„Schuster, bleib bei deinem Leisten!“

von Ludwig Watzal

Man muss schon an Realitätsverlust oder Ignoranz leiden, um irgendetwas Sinnvolles in den Worten des Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland und Internisten, Dr. Josef Schuster, heraushören zu können. Laut  „Jüdische Allgemeine“ hat er die deutschen Medien dafür kritisiert, dass sie nur sehr spärlich über die „Welle des Terrors“ in Israel berichteten und den jüdischen Staat als „Aggressor“ ausmachten. „Diese Verdrehung der Tatsachen wollen wir nicht länger schweigend hinnehmen“, so Schuster. Er forderte nicht nur eine „faire Berichterstattung“, sondern auch eine „Verurteilung der Terroranschläge durch die Politik“. Weiterhin verlangte er „Solidarität mit Israel“ und versicherte, dass „wir“, damit meinte er die jüdischen Deutschen, „stehen fest an der Seite seiner (der israelischen L.W.) Bevölkerung“. Die Polit-Floskel von Israel als „einzige Demokratie im Nahen Ostens und Außenposten der westlichen Wertegemeinschaft““ durfte da natürlich nicht fehlen. Hinter beiden Aussagen müsste man ein dickes Fragezeichen setzen, wenn man die Behauptungen für bare Münze nehmen würde.

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Importieren wir Antisemitismus?

Einer der unsäglichsten Sätze im Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle, die Deutschland erlebt, ist: „Wir importieren mit den Flüchtlingen auch den Antisemitismus.“ Er stammt vom Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, der lieber bei seinen Leisten geblieben wäre und sich nicht zu einem Thema geäußert hätte, von dem er offensichtlich keine Ahnung hat. Jude zu sein genügt nicht. Man muss auch über geschichtliche Kenntnisse verfügen und wenn schon nicht intelligent sein, so zumindest über einen gesunden Menschenverstand verfügen. Schuster ist aber offensichtlich vom zionistischen Virus infiziert und sieht in arabischen Flüchtlingen etwas, was sie nicht sind.

Europa und Deutschland brauchen keinen Antisemitismus zu importieren, nachdem sie ihn jahrhundertelang exportiert haben. Trotzdem ist noch genug davon in Europa geblieben. Wir sind hier in Europa und ganz besonders in Deutschland nicht auf angeblich moslemischen Antisemitismus angewiesen. Allerdings eignet sich „moslemischer Antisemitismus“ sehr gut dazu, von Israels Kriegsverbrechen und völkerrechtswidrigen Verhalten abzulenken.  Weiterlesen

Weißgerber, mir grauts vor Dir!

Ich habe bisher noch nie etwas von Günter Weißgerber gehört. Und das war auch gut so. Jetzt habe ich ein widerliches Pamphlet von ihm gelesen und musste mich prompt übergeben. Es ist eine Schande und eines der noch nicht beseitigten Flecken unseres politischen Lebens in Deutschland, dass solche armselige Würstchen die Bühne bekommen, um anständige, mutige und mit Zivilcourage gesegneten Menschen zu beleidigen. Und wenn dieser unangenehme Zionistenknecht und vermeintliche profunde Kenner der „einzigen Demokratie im Nahen Osten“ sich mal Zeit nehmen würde, in den Spiegel zu schauen, dann könnte er vielleicht eine „Nazifratze“ erkennen, wie sie früher vom „Stürmer“ gebraucht worden ist, um Juden zu diffamieren und zu entrechten.

Mit Schaum vor dem Mund, wie ein tollwütiger Schäferhund, beist Weißgerber auf Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter ein, als ob er ihn platt machen wollte. Es geht ihm nicht um das, was Schröter gesagt oder geschrieben hat, es geht ihm um Schröter, frei nach Broders Motto: „Warum sachlich, wenn es auch persönlich geht“, fertigzumachen.  Weiterlesen

Palestinians Are Fighting for Their Lives; Israel Is Fighting for the Occupation

by Amira Hass

That we notice there’s a war on only when Jews are murdered does not cancel out the fact that Palestinians are being killed all the time, and that all the time we are doing everything in our power to make their lives unbearable.

Yes, this is a war, and Prime Minister Benjamin Netanyahu, with his mandate from the people, has ordered its intensification. He does not listen to Palestinian President Mahmoud Abbas’ messages of conciliation and acceptance in calmer times, why should he listen to them now?

Netanyahu is intensifying the war mainly in East Jerusalem, with orgies of collective punishment. He thus further reveals Israel’s success in physically disconnecting Jerusalem from most of the Palestinian population, accenting the absence of Palestinian leadership in East Jerusalem and the weakness of the government in Ramallah — which is trying to stop the drift in the rest of the West Bank.

The war did not start last Thursday, it does not start with the Jewish victims and does not end when no Jews are murdered. The Palestinians are fighting for their life, in the full sense of the word. We Israeli Jews are fighting for our privilege as a nation of masters, in the full ugliness of the term.  Weiterlesen

Israel bricht das Völkerrecht

von Albrecht Schröter

Sehr geehrter Herr Botschafter Hadas-Handelsrnann,

die Stadt Jena ist seit Jahren eng mit den Menschen Israels und Palästinas verbunden. Seit 2011 pflegen wir eine offizielle Städtepartnerschaft zu der palästinensischen Stadt Beit Jala. Eine Partnerschaft nach Israel ist in Vorbereitung.

