Der Philosemit Uwe Becker will einen in Israel aufgewachsen Juden belehren!

Ich habe mich entschlossen, meinen Email-Verkehr mit Uwe Becker, Bürgermeister und Stadtkämmerer, Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Kirchen, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, da aus ihm eine unerträglich Arroganz, Ignoranz, historisches Nichtwissen sowie Anbiederung an den Zionismus, der rassistischen Ideologie des Staates Israel, spricht.

Auf dem 5. Israelkongress wurde Becker von den extremistischen Organisatoren dieser Veranstaltung mit einem Preis geehrt. Kongressdirektor Sacha Stawski, Betreiber der rechtszionistischen Website „honestly concerned“, gehört zu den extremistischsten Israelfans in Deutschland. Dass sich Becker in dieser Umgebung wohlfühlt, ist bei seiner Israel-Besoffenheit, nur zu verständlich.

Becker wäre als „Bürgermeister“ einer illegalen Siedlung im besetzten Westjordanland, vermutlich besser aufgehoben als in Frankfurt. Aber ob ihn die radikalen Siedler als Nicht-Juden akzeptieren, scheint mehr als fraglich. Nicht-Juden ist es nicht gestattet, in diesen völkerrechtswidrigen Kolonien zu wohnen. Vielleicht bekommt Becker aber eine Sondergenehmigung von Benjamin Netanyahu, hat er sich doch um Israel mehr als verdient gemacht. 

Von: A. Melzer [mailto:abimelzer@t-online.de]
Gesendet: Montag, 4. Februar 2019 18:51
An: ‚Uwe.Becker@stadt-frankfurt.de‘ <Uwe.Becker@stadt-frankfurt.de>
Betreff: AW: wer oder was sind sie?

 Sehr geehrter Herr Becker,

das war aber ein gelungener Witz. Ich konnte zwar nicht lachen, aber ich finde es toll, dass Sie mir auf Hebräisch Laila tov wünschen. Ich würde Ihnen gerne Boker tov erwidern, schön, dass Sie aufgewacht sind, auch wenn es schon 17:45 Uhr ist. Wollen Sie mir signalisieren, dass Sie Hebräisch sprechen? Dann sollten Sie mir doch ganz auf Hebräisch schreiben. Aber Sie sprechen ja kein Hebräisch und wollen nur ein wenig angeben, dass Sie Gute Nacht auf Hebräisch wünschen können. Wer soll sich dafür interessieren und wen wollen Sie damit beeindrucken? Doch nicht etwa mich?

Meine israelischen und jüdischen Freunde haben sich totgelacht. Mir, der ich mit Auszeichnung eine israelische Schule beendet habe und in der israelischen Armee gedient habe, wollen Sie, ausgerechnet Sie, israelische Geschichte beibringen. Ich lach mich tot.

Sie wollen mir das geschichtliche Grundwissen in Bezug auf die jüdische Besiedlung von Judäa, Samaria und Jerusalems  vermitteln? Ihnen fehlt aber die Zeit? Mir scheint Ihnen fehlt das Wissen. Sie haben sich von ihren jüdischen Freunden offensichtlich nur die Chuzpe angeeignet. Sie verwechseln zwar nur ein einziges Wort, aber es ist ein wichtiges Wort. Judäa, Samaria und Ostjerusalem sind nicht besiedelt worden, sondern in den Jahren seit 1967 kolonialisiert worden. Das Land ist den Palästinensern geraubt worden und Ostjerusalem gehört Palästina und nicht Israel. Und da verzichten wir Israelis und wir anständigen Juden, dass ein „Arschloch“ wie Sie uns Land schenkt, dass ihm und uns nicht gehört. Es gehört uns Juden genauso wenig wie die Krim Russland gehört, wobei Russland aber eher Anspruch auf die Krim stellen darf als Israel auf Hebron und Ostjerusalem. Und Millionen Juden und Israelis pfeifen auf Ihren Philosemitismus, der nichts anderes ist als ein Antisemitismus von Antisemiten, die wie Sie, die Juden lieben.

