Woran Ignoranz erkannt wird

Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland schreibt am 1.11.91 in der „Allgemeinen“ unter der Überschrift „Woran Friede gemessen wird“ einen denkwürdigen Kommentar. Denkwürdig allein schon deshalb, weil es ihm gelungen ist, in einem langen Artikel, der sich mit der Konferenz in Madrid beschäftigt, in keiner einzigen Zeile, nicht einmal mit einem einzigen Wort die Palästinenser zu erwähnen, jene Menschen, die es offensichtlich gar nicht gibt, die wohl eine Erfindung der Antisemiten oder zumindest der Antizionisten sind.

Mit wem soll Israel Frieden schließen? Dazu hat sich Herr Galinski nicht geäußert, dafür aber wieder umso mehr vom Holocaust und der zweitausendjährigen Verfolgung der Juden geschrieben. Er ist stolz darauf, dass man die Israelis „Raufbolde“ nennt; er empfindet nach eigenen Worten „so etwas wie eine Genugtuung“ dabei. Und um zu beweisen, dass diese Bezeichnung wieder einmal „an der Realität vorbeigeht — produziert, um mit umgekehrtem Vorzeichen nach altbewährtem Grundmuster eine Gemeinschaft bloßzustellen, deren einziges Vergehen seit mehr als zweitausend Jahren ist, überleben zu wollen“, bemüht er wieder einmal die leidvolle Geschichte des jüdischen Volkes und suhlt sich wieder im Selbstmitleid. >>>

4 Gedanken zu „Woran Ignoranz erkannt wird

  1. Es gibt ja so viele Sinnsprüche, von den einer viel zitiert wird: „gebt dem Kaiser ….“. Man könnte auch sagen, „lasst dem Kaiser, was …“ und da wäre man im Grunde bei den 10 Geboten, wonach man nicht begehren soll, was ….“ Aber der hier ausgedrückte Konservativismus des Erhaltens und des Respekts vor fremden Dingen widerspricht dem Prinzip des Austauschs, und den Notwendigkeiten von Veränderungen. Was hat sich nicht alles schon in den letzen 100 Jahren verändert. Und erst recht im Hl. Land! 1914 gehörte Palästina zur Türkei, die seit dem 15. Jahrhundert ihre Herrschaft bis an die marokkanische Grenze erstreckte. 1911 fügte sich Italien das türkische Libyen an. 1915 vertrieben die Türken die Armenier aus Anatolien. Hätten die Araber in Palästina auf die Türken vertrauen können, als deren Untertanen sie lebten? Die Sympathie der Türken galt schon vor 1914 den Juden. Und erst recht Jerusalem, die Stadt der Veränderungen! Kaiser Hadrian machte Hierosolyma zu einer für Juden verbotenen Stadt (135). Kaiser Julian lud die Juden wieder ein, den Tempel neu zu errichten (360). Shlomo Sand hat sich aus der Palästina-Diskussion zurückgezogen, weil die historischen und davon derivaten gesetzlichen Verhältnisse zu kompliziert seien, um von „Recht“ sprechen zu können. Wenn man bedenkt, daß die Neuperser auch schon ihre Füße im Kidron gewaschen haben … und daß schon Mohammed (+ 632) von der Eroberung Jerusalems träumte, die der Kalif Omar dann wirklich dem Islam gewann. Also, liebe Juden, Moslems, Araber, Türken, Perser, Christen aller Konfessionen, lasst die Waffen sprechen! Ganz offensichtlich ist der Ort dem Kriegsgott Mars heilig. Es ist ein Ort wie die Katalaunischen Feldet, wie Verdun oder Stalingrad, Massengrab. Auf welchen anderen Frieden wartet ihr wenn nicht auf das resquiescere in pace?

  2. Lieber Abi Melzer, welche Grenzen von Israel?
    Ihr Artikel spricht mir aus der politischen Seele – des Friedens – jedoch gibt es seit der Gründung Israels keine Grenzen für Israel.

    Diese Information sollten sie an das ICC weiterleiten.

    Office of the Prosecutor – Ms Fatou Bensouda
    Fax: +31 70 515 8555

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    hiermit möchte ich auf einen Umstand aufmerksam machen, der mir bei meinen Recherchen aufgefallen ist und so noch nicht dargestellt wurde.

    Die Hauptfrage lautet doch:
    Hat die UN, sowie das ICC das Recht und die Grundlage, den Staat Israel für Kriegsverbrechen verantwortlich zu machen?

    Ja – das ist eindeutig in und mit der Gründungsurkunde des Staates Israels, gleichwohl mit dem Beitritt Israels zu den United Nations legitimiert.

    Das von den Briten an die United Nations abgegebene Kriegsverwaltungsgebiet Palästina ist klar umrissen.
    Das gesamte Territorial Palästina wurde vom UN-Teilungsausschuss, ohne Angaben von Grenzen in die Unabhängigkeitserklärung des zu gründenden Staates Israel – nach Mehrheitsabstimmung mit 5 von 9 Stimmen – aufgenommen und ratifiziert.