Der israelische Staat hat am 17. August 2015 begonnen, städtisches Gebiet von Beit Jala im Cremisan-Tal – ohne konkrete Ankündigung an die palästinensische Stadtverwaltung – zu konfiszieren und uralte Olivenbäume zerstört, um mit dem Bau einer Mauer zu beginnen.

Ich frage Sie: wenn es angeblich um die Sicherheit Israels geht – warum wird die Mauer nicht grundsätzlich auf dem Gebiet des völkerrechtlich anerkannten Territoriums Israels, sondern auf demjenigen Land errichtet, dessen Besetzung von fast allen Mitgliedstaaten der UNO nicht anerkannt wird?  Weiterlesen

Netanyahu stay in Israel

von Ludwig Watzal

Die israelische Regierung wird zu Regierungskonsultationen in Berlin erwartet. Sowohl in Israel als auch in Deutschland herrscht Ausnahmezustand. In Jerusalem und den Besetzten Gebieten geht zum wiederholten Male das israelische Besatzungsregime gegen das palästinensische Volk mit brutalster Gewalt vor, um es niederzuhalten und um es weiter zu kolonisieren. Deutschland wird von einer Flüchtlingswelle überrannt, für die Kanzlerin Merkel die Verantwortung trägt, weil sie alle Welt nach Deutschland eingeladen hat. „Das Asylrecht kennt keine Obergrenze“, und „Das schaffen wir.“ Anstatt sich in Deutschland um das von ihr verursachte Chaos zu kümmern, tingelt sie durch Indien. Bemerkenswert ist, das Vizekanzler Sigmar Gabriel seine Chefin, und dies nicht zum ersten Mal, nicht begleitet hat

Was will die deutsche Bundesregierung mit Vertretern einer Besatzungsmacht überhaupt besprechen, die nicht nur 1948 eine Massenvertreibung der ursprünglichen Bevölkerung Palästinas durchgeführt hat, sondern auch seit dem Sechstagekrieg 1967 ein anderes Volk mit einem brutalen Besatzungregime überzogen hat und weiter versucht, auch den verbliebenen Rest von Palästina ihren eigentlichen Besitzern zu rauben.

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Umfragen und ihre Ergebnisse

Nach einer Umfrage der BBC im Sommer des Jahres 2015 ist Deutschland das beliebteste Land auf der ganzen Welt. Man kann es kaum glauben, und es ist trotzdem wahr. Eine andere Umfrage  hat vor einigen Jahren ergeben, dass Israel das unbeliebteste Land in Europa ist, obwohl Israel gar nicht zu Europa gehört und sich immer weiter von Europa und europäischen Werten entfernt.

Was für ein Ergebnis, mit dem die Israelis natürlich nicht einverstanden waren und alle Europäer beschuldigt haben, Antisemiten zu sein. So einfach machen es sich nur die Israelis. Warum nachdenken über unangenehme Ergebnisse, wenn man die Schuld dafür schon in der Tasche hat.  Weiterlesen

His Masters Voice

Josef Schuster, der Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland und Benjamin Netanjahu, Israels Ministerpräsident, haben natürlich das Recht zu behaupten, dass die israelische Armee die moralischste Armee der Welt sei oder dass Israel die einzige Demokratie im Nahen Osten ist und kein Apartheid Staat, aber wir, ihre Kritiker, dürfen über solche Aussagen lachen und wir dürfen auch behaupten, dass beide an Paranoia leiden. Während Schuster die Rolle des Knechts spielt, der seinem Herrn nach dem Munde redet, als wäre er „his masters voice“, spielt Netanjahu die Rolle des „Master“, überheblich, arrogant, selbstgerecht und zynisch. Mit diesen Eigenschaften will er alle Juden der Welt vertreten, auch diejenigen, die ihn verachten und hassen.

Schuster passt zum Zentralrat der Juden wie die Faust aufs Auge. Ein jämmerlicher Opportunist, der kein Rückgrat, keine Zivilcourage und kein Programm hat, wie er die jüdischen Gemeinden in Deutschland führen soll. Deshalb macht er Business as usual, trampelt in den ausgetretenen Pfaden seiner Vorgänger, beschwört seine Verbundenheit mit Israel, die sich in dämlichen zionistischen Parolen erschöpft und hat keine Vision und viel Angst, die Juden in Deutschland in eine Zukunft zu führen, in der sie sich als deutsche Juden oder jüdische Deutsche definieren könnten.  Weiterlesen

Der Demokrator

von Iris Hefets

Wie nennt man einen Staat, der sich seit seiner Gründung im Ausnahmezustand befindet? Einen Staat, der Zensur über die Presse verhängt und der der Hälfte der Bewohner seines Territoriums kein Wahlrecht gibt?

Diese unvollständige Auflistung von Merkmalen wird ein gewöhnliches Mitglied einer sozialdemokratischen Partei kaum mit dem Konzept der Demokratie vereinbar finden, es sei denn, dass man sich euphemistisch ausdrücken will bzw. muss wie bei der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) z.B.. Oder dass man einen großen blinden Fleck pflegt. Oder dass man Angst hat, das Kind beim Namen zu nennen.  Weiterlesen