Die Siedler

von Ludwig Watzal

Der zweistündige Dokumentarfilm über die Geschichte des Siedlungs- oder Kolonisationsunternehmens von Regisseur Shimon Dotan unterstreicht den wachsenden Einfluss der Siedler der Westbank, der die enge Zusammenarbeit der amerikanischen und französischen religiösen Juden und evangelischen Christen offenbart. Der Dokumentarfilm zeigt die verschiedenen Kräfte, die das Leben der Siedler prägen. 

Der Dokumentarfilm untersucht den Beginn der Kolonisation der besetzten palästinensischen Gebiete, die Veränderungen, die der israelischen und palästinensischen Gesellschaft auferlegt wurden, und ihre Auswirkungen auf den Nahen Osten und die Welt als Ganzes. Viele dieser Kolonialisten sind rassistische Eiferer. Sie sind so extrem wie ihre Counterparts auf der islamitischen Seite. 

Der „neue“ Siedler-Kolonialismus begann mit der Besetzung von Territorien im Juni 1967. In diesem Aggressionskrieg hatte Israel sein Territorium verdreifacht. Es eroberte die Sinai-Halbinsel, den Gaza-Streifen, die Golanhöhen, das Westjordanland und Ost-Jerusalem.
Dotans Fokus reicht „von opportunistischen Familien, die weniger kostspielige Lebensbedingungen zu westlichen Hippies suchen; Messianische, religiöse Extremisten bis zu idealistischen Bauern; von Siedler „Patriarchen“ bis zu neuen Konvertiten. Israelische Intellektuelle, Politiker und Akademiker belastet dieses Rätsel: Wie können etwa eine halbe Million Menschen einer Nahost-Friedensregelung entgegenstehen, die die Welt so dringend braucht?“ 
Hoffentlich werden sich viele amerikanische Juden diesen Dokumentarfilm ansehen, damit er ihnen die Augen öffnet, zu welchem rassistisches Unternehmen sie ihre Hand reichen. Aber der Kern des Problems sind nicht nur die Siedler, sondern vor allem die expansionistische Ideologie des Zionismus. Frieden wird nur nach Israel und Palästina kommen, nachdem der Zionismus verschwunden ist.

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