Im „Nirgendwo“ kann man tapfer sein

Ich habe angefangen, diesen widerlichen Artikel von Gerd Buurmann zu lesen, musste aber nach der ersten Seite abbrechen, weil mir speiübel geworden ist. So viel habe ich aber verstanden: Es ist die ultimative, absolute, alternative Wahrheit von Gerd Buurmann. Bei solchen „Freunden“ brauchen weder Israel noch die deutschen Zionisten noch weitere Feinde.

Er behauptet, BDS fordere, Israel bedingungslos zu boykottieren. Falsch: Der BDS stellt Bedingungen, zB. die Beendigung der Besatzung und Räumung Palästinas von israelischer Kolonisation.

Buurmann behauptet 1,694,000 Muslime in  Israel seien „Sexualpartner“ der Juden?! Wenn das die Rabbis und Netanjahu wüssten. 1,694,000 Muslime, behauptet Buurmann, sagen Ja zu Juden und reichen ihre Hand zum Frieden. Mag sein, aber wie ist es mit den Juden? Reichen auch sie ihre Hand zum Frieden und sagen auch sie Ja zu Muslimen?

Überhaupt, seltsam wie Buurman sich Sorgen um die Muslime macht, die er sonst zum Teufel wünscht. Er mein, die BDS-Kampagne würde diese Muslime boykottieren und damit bestrafen. Da kann ich nicht mehr lachen.

Er wirft der Hamas vor, dass sie behauptet: „Die Juden sind unser Unglück!“ Stimmt das etwa nicht? Es war eine Lüge in Deutschland, aber im Nahen Osten sind die Juden tatsächlich ein Unglück für die Palästinenser. Oder etwa nicht?

Buurmann behauptet, dass der Libanon und der Iran, neben anderen arabischen Staaten, Juden die Einreise nicht erlauben. Ich war aber im Iran und ich war im Libanon, mit einem deutschen Pass, in dem jede Menge Stempel von Einreisen nach Israel waren. Also lügt er oder erzählt alternative Wahrheiten.

Wer dieser schwachsinnigen und übel riechenden Propaganda, die Buurmann verbreitet, glaubt, mag es tun, es waren schon immer die allerdümsten Kälber, die zum Schlachter liefen, selber.

 

8 Gedanken zu “Im „Nirgendwo“ kann man tapfer sein

  1. Besten Dank!
    Aber wer ist Gerd Buurmann und aus welchem Nirgendwo schreibt er dieses dumme Zeug?
    Das würde ich doch gerne wissen.

  2. Ja, wwer ist Gerd Buurmann?
    Ist es Zeit, dass ich mich korrigiere? Der Boykott zionistischer Produkte aus den besetzten Gebieten Palästinensern ist natürlich eine erlaubte Maßnahme gegen die Besatzung der (des) Tsahals, denn ich kann hier einkaufen und dort nicht – das ist meine Entscheidung. Am 30. März 1933 wurden die Deutschen durch SA-Männer daran gehindert, bestimmte Geschäfte und Praxen zu betreten – das ist etwas ganz Anderes, und da das auf Anordnung des Reichsministers Goebbels geschah, war der Straftatbestand der amtlichen Nötigung zum Nachteil der Juden erfüllt. Die Verfechter der BDS nötigen Niemanden und wenden auch keine Gewalt an. Sie rufen nur zu einem bestimmten Verhalten auf mehr nicht. Für mich stellt sich die Frage, ob ein solcher Boykott zweckmäßig und durchführbar ist oder nicht, und da war meine Meinung bisher, dass das nicht der Fall sei, aber das hilflose Geschrei der Zionisten scheint mir der Beweis zu sein, dass ich mich irre. Ist das so?

    • Daß die Nazis Juden verfolgten, ist doch ein uralter Hut.

      Und weit über 300 Dokumentationen zeigen das in allen Schattierungen sauber auf. Da brauchen wir weder einen Benjamin Weinthal, noch einen Buurmann, um das zu wissen. Da reichen ARD, ZDF vollauf!

