Dr. Michael Blume, Deutscher Antisemitismus-Beauftragter als Antisemit entlarvt!

von Ludwig Watzal

Wer ist der eigentliche „Antisemit“? Augstein, Heusgen oder doch der Beauftragte für Antisemitismus Michael Blume?

Endlich traf der Bannstrahl der Antisemitismus-Jäger des Simon-Wiesenthal-Centers (SWC) in Los Angeles den Richtigen. Baden-Württembergs Antisemitismus-Beauftragter wird von der reaktionären zionistisch-jüdischen Organisation des Antisemitismus geziehen. Warum nur Blume? Auf diese Liste gehören auch die anderen Beauftragten für Antisemitismus wie zum Beispiel Felix Klein, Uwe Becker, der Möchtegern-Jude mit Kippa, oder Samuel Salzborn, einer der strammsten pro-zionistischen Professoren im Dienste des rassistischen Zionismus, oder die Ex-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), die diesen Job für das Bundesland Nordrhein-Westfalen erledigt. Bis auf die Freie Hansestadt Bremen haben alle anderen Bundesänder diesen fragwürden Posten eines Beauftragten für Antisemitismus eingerichtet.  Weiterlesen

Herr von Notz, die Bundesregierung betreibt eine „Verdummung der Bevölkerung“ in puncto Israel

von Ulrich Kammer

Sehr geehrter Herr von Notz,

Ihrer Vita im Internet habe ich entnommen, daß Sie einmal in der Bahnhofsmission Frankfurt gearbeitet haben. Dasselbe habe ich als Student in den Semesterferien 1952 getan, da war ich 26 Jahre alt, kurz vor meinem 1. Staatsexamen. Im Herbst 1971 habe ich mit einer Schülergruppe in Auschwitz gearbeitet unter Aktion Sühnezeichen -Friedensdienste. Im Jahr 1995 wurde ich Gründungsmitglied des Synagogenbauvereins Gießen, setze mich seitdem für das Wohl der jüdischen Gemeinde Gießen ein. 1996 warb ich für das Wapniarka-Hilfswerk der Charlotte Petersen, einer Freundin meiner Mutter seit 1924. Im gleichen Jahr bereiste ich das Baltikum, aus dem meine mütterlichen Vorfahren stammten. Dolmetscherin und Reiseleiterin war die jüdische pensionierte Krankenschwester Ester Lagdzdina aus Riga, die als junges Mädchen 1941 in die Sowjetunion geflüchtet war – ihre Zwillingsschwester und Mutter waren in Riga geblieben und wurden ermordet. Ester konnte 1997 auf Betreiben meiner Verwandten in Berlin nach Potsdam übersiedeln und dort ihren Lebensabend verbringen.

Doch nun zur Gegenwart: Nach dem Jahr 2000 erfuhr ich von den Forschungen der sogen. Neuen israelischen Historiker seit dem Buch des Altzionisten Simcha Flapan, dessen Buch „Die Geburt Israels – Mythos und Wirklichkeit“ 1987 erschienen war. (Melzer Verlag) Eine gründliche Rezension dieses Buchs ist unter Schattenblick Rezension 288 weiterhin im Internet lesbar.

In Deutschland setzen sich das „Bündnis für gerechten Frieden“ und die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ ein für einen menschenwürdigen Frieden zwischen Israel und den seit 54 Jahren besetzten Gebieten, in denen jetzt rd. 700 000 Síedler auf geraubtem Land leben.  Weiterlesen

Zu Xavier Naidoos „Antisemitismus“

von Eurich Lobenstein

Amtlich ist es nicht, dass Xavier Naidoo Antisemit sei. Es ist eine private Ansicht. Er darf von privater Seite öffentlich als Antisemit bezeichnet werden. Natürlich ist das bei einem Xavier Naidoo nicht mehr „privat“. Weil aber unsere Gesellschaft im Ganzen nicht nur amtlich ist, aber auch nicht aus lauter privaten Individuen besteht, wird die Grauzone zwischen „privat“ und amtlich ein breites Feld. Wer seine Musik gerne hört, kann „privat“ auch antisemitischer Züge verdächtigt werden. Auch das mit den „Zügen“ ist schwammig: Jeder Mensch hat autistische Züge (Rainer Sachse) , die weit entfernt davon sind, ein Krankheitsbild zu bedeuten. Und so wird letztlich jeder Mensch „antisemitische Züge“ haben, ohne dass man ihn wirklich zum Antisemiten erklären darf. An ein Gebot der Fairness hält sich nur kein Schwein. Die Gerichtsgutachter attestieren jedem Angeklagten nach den Erwartungen des Gerichts (sie wollen von ihm wieder beauftragt werden) schizophrene, hysterische, hypochondrische etc. „Züge“; wissenschaftlich ist das unverfänglich. Beispiel: Ein Gutachter sagte aus, „der Angeklagte sei intelligenter als normal“; das Amtsgericht Karlsruhe formulierte die Aussage urteilstauglich: „Der Angeklagte weicht zwar von der Norm ab, das hat aber noch keine krankhaften Züge“. So ist es auch mit dem „Antisemitismus“ von Naidoo: Seine Aussagen haben vielleicht antisemitische Züge, aber als Antisemiten kann man ihn deswegen nicht hinstellen.  Weiterlesen

