Fire and Fury. Klatsch und Tratsch im Weißen Haus

von Ludwig Watzal

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Nach der Lektüre dieses Buches fragt man sich, warum das politische Washington das Buch von Michael Wolff so begeistert aufgenommen hat, obwohl es nichts anderes als Klatsch und Tratsch aus dem Weißen Hause zwischen zwei Buchdeckeln zusammengefasst hat. Dieses Geschwätz wurde bereits weitestgehend in der Regenbogenpresse breitgetreten. Dass man einen unseriösen Schreiberling wie Wolff so im Weißen Haus hofiert hat, spricht nicht gerade für die Professionalität des Personals. Das einzig Substantielle in dem Buch kam von Steve Bannon, Präsident Trumps „Chefstrategen“.

Das Buch war ein Mediencoup, der nur für den Autor lukrativ war. Dass Wolff nicht an Aufklärung interessiert ist, zeigt folgender  Ausspruch: “ Seth Rich ist tot und ich bin reich: Mann, was für eine großartige Welt! Die Leute wollen mein Buch, nicht die Wahrheit über Rich.“ Für die unaufgeklärte deutsche Öffentlichkeit nur so viel zur Hinrichtung von Seth Rich. 

Rich war ein Mitarbeiter des Demokratischen Nationalkomitees (DNC).  Als die Email-Affäre durch WikiLeaks ans Tageslicht kam, wurde Rich als Informant verdächtigt. Kurz darauf wurde Seth Rich auf dem Nachhauseweg von Killern hingerichtet. Rund um die Clintons hat es einige mysteriöse Todesfälle gegeben, die nicht aufgeklärt werden konnten.[1] Die außenpolitischen Schreiberlinge der so genannten Qualitätsmedien von FAZ, SZ, Die Zeit, Die Welt, um nur die wichtigen zu nennen, hüllen sich in Schweigen, gehören sie doch alle zum transatlantischen Netzwerk, das die politischen Interessen der USA höher einschätzt als die des deutschen Vasallen. Anstatt sich um den Clinton-Sumpf und die kriminellen Machenschaften dieser Familie zu kümmern, verbreiten diese „Experten“ lieber die Latrinenparolen über Donald Trump.

Das Buch handelt nur oberflächlich von Trump. Zwischen den Zeilen offenbart es jedoch viel über den Charakter von Steve Bannon, den eigentlichen Informanten.  Selbstüberschätzung, Enttäuschung, Zorn und Wut über seinen Rausschmiss aus dem Weißen Haus sprechen Bände über die Charaktereigenschaften Bannons.  Er benimmt sich wie jemand, der in Ungnade gefallen ist und sich an der Trump Familie rächt, indem er das Treffen zwischen Trump-Tochter Ivanka, seinem Sohn Donald Junior und Jarad Kushner, Trumps Schwiegersohn, mit der russischen Anwältin als „hochverräterisch“ und „unpatriotisch“ bezeichnet hat. Dabei hat er nur den Kampf zwischen „Juden und Nicht-Juden“ im Weißen Haus verloren.

Sollte der Leser erwarten, dass die so genannte „geheime Zusammenarbeit mit Russland “ weiter gesponnen wird, wird er  enttäuscht sein. Wolff wollte dies zwar, aber diese Inszenierung glaubt keiner mehr, außer den so genannten liberalen Medien. Wenn es überhaupt eine so genannte „Russian collusion“ gegeben hat, dann zum Wohle und Vorteil Israels.  Als sich abzeichnete, dass sich die USA bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat der Stimme enthalten würde, wurde General Flynn beauftragt, beim russischen Botschafter Druck auszuüben, um diese Resolution durch ein Veto zum Scheitern zu bringen. Dass die Medien darüber nicht berichteten, verwundert nicht, da fast alle in zionistischer Hand sind. Selbst das Kapitel über „Russland“ ist fast ausschließlich über Flynn. Kein einziger Beweis für eine „collusion“.

Mit der Wahl von Donald Trump versprachen die Medien den Amerikanern einen neuen Hitler. Stattdessen bekamen sie einen neuen weißeren Obama, der selber nur intelligenter handelte als der unsägliche George W. Bush. Hillary Clinton und ihre Mafia-ähnliche Demokratische Partei hätte nur unwesentlich anders gehandelt als Trump. Die Reaktion der Medien wäre natürlich völlig anders ausgefallen: Man hätte ihre „Intelligenz“ gelobt, die eigentlich mörderisch ist.

Der lockere Umgang mit der Wahrheit zeichnet Wolffs Geschreibsel aus. Er zieht sich wie ein roter Faden durch das komplette Buch. Der überwiegende Teil besteht aus Geschichtchen vom Hörensagen. Unter der Journaille in Washington gilt Wolff als unseriös, was bei dieser Klasse sehr viel heißen will. Wolffs Ziel ist es, Trump zu erledigen. Dass er Bannon als das Opfer einer Intrige der Trump Familie darstellt, zeigt, wie verletzt der Informant ist. Nach dem Verrat an Trump ist Bannon politisch erledigt. Bannon hätte wissen müssen, dass man nur den Verrat, aber nicht den Verräter liebt.

Der Wirbel, der dieses Machwerk in Washington verursacht hat, war nicht mehr als ein Strohfeuer. Niemand spricht mehr über diesen journalistischen Müll. Jeder Dollar für dieses Buch, war einer zu viel.   Auf „CBS This Morning“ hat Wolff zugegeben, mit keinem Kabinettsmitglied gesprochen zu haben. Selbst sein so genanntes Interview mit Trump ist ein Schwindel. Wolff erscheint als Aufschneider und sensationsgeiler Journalist.

Dass die Medien dieser Fiction auch nur ein Körnchen Wahrheit zumessen, spricht nicht gerade für ihre Seriosität. Das einzige Opfer dieses Machwerkes ist Steve Bannon. Kurz nach der Veröffentlichung verlor er seinen Job bei „Breitbart News“. Bannon wäre nicht Bannon, wenn er nicht bereits einen neuen finanziellen Förderer gefunden hätte, und zwar den Milliardär   Miles Kwok, besser bekannt unter Geo Wen Gui. Angeblich haben Bannon und Trump Sicherheitsberater A. R. McMaster seine Ausweisung aus den USA verhindert.

Wolffs Buch mangelt es an Substanz. Es ist eine Ansammlung von Tratsch- und Klatschgeschichten aus der Bürokratie des Weißen Hauses. Niemand ist für sein unberechenbares und chaotisches Bild verantwortlich als der US-Präsident selbst.  Anstatt ein Verlag zigtausende von Euros für eine Übersetzung ins Deutsche verbrennt, solle er diese den Armen spenden. Dort wäre das Geld jedenfalls sozial gewinnbringend angelegt. Kurz gesagt, das Buch ist publizistischer Schund.

Ein Gedanke zu „Fire and Fury. Klatsch und Tratsch im Weißen Haus

  1. Eine sehr realistische Einschätzung des US-Medienkrampfes gegen einen sicherlich eigenwilligen Präsidenten, dem man allerdings eines nicht vorwerfem kann: Trump benebelt seine politische Aktionen nicht mit Schönfärberei, und damit sorgt er dafür, dass niemand mehr Zweifel daran haben kann, dass es der amerikanischen Politik nur um eines geht: um die Durchsetzung amerikanischer Interessen. Dies ist auch legitim, nur hat es kaum ein Präsident vor ihm der Welt so klar vor Augen geführt.

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