      Die rechtsradikalen Zionisten erwähnen das bloß, um Gleichsetzungen und Vergleiche mit Nazis vorzunehmen.

      Wenn man aber heute modernen Rassismus, in der zionistischen Form, sehen will, dann lohnt sich der Blick nach Israel weit mehr, als jener nach D.

      Ohne Grund hatte die UNO 1975 nicht festgestellt, daß Zionismus eine „Form des Rassismus“ ist.

  3. Sehr geehrter Herr Melzer, ich weiß nicht, auf welchen Artikel von Gerd Buurmann Sie sich beziehen, aber ich habe den Autor im Internet gefunden und dort hat er einen sehr langen Artikel über das Thema, das wir hier abhandeln, veröffentlicht, dem ich zwar nicht zustimme, der aber, denke ich, dass er eine nähere Auseinandersetzung verlohnt. Buurmann hat hier die Position der Zionisten sehr gut dargestellt, wobei er sich auf Golda Meir beruft. Nach meiner Wahrnehmung ist es wohl so, dass auf arabischer Seite sehr viel unverantwortliches Zeug geschrieben und gesagt wurde und wird. Ich denke auch, dass es bis zur massenhaften Einwanderung der Zionisten nach Palästina keine palästinensische Nation gab, so wie bis Herzl auch auch kein jüdisches „Volk“ oder gar eine jüdische „Nation“ existierte. Das ist jeute anders. Aber richtig bleibt, und das ist der Kern, dass die Zionisten seit etwa 1900 arabische Einwohner aus Palästina vertrieben und ihr Eigentum stahlen und dass sie diese Politik bis heute fortsetzen und zwar mit dem Ziel, Eretz Israel „araber-rein“ zu machen, wogegen sich die Einheimischen gewehrt haben und noch wehren. Und das tun sie zu Recht und dabei verdienen sie unsere Solidarität. So weit meine Meinung zu dem Thema.

  4. Buurmann gehört zum deutschen #hasbara-Netzwerk; hier einige dieser undercover #sayanims:
    http://www.stopthebomb.net
    https://lizaswelt.net
    http://www.amadeu-antonio-stiftung.de (entspricht der ADL)

    https://ukmediawatch.org/
    https://world-media-watch.org/
    http://honestreporting.com/

    http://www.mena-watch.com/
    http://honestlyconcerned.info/
    http://www.audiatur-online.ch
    http://jungle-world.com/

    http://www.stefan-frank-texte.de
    http://ajcberlin.org/de

    https://www.memri.org/
    http://derstandard.at/1373513693046/MEMRI-Ein-Thinktank-mit-rechter-Optik

    https://tapferimnirgendwo.com/ (Mr. Buurmann)

    Das sind fast alle rechtsradikale Zionisten mit einer Neigung zum Rassismus, der in Israel auftritt und immer wieder von dem #hasbara-Netzwerk verteidigt wird.

    Das #sayanim-Netzwerk bzw. #hasbara-Netzwerk ist in D, UK, USA ziemlich gut vernetzt. Die Rechtszionisten der aipac haben zB in USA 18.000 „Aktivisten“.

    Um Apartheid u Rassismus in Israel zu verteidigen, zitiert das #hasbara-Netzwerk natürlich BDS völlig falsch und arbeitet mit den üblichen #hasbara-Diffamierungen und Beleidigungen.
    Im Falle von BDS braucht man bloß deren homepages zu lesen, um die #hasbara-Diffamierungen und -Beleidigungen sofort zu erkennen.

    Wer dann weiß, daß Desmond Tutu (Nobelpreisträger) BDS untertützt, um in Israel den zionistischen Rassismus und Apartheid zu bekämpfen, der erkennt auch die #hasbara-Diffamierungen recht flott.

    Dieser #sayanim-Sumpf bzw. #sayanim-Sumpf gehört ausgetrocknet; denn diese rechtsradikalen Zionisten verletzen täglich unser Grundgesetz, insb. Artikel 3 und Artikel 5.

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