der Shoah-Gedenkstätte in Yad Vashem stand
und angesichts der Namen von 1,6 Millionen ermordeten jüdischen Kinder daran dachte, dass auch ihr Name dort verzeichnet wäre, wären ihre Eltern nicht rechtzeitig in die USA geflüchtet. Trotzdem wirft ihr ein Kommentator vor, sie verleugne den Völkermord an den Juden.

Dass auch sie  – wie viele andere Juden – als Antisemitin beschimpft wird, bringt mich mehr und mehr dazu, diese Verleumdung als Ehrentitel anzunehmen (der Name Christ war ursprünglich auch ein Schimpfwort, wurde aber dann von den Christen akzeptiert, ebenso auch der Name Quäker).

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