Israel mauert die Palästinenser weiter ein!

Israel feiert seinen neu gebauten Grenzzaun zum Gazastreifen – in Wirklichkeit ist er ein Monument der Unfähigkeit zum Frieden

von Arn Strohmeyer

Israel hat auf dem Grenzstreifen zum Gazastreifen die wohl perfekteste Mauer der Weltgeschichte gebaut: 65 Kilometer lang aus Stahlbeton, tief in den Boden reichend und mit digitalen Warnsystemen ausgestattet. Technisch gesehen ist dieser Trennzaun ein Meisterwerk, politisch-moralisch ein Monument der Niederlage und des völligen Versagens. Auch wenn man mit dem Katholizismus gar nichts zu tun hat, muss man Papst Franziskus Recht geben, als er jetzt beim Besuch des Flüchtlingslagers auf der griechischen Insel Lesbos sagte, dass wir uns in einer Zeit von Mauern und Stacheldraht befänden und dass es sehr traurig sei, wenn man als Lösung für politische Probleme Mauern baue. Genau das tut Israel.

Die Zionisten hatten einst für die Juden, die in Ghettos lebten – teils gezwungen, teils aus selbst gewählter Absonderung – nur Verachtung übrig und sahen es als emanzipatorischen Befreiungsakt an, die materiellen und geistigen Mauern niederzureißen und sich der nicht-jüdischen Außenwelt zu öffnen. Heute bauen die Zionisten selbst Mauern, um die Menschen, die sie unterworfen haben, in Ghettos „einzumauern“. Sie bewegen sich damit ganz im Rahmen und in der Logik des Siedlerkolonialismus, denn dessen Protagonisten haben – ob in Amerika, Afrika oder Australien – die indigenen Unterworfenen immer in Reservaten weggesperrt – angeblich der eigenen Sicherheit wegen, weil man die „Anderen“, die “Wilden“ (in Palästina die „Terroristen“) als Bedrohung empfand und empfindet.  Weiterlesen

Rolf Verleger gestorben – ein jüdischer Kritiker Israels

von Heiko Flottau

Professor Rolf Verleger, ehemaliges Mitglied des Zentralrates der Juden in Deutschland und Kritiker der israelischen Besatzungspolitik, ist gestorben. Bei der Beerdigung auf Berlins Jüdischem Friedhof in  Weissensee fehlte ein Trauergast – ein Vertreter des Zentralrates. Beerdigungen können die Basis für Versöhnung sein – oder wenigstens für eine Art politischen Waffenstillstand – so denn ein Zerwürfnis  aktuellen oder auch prinzipiellen Meinungsverschiedenheiten etwa über Konflikte zwischen zwei Völkern entspringt. Wer Grösse zeigen will, lässt sich eine solche Gelegenheit nicht entgehen.

Rolf Verleger hätte eine solche Geste verdient gehabt. Sie ist ausgeblieben. Die Fronten zwischen ihm und dem Zentralrat waren zu verhärtet. Wie im Nahen Osten, wo sich Israelis und Palästinenser seit Jahrzehnten in einem Konflikt verknäuelt haben. Oder realistischer: wo Israel die Besetzung palästinensischen Landes nicht beenden will.