Bleiben Sie mir bitte fern mit ihrem krankhaften Zionismus. Die jüdischen Zionisten reichen mir.

Mit höchster Verachtung

Abraham Melzer

 Von: Uwe.Becker@stadt-frankfurt.de [mailto:Uwe.Becker@stadt-frankfurt.de]
Gesendet: Montag, 4. Februar 2019 17:45
An: A. Melzer (abimelzer@t-online.de) <abimelzer@t-online.de>
Betreff: WG: wer oder was sind sie?

Sehr geehrter Herr Melzer,

ich möchte mich dafür entschuldigen, dass ich Ihnen fälschlicherweise eine größere historische Kenntnis in Bezug auf die Geschichte des Nahen Ostens zugebilligt hatte.

Aber schon Ihr Vokabular spricht dafür, dass Ihnen das notwendige Wissen für die Zeit vor 1967 (bzw. auch vor 1948) in Bezug auf Israel/Palästina  ganz offensichtlich fehlt.

Damit erübrigt sich dann tatsächlich die weitere Konversation, denn um Ihnen das geschichtliche Grundwissen in Bezug auf die jüdische Besiedlung von Judäa, Samaria und Jerusalems zu vermitteln, fehlt mir nun wirklich die Zeit.

 Beste Grüße und laila tov

Uwe Becker

Von: A. Melzer [mailto:abimelzer@t-online.de]
Gesendet: Montag, 4. Februar 2019 13:20
An: Becker, Uwe
Betreff: AW: wer oder was sind sie?

Sehr geehrter Herr Becker,

ich habe von Ihnen keine intelligentere Antwort erwartet. Eine ethnische Säuberung findet dann statt, wenn eine Besatzungsmacht die indigene Bevölkerung vertreibt und nicht wenn eine kolonisierende Besatzung ihre Zivilisten, die das Gebiet zu Unrecht besiedelt haben, „umsiedelt“.  Oder war die Umsiedlung der Franzosen aus Algier und Marokko ebenfalls eine ethnische Säuberung oder die Vertreibung der Briten aus Indien? Beispiele gibt es genug. Wenn Sie nicht wissen ,was „ethnische Säuberung“ ist, dann fragen Sie doch Ihren Vater oder Großvater.

Und was ist mit den ethnisch gesäuberten Grundstücken in Frankfurt. Warum sind sie bis heute noch nicht zurückgegeben. Kümmern Sie sich doch darum und nicht um Probleme, von denen Sie keine Ahnung haben.

Von: Uwe.Becker@stadt-frankfurt.de [mailto:Uwe.Becker@stadt-frankfurt.de]
Gesendet: Montag, 4. Februar 2019 12:03
An: A. Melzer (abimelzer@t-online.de) <abimelzer@t-online.de>
Betreff: WG: wer oder was sind sie?

Sehr geehrter Herr Melzer,

da ich einer Ihrer zurückliegenden Mails entnehmen konnte, dass Sie selbst ganz offensichtlich nicht mehr in der Lage sind,  sich an Ihre eigenen Veröffentlichungen zu erinnern (Offener Brief an Frau Dr. Knobloch und Ihre Reaktion auf meine Kritik), hatte ich Ihnen zuletzt auch nicht mehr geantwortet und beabsichtige, dies auch künftig nicht mehr zu tun.

Allerdings möchte ich in Bezug auf Ihre aktuelle Kritik etwas korrigieren, das Sie ganz offensichtlich missverstanden haben (oder missverstehen wollten).

Meine Bewertung der Aktivitäten von Amnesty International als Forderung nach ethnischen Säuberungen bezog sich nicht auf deren Aufforderung, keine Zimmer mehr in bestimmten Gebieten oder in Ostjerusalem zu vermieten, sondern auf die Forderung von AI in deren aktuellem Bericht , dass Israel all seine Zivilisten aus den besetzten Gebieten umsiedeln soll“ und dies kommt tatsächlich der Aufforderung nach ethnischen Säuberungen gleich.

