„Warum ich verweigere“

von  Taïr Kaminer

Ich heiße Taïr Kaminer, ich bin 19. Vor kurzem haben ich mein freiwilliges Jahr bei den Pfadfindern in Sderot beendet. In ein paar Tagen werde ich wohl ins Gefängnis kommen.

Ein ganzes Jahr war ich als Freiwillige in Sderot, ich habe mit Kindern gearbeitet, die im Kriegsgebiet leben, und dort habe ich mich entschlossen, den Dienst im israelischen Militär zu verweigern.

Ich verweigere, weil ich für meine Gesellschaft einen Beitrag leisten und sie verbessern möchte, als Teil eines langwierigen Kampfes für Frieden und Gleichberechtigung.

Die Kinder, mit denen ich gearbeitet hatte, wuchsen im Herzen des Konflikts auf und hatten von klein auf schockierende Erlebnisse – Erfahrungen, durch die viele von ihnen großen Hass ausbildeten; man kann das verstehen, besonders bei so kleinen Kindern. Wie sie lernen viele Kinder, die in Gasa oder den Gebieten aufwachsen – in noch schwierigerer Lage -, die andere Seite zu hassen. Auch ihnen kann man dafür nicht die Schuld geben. Wenn ich all diese Kinder gemeinsam betrachte, die kommenden Generationen beider Seiten und die Umstände, unter denen sie aufwachsen, dann sehe ich eine Kette von Trauma und Schmerz. Und ich sage: Es reicht!  Weiterlesen →

Trump – a non-Zionist U. S. President?

by Ludwig Watzal

German political commentators are still grappling with the Trump phenomenon. Nobody takes him really seriously or sees him as the next U. S. President. No one within the German political class has spoken positively about Trump. They rather ask, who can stop him?

Donald Trump’s bid for the Republican presidential nomination in 2016 starts to disturb the power brokers of the Republican party machine. They are already thinking how they can prevent Trump’s ascendance if he should continue his triumph in the primaries. For these string-pullers, Trump is too independent and is no part of Washington’s venal political community.

Trump’s direct and unpretentious style to deal with sensitive political issues irritates the media class, because he couldn’t care less about the usual political jargon. He talks about politically sensitive issues on a saloon bar level. Many of Trump’s political statements are abysmal; nonetheless, it seems as if ordinary folks like them.

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In Memoriam Ruth Asfour

von Abraham Melzer und Ellen Rohlfs

AsfourAm Sylvestertag 2015 ist Ruth Asfour nach langer, schmerzhafter und schwerer Krankheit von uns gegangen. In ihrer Trauer begleiten wir nun ihren Mann Maroun und ihre Söhne.  Ich kannte Ruth mehr als 20 Jahre und besuchte sie in den letzten Jahren regelmäßig in ihrem Haus in Offenbach. Manchmal kamen sie und Maroun zu uns nach Neu-Isenburg. Die Begegnungen waren immer herzlich, und Ruth war stets neugierig und begierig von mir, über die politische Lage in Israel und in der Welt informiert zu werden. Wir hatten immer anregende und aufregende Gespräche bis zuletzt, bis die Krankheit es nicht mehr erlaubte.  Weiterlesen →

Ein jüdischer Rasenmäher

Stephan Kramer galt als Wadenbeißer seines Herrn, dem Zentralrat der Juden in Deutschland (ZdJ). Konversion zum Judentum scheint nicht nur ein lukratives Geschäftsmodell, sondern auch karrierefördernd zu sein. Am 19. November wurde der Ex-Generalsekretär  des ZdJ zum Präsidenten des Verfassungsschutzamtes in Thüringen ernannt. Anfang November hielt sich Bodo Ramelow zu einem „Staatsbesuch“ in Israel auf. War Kramer Mitglied seiner Delegation? Steht die Ernennung Kramers im Zusammenhang mit Ramelows Israel-Besuch? Der Ministerpräsident Thüringens ist der Öffentlichkeit eine Erklärung schuldig. Mit dieser Ernennung wurde jedenfalls der Bock zum Gärtner gemacht. Ein Ultrazionist auf dem Sessel eines Verfassungsschutzamtes. Dies hätte sich der Mossad selbst in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, zu was die Linkspartei in der Lage ist.

Im Folgenden mein Beitrag „Ein jüdischer Rasenmäher“, der in Heft Nr. 3 der damaligen Print-Ausgabe der Zeitschrift „Der Semit“ erschienen ist. Kramer

UNO für Souveränität Palästinas

von Ludwig Watzal

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen billigte einen Resolutionsentwurf „Permanent sovereignty of the Palestinian people in the Occupied Palestinian Territory, including East Jerusalem, and of the Arab population in the occupied Syrian Golan over their natural resources“ (Dokument A/70/480) mit 164 Ja- gegen fünf Neinstimmen und zehn Enthaltungen.