Rolf Verleger war – neben Rupert Neudeck, Professor Udo Steinbach, Professor Norman Paech, Nirit Sommerfeld und manch anderen, Gründungsmitglied des 2017 in Deutschland ins Leben gerufenen  Bündnisses für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern e. V., abgekürzt BIP. >>>

Antisemitismus und Islamophobie oder Sind wir alle Antisemiten und Islamophobe?

von Arn Strohmeyer

Wenn man sich heute über Fragen wie Judentum, Holocaust, Antisemitismus und Israel authentisch informieren will, sollte man zu Arbeiten kritischer jüdischer bzw. israelischer oder amerikanischer Autoren greifen, da die deutschen Analysen so von der Holocaust-Schuld bestimmt sind, dass ihre Aussagekraft nur beschränkt ist. Wenn das Ergebnis dieser Forschung ist, dass jede Aussage über Juden, die man als kritische Auseinandersetzung deuten könnte (es muss ja gar nicht um Antisemitismus gehen), eine Projektion ist, also mit Juden gar nichts zu tun hat, sondern eine Fiktion Außenstehender ist, dann kann man eigentlich zum Thema nicht mehr viel sagen. Wenn man dann noch hinzufügt, dass auch gut gemeinte antirassistische Diskurse versteckte unbewusst vorhandene rassistische Denkmuster enthalten, dann sind wir also offenbar alle „Antisemiten“ oder „Islamophobe“, ob wir wollen oder nicht.

Von diesen Voraussetzungen ist das Buch von Sabine Schiffer und Constantin Wagner Antisemitismus und Islamophobie. Ein Vergleich weitgehend bestimmt. Man fragt sich bei der Lektüre immer wieder: Wo verläuft denn die Grenze zwischen der Projektion und der Realität? Die Autoren arbeiten diese Grenze nicht klar genug heraus. Ein im politischen Diskurs oft genanntes Beispiel: Die Anhänger Israels betrachten es schon als Antisemitismus, wenn man behauptet, dass es reiche Juden in den USA gibt, die Israel mit vielen Dollars unterstützen. Diese Leute sind aber namentlich bekannt, sie bekennen sich auch zur Unterstützung Israels und jüdische Autoren haben ausführlich über sie geschrieben. Ist die jüdische Lobby in den USA nun eine Projektion (ihre Benennung also Antisemitismus) oder eine nicht zu leugnende Realität? Man könnte viele weitere Beispiele für diese Fragestellung nennen.  Weiterlesen

Erhellender E-Mail-Austausch zwischen Laura Hertreiter (SZ) und und Leser Franz Piwonka

Franz Piwonka

Von: Franz Piwonka [mailto:franz.j.piwonka@gmail.com]
Gesendet: Freitag, 5. November 2021 12:16
An: ‚Hertreiter, Laura‘ <laura.hertreiter@sz.de>
Betreff: AW: Eine Frage des Standpunkts

Liebe frau hertreiter,

leider ignorieren sie meine mail vollständig und wiederholen sich lediglich und geben mir nolens volens recht. Offenbar kreisen sie nur um sich selbst. Sie belügen sich leider selbst, denn der einzige grund ihrer rechtfertigung der kündigung ist ihr proisraelisch verzerrtes bild des nahostkonflikts, alles andere sind vorwände. Wollen sie sich nicht einmal die lange solidaritätsliste anschauen? Glauben sie tatsächlich, daß die alle nicht wissen, was aufgabe des journalismus ist?

Viele grüße

Franz piwonka

—————-

Von: Hertreiter, Laura [mailto:laura.hertreiter@sz.de]

Gesendet: Freitag, 5. November 2021 09:10
An: Franz Piwonka <franz.j.piwonka@gmail.com>
Betreff: AW: Eine Frage des Standpunkts

Lieber Herr Piwonka,

ich danke Ihnen für Ihre ausführlichen Ausführungen, denen ich entnehme, dass wir sehr weit auseinanderliegen. Oder vielleicht auch nicht? Alles, was Sie schreiben, sehe ich für Privatmenschen und Aktivisten als absolut zulässige Legitimation für ihre Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit. Alles davon. Aber Journalisten, insbesondere öffentlich-rechtlicher Sender müssen professionell davon absehen können. Sie beispielsweise wissen nicht, woher meine Eltern stammen, ob ich eine Behinderung habe, ob ich meine Kinder beerdigt oder sonstige Krisen durchlebt habe, welche Religion ich habe, welche Sexualität, ob ich schon immer einen Frauenkörper hatte und so weiter. Und selbst wenn Sie es wüssten: Es geht mir auch gar nicht ums Sichtbarmachen. Selbst das kann jeder Journalist tun. Nur kann er sich nicht in den Dienst seines Standpunkts stellen und der Öffentlichkeit sagen „Deal with it“. Das kann nur der Aktivist. Da kenne ich keine Doppelmoral. Deshalb schreibe ich auch, dass Nemi El-Hassans persönliche Geschichte niemanden kalt lässt, dass ihr Schreckliches widerfahren ist, dass ihr Standpunkt ein Stück weit nachvollziehbar wird – und dass all das trotzdem nicht ihre berufliche Selbstbeschreibung bestimmen darf, wenn der WDR doch schon mitteilt, er wolle Quarks nicht politisieren.