Viele Grüße

Uwe Becker

Bürgermeister und Stadtkämmerer, Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Kirchen.

Mayor and City Treasurer

Head of Department of Finance, Shareholdings and Church Affairs, Stadt Frankfurt am Main, Römerberg 23.

D – 60311 Frankfurt am Main

Tel:  +49(0) 69 212 33104

Fax: +49(0) 69 212 30707

Von: A. Melzer [mailto:abimelzer@t-online.de]
Gesendet: Freitag, 1. Februar 2019 17:11
An: Becker, Uwe
Betreff: wer oder was sind sie?

 Sehr geehrter Herr Bürgermeister Uwe Becker,

warum verplempern Sie ihre Zeit mit politischen Problemen, die Sie gar nicht angehen. Sie bezeichnen die Aufforderung in den besetzten Gebieten keine Zimmer an Touristen zu vermieten, als eine „ethnische Säuberung“. Wissen Sie überhaupt, was eine ethnische Säuberung ist. Waren Sie jemals auf der Seite der Opfer? Wir, meine Familie, waren Opfer der Deutschen, zu denen auch Ihre Familie gehört, also Ihr Vater oder Ihr Großvater. Meine Familie ist fast vollständig in Auschwitz umgekommen. Und Ihre Familie? Wo war denn Ihr Vater oder Ihr Großvater im Krieg? Hat möglicherweise Ihr Vater meine Großeltern nach Auschwitz gebracht oder in Auschwitz vergast und verbrannt?

Alles berechtigte Fragen. Sie sollten sich weniger mit den Palästinensern und den israelischen Tätern beschäftigen, sondern mit dem, was in Ihrer Stadt Frankfurt los ist. Was ist mit den 170 Grundstücken und Immobilien, die sich die Stadt in der Zeit des Nationalsozialismus angeeignet hat durch die Vertreibung der Juden. Waren Ihre Eltern etwa auch dabei jüdisches Eigentum sich anzueignen? Und warum haben Sie nicht dafür gesorgt, dass diese Grundstücke und Immobilien an die rechtmäßigen Eigentümer zurückerstattet wurden. Dagegen hat sich die Stadt Frankfurt daran bereichert.

Sie laufen fast ununterbrochen mit eine Kipa auf dem Kopf. Sind Sie Jude? Nein, das sind Sie nicht und wahrscheinlich auch nicht beschnitten, oder haben Sie sich inzwischen beschneiden lassen, aus Sympathie mit dem Judentum. Da sind mir ehrliche Judenhasser lieber als verlogene Philosemiten wie Sie. Sie hassen Semiten, allerdings nicht die jüdischen Semiten, sondern die palästinensischen Semiten. Das ist widerlich.

Sie meinen, dass BDS Jüdinnen und Juden vertreiben will. Wo haben Sie denn das her? BDS will Palästinensern das Land zurückgeben, das ihnen die Israelis geraubt haben. BDS will die Rückkehr von Palästinenser in ihre Heimat. Haben Sie das nicht auch für Deutsche Flüchtlinge und Vertriebene gewollt? Sie sprechen von einem „schockierenden Skandal“ und da haben Sie Recht. Es ist ein schockierender Skandal was Sie sagen und machen. Sie schweigen über das Unrecht, was man den Palästinensern angetan hat und fühlen sich dabei auch noch als ein „Gutmensch“, weil Sie Juden und jüdisches Unrecht verschweigen.

Sie missbrauchen Ihre Macht als Bürgermeister und sorgen dafür, dass man in städtischen Gebäuden darüber nicht sprechen darf. Manchmal schafft es ein Gericht Sie daran zu erinnern, dass wir in diesem Land ein Grundgesetz haben, das für alle gilt. Die Enteignung und Entrechtung von Juden im Dritten Reich gibt niemanden, auch Ihnen nicht das Recht, sie heute zu bevorteilen und ihnen in den Darm zu kriechen.

