Israels palästinensische Gefangene

von Ludwig Watzal

Am 17. April eines jeden Jahres gedenkt das Palästinensische Volk der misslichen Lage seiner Gefangenen in den israelischen Gefängnissen (Tag der Gefangenen). Die israelische Besatzungs- und Kolonialmacht betreibt nicht nur das größte Freiluftgefängnis der Welt im Gaza-Streifen, sondern hat darüber hinaus noch Tausende von Palästinensern in seinen Gefängnissen „legal“ eingekerkert.

Augenblicklich sitzen in israelischen Gefängnissen zirka 7 000 Häftlinge ein. Davon sind etwas mehr als 700 so genannte Administrativhäftlinge, das heißt, diese Menschen werden unter einem Vorwand eingesperrt und können so lange wie es der Besatzungsmacht passt, gefangen gehalten werden. Diese Art der Haftstrafe muss alle sechs Monate formal verlängert werden und kann bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag dauern, ohne dass der Gefangene jemals angeklagt wird. Eine modifizierte Form der Wegsperrung ad Infinitum hat das George W. Bush-Regime auf Guantanamo, Kuba, für so genannte Terroristen eingerichtet, von denen niemand bis dato auch nur einer einzigen Straftat überführt worden ist.

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The World And Israel: Complicity In Zionism’s Crimes And Why

by Alan Hart

I must begin with a clarification. „The world“ of my headline is inhabited only by our so-called leaders and their governments, not the civil societies of nations. And the complicity of our so-called leaders and their governments in Zionism’s crimes is in my view more by default out of fear of offending Zionism than design. But that doesn’t make the complicity any less real in effect.

The fear Western leaders and their foreign policy advisers have of offending Zionism is more complex than even some of the most informed and perceptive critics of Israel’s policies and actions seem to appreciate.

Yes, one part of the reason for the refusal of Western governments (the one in Washington D.C. especially) to use the leverage they have to try to cause Israel to end its defiance of international law and denial of justice for the Palestinians is fear of losing election campaign funding and votes and fear of being overwhelmed by false charges of anti-Semitism.  Weiterlesen →

Kaltblütige Tötungen stellen die israelische Militärkultur vor Gericht

von Jonathan Cook

Es hätte ein Augenblick sein können, der die Israelis zur Besinnung gebracht hätte. Stattdessen hat das Video eines israelischen Soldaten, der einen jungen Palästinenser, der verwundet auf dem Boden liegt und sich kaum rühren kann, erschossen hat, den Stammeskriegstanz der israelischen Öffentlichkeit intensiviert.

Letzte Woche, als der Soldat zu einer Untersuchung vor ein Militärgericht gebracht wurde, protestierten hunderte Unterstützer vor dem Gebäude. Er erfreut sich außerdem der verbalen Unterstützung von einem halben Dutzend von Kabinettsministern, ehemaligen Generälen der Armee, Rabbinern und – nach den Umfragewerten – einer bedeutenden Mehrheit der israelischen jüdischen Öffentlichkeit.  Weiterlesen →

Der Mord in Hebron ist kein Einzelfall

von Israelischer Reserveoffizier

Jeder, der irgendwann einmal in den Besetzten Gebieten Dienst getan hat, als Soldat und erst Recht als Offizier und den Film über den Mord in Hebron gesehen hat, weiß, dass das, was dort jetzt geschah, nicht das erste Mal ist. Die Gleichgültigkeit, mit der der Soldat sein Gewehr spannt, ohne dass irgendwer um ihn herum ihn hindert, geduldig zielt und eine Kugel abfeuert, während die Offiziere neben ihm ein wenig zur Seite treten, damit der Knall sie nicht beim Telefonieren stört – all das sind Routinebilder.

Als einer, der dort war und das alles als Offizier erlebt hat, ist mir vollkommen klar, dass es für keinen von ihnen das erste Mal war, dass sie gesehen haben, wie eine „Neutralisierung“ endgültig erledigt wird. Der Unterschied ist nur der, dass dieses Mal eine Kamera dabei war. Vielleicht war dort auch irgendein „Breaking the Silence“-Aktivist, aber diesen kann man schon ignorieren und sagen, dass er ein Lügner oder Verräter ist. Es ist aber schwer über einen Film zu sagen, dass er lügt und ein Verräter ist. Er zeigt die Wahrheit in ihrer ganzen Macht.  Weiterlesen →

Never Have So Many Cheered Such Vile Murderer

It’s doubtful there’s another Western society whose racism is accompanied by such bloodlust.

by Gideon Levy

The rabble demonstrating and writing in support of the soldier-executioner in Hebron sees him as a hero. Not just a victim, like the convicted murderer Roman Zadorov, for example, but a hero. E.A. — his full name remains under a gag order — is a folk hero because he murdered a dying Palestinian. Because not despite.

