von Ludwig Watzal
Man muss schon an Realitätsverlust oder Ignoranz leiden, um irgendetwas Sinnvolles in den Worten des Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland und Internisten, Dr. Josef Schuster, heraushören zu können. Laut „Jüdische Allgemeine“ hat er die deutschen Medien dafür kritisiert, dass sie nur sehr spärlich über die „Welle des Terrors“ in Israel berichteten und den jüdischen Staat als „Aggressor“ ausmachten. „Diese Verdrehung der Tatsachen wollen wir nicht länger schweigend hinnehmen“, so Schuster. Er forderte nicht nur eine „faire Berichterstattung“, sondern auch eine „Verurteilung der Terroranschläge durch die Politik“. Weiterhin verlangte er „Solidarität mit Israel“ und versicherte, dass „wir“, damit meinte er die jüdischen Deutschen, „stehen fest an der Seite seiner (der israelischen L.W.) Bevölkerung“. Die Polit-Floskel von Israel als „einzige Demokratie im Nahen Ostens und Außenposten der westlichen Wertegemeinschaft““ durfte da natürlich nicht fehlen. Hinter beiden Aussagen müsste man ein dickes Fragezeichen setzen, wenn man die Behauptungen für bare Münze nehmen würde.