Damit alles Gute für Sie, lieber Herr Piwonka,

Laura Hertreite

Ressortleitung  //  Kultur & Medien

+49 89 21 83-98 40

+49 (0)174 150 76 54

Laura.Hertreiter @sz.de

Twitter: @LauraHertreiter

———————–  Weiterlesen

Kritik an der Politik Israels aufgrund des jüdischen Gebots der Nächstenliebe – Ein Nachruf auf Rolf Verleger

von Arn Strohmeyer

Die Nachricht vom Tod Rolf Verlegers muss alle, die sich für einen gerechten Frieden im Nahen Osten einsetzen, tief betroffen machen. Mit ihm verlieren wir zudem einen wunderbaren und liebevollen Menschen, den persönlich gekannt zu haben eine große Bereicherung war. Im Januar dieses Jahres hat er mir noch einen langen Brief geschrieben, in dem er auch auf seine Krankheit einging. Der Brief endete mit den Worten: „Ich muss sehr teure Pillen schlucken, und die Ärzte sind guter Stimmung. Mal sehen, wie es weitergeht…“ Er hat den Kampf gegen seine Krankheit verloren, er ist nur 70 Jahre alt geworden. Wir haben mit ihm einen der besten und kenntnisreichsten Mitstreiter für ein Ende der Gewalt und der Unterdrückung in Israel/Palästina verloren. Der Verlust wiegt sehr schwer.

Die Motivation für sein politisches Engagement war das Judentum, so wie er es verstand. Über diese Religion schrieb er: „Das Judentum war über Jahrhunderte eine Ideologie der Befreiung, der Möglichkeit der kommenden Erlösung, der Heilung der Welt durch Gottes Gnade.“ Das Gebot der Tora „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!“ oder in anderer Übersetzung „Liebe Deinen Nächsten – er ist wie Du!“ war für ihn die universale Kernaussage dieser Religion. Er zitierte immer wieder den Satz, den der Rabbi Hillel (geb. 70 v.u.Z.) zu einem Schüler auf die Frage nach dem Wesentlichen im menschlichen Leben gesagt hat: „Was Dir verhasst ist, das tu Deinem Nächsten nicht an!“. Hillel fügte hinzu: „Das ist die ganze Tora. Der Rest ist Erläuterung.“  Weiterlesen

„Nützliche Idioten des US-Imperialismus“ – Die Antideutschen

von Arn Strohmeyer

Die deutsche Journalistin Eva C. Schweitzer, die in New York lebt und arbeitet, ist eine exzellente Kennerin der amerikanischen Politik, Geschichte und Kultur. Da die deutsche Politsekte der Antideutschen neben Israel in den USA ihr großes Vorbild sieht, liegt es nahe, das politische Treiben dieses „Haufens von politisch beschädigten Politaktivisten“ einmal aus der amerikanischen Perspektive zu betrachten bzw. zu diagnostizieren, welchen Einfluss Amerika (genau gesagt: das extrem nationalistische und bellizistische Lager dort) auf diese selbst ernannten deutschen Heilsbringer hat.

Die Autorin spart nicht mit sarkastischen Charakterisierungen für die Antideutschen, wie sie überhaupt eine geniale Gabe für sprachliche Zuspitzungen hat, die aber meistens den Kern der Sache sehr genau treffen. So betitelt sie diese ehemals linken Politstrategen als typisch „deutsche kontrollfreakige Besserwisser, deren Lebensphilosophie es ist, andere zu bestandpauken, wo es langzugehen hat.“ Oder: „Die Antideutschen sind die Reichsbürger der früheren Linken.“ Oder: „Sie sind eine Art Frankenstein’sche Kreatur. Diese neueren deutschen Verrücktheiten sind die Spottgeburt einer Zwangsheirat des stolzen amerikanischen Sendungsbewusstseins, das im Wilden Westen wurzelt, mit dem deutschen Belehrbedürfnis. Das ist nicht gut für Amerika und nicht gut für Deutschland.“ Oder ein Zitat von Kurt Tucholsky, das die Autorin auf die Antideutschen anwendet: „Die Blonden sind ganz umgängliche Menschen. Aber die Dunklen, die gern blond sein möchten…“  Weiterlesen