Aus Frankfurter Rundschau:

Jahrelang lief Dieter Wesp an der Villa Kennedy vorbei. Irgendwann packte den Frankfurter Stadtführer die Neugier, und er wollte die Geschichte des altehrwürdigen Hauses in seiner Nachbarschaft erforschen. Bei seinen Recherchen stieß er 2016 im Institut für Stadtgeschichte auf ein Dokument, das sein Herz höher schlagen ließ. „Haus- und Grunderwerb der Stadtgemeinde Frankfurt am Main von Juden seit 1933“ lautet die Überschrift des Schriftstücks vom 25. Juni 1945, das sich in einer Magistratsakte findet.

Darin aufgelistet sind auf 13 Seiten 170 Grundstücke und Immobilien, die sich die Stadt in der Zeit des Nationalsozialismus unter den Nagel riss. Darunter sind eben jene Villa Kennedy, damals noch Villa Speyer, das Große Anwesen der von Weinbergs in Sachsenhausen, das ehemalige Literaturhaus in der Bockenheimer Landstraße, aber auch viele kleinere Häuser von einfachen Kaufleuten. Erstellt hat die Liste der damalige Baudezernent Adolf Miersch im Auftrag des neuen, von den Amerikanern ernannten Frankfurter Bürgermeisters Wilhelm Hollbach.

Frankfurt: Wesp ist nicht der erste, der auf die Liste stieß

Wesp ist von seinem Fund begeistert und fragt beim Fritz-Bauer-Institut an. Kennt ihr die Liste? Nein, heißt es dort. Wesp ruft beim Institut für Stadtgeschichte an. Kennt ihr die Liste? Nein, heißt es dort. Erziehungswissenschaftler Wesp ist verblüfft. „Dass ich als Barfußhistoriker auf diese Liste stoße, hätte ich nicht gedacht.“

2 Gedanken zu „Der Philosemit Uwe Becker will einen in Israel aufgewachsen Juden belehren!

  1. Es ist doch ganz logisch,daß Philosemiten problematisch sind: sie mögen die Juden, verlangen aber, daß die Juden so werden, wie sie sie mögen können. Die Antisemiten mögen keine Juden, haben aber Vorstellungen von ihnen, wie sie gar nicht oder in ausgewählten Einzelfällen zutreffen. Insoweit sind Antisemiten unproblematischer, weil „die Juden“ belegen können, anders zu sein als die Antisemiten behaupten. Schwierig wird es jedoch, sich auf einem Standpunkt zu stellen und Beweise zu liefern, daß die Juden nicht in das Bild von Philosemiten passen. Dann werden sie im Umkehrschluß selbst zu Antisemiten und Selbsthassern.
    Hals- und Beinbruch also, um das verballhornte Jiddisch (hatslokhe u brokhe) zu verwenden, damit die Diskussion nützlich wird!

  2. Das Problem von Uwe Becker ist, dass er bloss Hasbara-Propaganda kennt und daher nur diese verbreiten kann. Historische Fakten sind ihm fremd, wenn diese in den Hasbara-Trainings unerwähnt bleiben.

    Man weiss auch zuwenig über seine Verbindungen zu Bnai Brith, die in FFM sehr mächtig sein dürfte und ob er bzw. seine Familie/Umfeld auch finanzielle Verbindungen zu braunen Zionisten unterhält. Jedenfalls dürften FFM, Berlin, Muc die Hochburgen der rechtsextremen, braunen Zionisten sein (die alle Nichtjuden/Gojim idR diskriminieren).

    Wie Beispiele in den USA zeigen, kann man mit Wahlunterstützungen Politiker oft einfach für den rechtsextremen Zionismus gewinnen.

    Was da in FFM, Berlin, Muc läuft sollten Journalisten einmal genauer unter die Lupe nehmen.

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