Die Verweigerungsfront wurde natürlich von den USA und Israel angeführt. Selbst das vom rechtskonservativen Stephen Harper befreite Kanada stimmte noch gegen den Freiheitswillen der Palästinenser. Die beiden anderen Verweiger-Staaten gehören zu den üblichen gekauften Verdächtigen: Marshall Inseln und die Föderierten Staaten von Mikronesien. Selbst das Israel-hörige Merkel-Deutschland stimmte für diesen Entwurf.

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Letter from Nazareth: The forgotten Palestinians

by Jonathan Cook

The city’s Christians and Muslims continue to struggle against Israel’s divide-and-rule policies.

At 26 metres, Nazareth’s artificial Christmas tree is the tallest in the Middle East, or so city officials boast. Its glinting red, silver and golden baubles have brought a temporary, but much-needed cheer to the city of Jesus‘ childhood.

Despite the festive mood, friends and neighbours in what is Israel’s largest Palestinian city struggle to sound hopeful about the future. Even the inflatable Father Christmases hanging from shop awnings look forlorn.

Tourism has crashed since Israel’s attack on Gaza nearly 18 months ago. The unrest seething close by in the occupied West Bank brings unrelenting reports of Palestinian casualties.  Weiterlesen →

Israel als Idee und die zionistische Mythologie

von Ludwig Watzal

Pappe_IsraelDie Idee von Israel ist ein einzigartiges Unterfangen der gesamten israelischen Gesellschaft, angefangen von der politischen und medialen Klasse, über Kulturschaffende aus allen gesellschaftlichen Bereichen, die sich an der Erhaltung und dem Ausbau dieser Idee beteiligen. Die tragende Ideologie dieser Idee von Israel ist der Zionismus – eine immer noch zerbrechliche Idee.

Ilan Pappe gehört zu Israels führenden revisionistischen Historikern. Er wurde von seinen zionistischen Kollegen ins britische Exil getrieben, wo er als Direktor des Europäischen Zentrums für das Studium Palästinas an der britischen Universität von Exeter tätig ist. Sein Buch „Die ethnische Säuberung Palästinas“ sorgte für Aufsehen, da er darin an zahllosen Beispielen die systematische Vertreibung der Palästinenser durch zionistischen Kampfverbände dokumentiert hat.

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Jews against Islamophobia

by Belgian Union of Progressive Jews (UPJB)/French Jewish Peace Union (UJFP)

As part of International Day against Islamophobia on December 12th Amsterdam, Barcelona, Brussels, London, Madrid, Paris.

Like all citizens deeply attached to justice and humanity, we have been stunned and appalled at the mass slaughters that hit Paris on November 13th and whose ensuing shockwave crossed French borders. 

Emotion must not favor discriminatory measures against an « enemy » that has been designated since 2001 and the so-called „clash of civilizations“.

Because we used to be Europe’s pariahs, deemed unable to integrate and responsible for all problems, and because anti-Semitism still exists and kills nowadays; we speak out to our brothers and sisters, whether Arab, Turkish, Muslim or of „seemingly Muslim appearance“, who were born and raised here or came from elsewhere:

We are all at home here. Equality of rights, respect and dignity is due to all.  Weiterlesen →

Yes, Jews ARE the victims – of Zionist propaganda

by Alan Hart

My headline takes me back 35 years to the day when I had a remarkably frank (honest) conversation in Tel Aviv with then retired Major General Shlomo Gazit, the very best and the brightest of Israel’s Directors of Military Intelligence. I put to him my conclusion that “It’s all nonsense.” I meant and said that contrary to the assertions spewed out by its leaders, Israel’s existence had never, ever, been in danger from any combination of Arab and other Muslim military force and was never likely to be. Through a sad smile, Shlomo replied, “The trouble with us Israelis is that we’ve become the victims of our own propaganda.”

In reality, the problem is much bigger than that because most Jews everywhere are victims of Zionism’s propaganda.

On most days of most weeks of most months the Israeli who makes the most outrageous and ridiculous propaganda statements about threats to Israel’s existence is Prime Minister Netanyahu. But leaving aside his assertion that the Mufti of Jerusalem was more responsible for the Nazi holocaust than Adolf Hitler, the most outrageous and ridiculous Zionist statement of recent years was not made by him. It was made by Dr. Ben Chouake. Who’s he?  Weiterlesen →