This must be stated clearly. Perhaps for the first time in the history of the state, an abhorrent murder whose only obvious justification seems to be a hatred of Arabs and contempt for their lives, has become a heroic act. A murder that required no courage, a cowardly act of the highest order, has become heroic in the eyes of the masses, simply because it ended with a dead Palestinian bleeding on the road to the sound of their rejoicing.  Weiterlesen →

Im Vergleich zu Israel ist die Mafia ein Waisenknabe

Ein Skandal wird vom nächsten abgelöst und Israel kommt nicht zur Ruhe. Noch haben wir nicht die Lynch-artige Tötung eines Palästinensers verdaut und schon steht der nächste Skandal in den Überschriften aller Zeitungen.

Auf ihrem Weg zu einem vollkommen faschistischen Staat – besonders wenn man von einem Faschismus spricht, der einen religiösen Hintergrund hat – muss die Gesellschaft eine gründliche Dehumanisierung durchleben. Das führt dazu, dass man ohne zu zögern einen am Boden liegenden verwundeten Palästinenser, auch wenn er von manchen Terrorist genannt werden sollte, erschießt oder, dass man sich an den Ressourcen des Staates bedient, als wären sie Privateigentum.  Weiterlesen →

Frieden und Gerechtigkeit – was ist mit den Juden los?

Was ist nur mit den Juden los? Ja, ich meine die Juden und nicht Israel. Was mit Israel los ist, das wissen inzwischen alle. Israel hat jedes Maß an Moral und Ethik verloren, Israel betrachtet einen Soldaten, der einen wehrlosen Palästinenser ermordet hat, als das Opfer und sein Opfer als den Täter! Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der noch am selben Tag behauptet hat, dass die Tat des Soldaten nicht die moralischen Werte der israelischen Armee repräsentiert, macht jetzt unter dem massiven Druck rechtsgerichteter Israelis und Regierungsmitglieder einen Rückzieher und meint, dass die Vernehmung des Soldaten, „die schwierigen Verhältnisse der Operationen“ in Betracht ziehen wird. Er meinte, die Soldaten der „moralischsten Armee der Welt“, kämpfen gegen „blutrünstige Mörder“, und fügte hinzu „Israels Soldaten, unsere Kinder, halten hohe und höchste moralische Grundsätze.“  Weiterlesen →

American Mind occupied by Israel’s Public Relations War?

by Ludwig Watzal

An excellent film has just been released from the public relations war in the United States and the manipulation of the American mind by the Israeli Hasbara Ministry (Propaganda Ministry) with the massive help of the media. But anyone who waits for a media conspiracy will be thoroughly disappointed.

The film explains why the conflict could drag on for almost seven decades, not to speak of the Zionist incursion into Palestine since the end of the 19th Century. The film makes also crystal-clear that without the massive help and support of the different U. S. governments Israel couldn’t have sustained its brutal subjugation of the Palestinian people.

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Republikflüchtling

Ich bin wohl auch ein Republikflüchtling wie alle diejenigen, die seinerzeit die DDR verlassen haben, weil es ihnen dort nicht gefallen hat und sie in Freiheit leben wollten. Ich habe Israel nicht aus diesen Gründen verlassen, aber aus diesen Gründen kehre ich nicht wieder nach Israel zurück. Die Unfreiheit, die dort herrscht, ist eine geistige und seelische Unfreiheit, die dich erwartet, wenn du, Gott behüte, gegen den politischen und gesellschaftlichen Strom schwimmen willst oder gar musst, weil du mit der dort praktizierten egozentrischen, rassistischen und fremdenfeindlichen Politik nicht leben kannst. Jeder, der anders denkt, als die herrschende Clique um Benjamin Netanjahu, ist ein potentieller Verräter, ein jüdischer Selbsthasser oder sogar ein „koscherer Antisemit“, wie mich einmal Henryk Broder nannte. Ein gewisser A. Bundy nennt mich im Netz einen „durchgeknallten Judenhasser“ und meint, ich sei „scheinheilig“, weil ich nicht um ermordete Israelis, die er fälschlicherweise Juden nennt, weine. Ich weine auch um unschuldige Israelis, wenn es solche gibt, aber ich werde nicht um tote Siedler weinen und ermordete Rassisten, weil ich in der Tat keine Krokodilstränen vergießen möchte.  Weiterlesen →