    Es geht also nicht um die Grenzen Israels, sondern um das „Ganze Gebiet UN Palästina von 1947″ – egal wie die Grenzen gezogen sind – denn es gibt keine Grenzen für Israel.

    Dies bedeutet, dass das gesamte Gebiet Palästina, das Recht der United Nations Gerichtsbarkeit besitzt, da der Staat Israel grenzenlos innerhalb des gesamten Gebietes Palästina von 1947 gegründet wurde.
    Grenzenlos bedeutet, Israel hat keinen Gebietsanspruch.
    Das Palästina von 1947 wird seither immer noch von der UN verwaltet.

    Das Subsidiaritätsprinzip ermöglicht das tätig werden der UN und des ICC – zur Aufklärung von Verbrechen in Palästina.

    • Ergänzung:
      Kurz nachdem der oben stehende Kommentar veröffentlicht war, erschien ein Beitrag von Oliver Eberhardt – mit dem Titel „Fragwürdige Auslegung“ -https://www.neues-deutschland.de/amp/artikel/1135909.fragwuerdige-auslegung.amp.html .

      Der Beitrag von Oliver Eberhardt zeigt, dass Netanyahu die Gründung Israels am 14. Mai1948 in Bezug auf auf folgenden Kriegsverbrechen in Palästina unter den Tisch kehren will.

      Das heutige Israel und deren Multi-Kulti Gesellschaft hat bereits seit langem begriffen, dass die Führer Israels im 19. Jahrhundert festhängen.

      Die Vision von Moses Hess, sowie die Mission von Theodor Herzl ist mit viel Betrug und Blutvergießen verwirklicht.

      Das heutige Israel hat mit dem Wunsch und der Sehnsucht nach Anerkennung einer jüdischen Nationalität nichts mehr zu tun.

      – Das alles ist verwirklicht –

      Jedoch im Gegenteil wurde der Gejagte selbst zum blutrünstigen Jäger und Killer, frei nach dem Motto – „Bist du nicht für mich, so bist du gegen mich“.
      Ein gieriges zionistisches Monster ist erschaffen worden.

      Netanyahu trägt das Dogma seines Vaters und Chaim Weizmanns, der es der Welt eindrucksvoll zeigt und proglamiert!
      „Ihr könnt unser Kommen nach (Palestina) beschleunigen oder verzögern. Es ist aber besser für Euch uns zu helfen, denn sonnst wird sich unsere aufbauende Kraft in eine zerstörende verwandeln, die die ganze Welt in Gährung bringen wird.“
      Zitat von Chaim Weizmann, jüdische Rundschau – Berlin 1920 – Nr. 4.

      Der Antizionist und Antisemit ist Israel selbst. Die Zionistische Schlange hat sich selbst gefressen und feiert gerade die eigene Verspeisung des Kopfes.

      Übrig bleiben die wahren Juden, befreit von dem Missbrauch, dass das Judentum einen Staat braucht.
      Liebe und Frieden sind keine territorialen Eigenschaften, diese beginnen durch Bewusstsein – dieses Bewusstsein scheint der zionistischen, gottlosen Welt abhanden gekommen zu sein.

      Ein Jude Namens Adelson ist der Glücksspielkönig dieser Welt – aschkenazische Flüchtlinge.
      Das hat nichts mit jüdischen Glauben zu tun.
      Ein wahrer Jude tötet nicht – er liebt auch seine Feinde – so sprach der ehemalige General Benny Gantz. Wo war diese Einstellung 2012/14 bei der Zerbombung von Gaza?
      Wie bereits erwähnt, der Gejagte wurde zum blutrünstigen Jäger. Bei der Zerbombung Gazas war auch Gabi Aschkenazi sehr aktiv.

      All diese blutrünstigen Jäger sitzen nun mit dem Monster Netanjahu in einer Regierung, um das Monster zu entmachten?

      Ein Neuanfang für die Menschen in Israel mit Werten eines schönen Lebens, einer prosperierenden freien Gesellschaft, ohne 80 bis 90 Atomwaffen ist Isreal und dem Rest der Welt zu wünschen.

      Wie es aussieht hat das Militär Bewusstsein erlangt.
      Der Likud-Bock wird sich auch gegen Netanjahu stellen.

      Das Volk Gottes kann jetzt beweisen, ob es das Volk Gottes ist – Liebe und Frieden sind die Essenz von Gott – in allen Religionen.

      Das Wort (Shabd) – der Weg – dieser wird sich nur liebenden und demütigen Menschen eröffnen.

  3. Ergänzung:
    Dieses 2012 erschienene Buch von Sergio Della Pergola, stellt den Überlebenskampf der jüdischen Bevölkerung weltweit dar.

    Jewish demographic policies
    Population Trends and Options in Israel and in the Diaspora

    Im Vorwort der Webseite wird bereits darauf hingewiesen, dass Israels Grenzen unbestimmt sind – Expansion – wieder auf Kosten der Palästinenser.

    Website
    http://jppi.org.il/new/en/article/english-jewish-demographic-policies/

    Book download
    http://jppi.org.il/news/96/58/Jewish-Demographic-Policies/uploads/Jewish_Demographic_Policies.pdf

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