Judenhass im Internet?

Ein fragwürdiges Buch mit einer Ansammlung von absurden Zitaten.

Dieser Tage habe ich ein Buch zur Rezension bekommen – Monika Schwarz-Friesel, Judenhass im Internet – Antisemitismus als kulturelle Konstante und kollektives Gefühl – und hätte es am liebsten sofort in den Mühl geworfen, da ich schon geahnt habe, dass es eigentlich ein überflüssiges und unnötiges Buch ist. Schon die Überschrift des ersten Kapitels zeigte mir wie Recht ich hatte.

„Warum Antisemitismusbekämpfung die Antisemitismusforschung braucht.“ Dabei wird umgekehrt ein Schuh daraus. Die Antisemitismusforschung braucht den Antisemitismus, damit sie auf Kosten der Steuerzahler noch viele Jahre, am liebsten bis in alle Ewigkeit, forschen kann. In diesem Fall hat es vier Jahre gedauert und eine Menge Geld kostet. Steuergeld, unser Geld. Wenn man aber vier Jahre im Dreck wühlt, dann findet man auch das, was man sucht, nach dem Motto, wer suchet der findet. Wenn man vier Jahre Antisemitismus sucht und das auch noch im WWW, also im Internet, der muss schon sehr hartnäckig sein und über viel Zeit verfügen. Und wenn man am Ende Millionen Hinweise findet, Phantasmen über Juden, und feststellen kann, dass mittlerweile kein Tag vergeht, an dem nicht ein antisemitischer Vorfall gemeldet wird, dann kommt man leicht zu der Erkenntnis, dass Juden sich erneut besorgt und ängstlich fühlen, ja fühlen müssen, denn ein neuer Holocaust, zumindest im Internet, steht vor der Tür. Immerhin stellt diese Expertin fest, dass der „israelbezogene Judenhass heute die primäre Manifestationsform“ ist. Israel dienst dabei, ihrer Meinung nach, besonders häufig als Projektionsfläche der Judenfeindschaft.“ 

Dass es sich mehr um Kritik an der chauvinistischen Politik Israels handelt, als um Hass auf Juden, sagen Leute wie ich schon seit langem. Diese Kritik ist aber berechtigt und keinesfalls eine Projektionsfläche für Judenfeinschaft.

Wenn man jahrelang such und am Ende tausende von Einträge findet, die zum Antisemitismus 2.0 führen, der sich in diffusen unterschiedlichsten Texten multiplizierbar macht, dann kommt man unweigerlich zu der Erkenntnis, dass es im Netz einen ausgeprägten Vernichtungswillen in Bezug auf den jüdischen Staat gibt, der die Dimensionen des eliminatorischen Antisemitismus trägt. Im Internet findet man so viel Unsinn, Hass und Blödsinn, nicht millionenfach, sondern billionenfach, dass Hass auf Israel oder gar auf Juden tatsächlich gesucht werden muss. Man findet im Internet aber auch Hass auf Schwarze, Sinti und Roma, Russen, Ukrainer, Amerikaner, Moslems und sonst wem, dass es keine Rolle mehr spielt, dass auch Juden dabei sind. Wenn aber Araber Israelis hassen, dann werden sie auch Gründe dafür haben, sie müssen nicht zwangsläufig Antisemiten sein. Man muss schon Israel durch rosarote Brillen betrachten, um nicht die Gründe zu sehen, die dazu führen, dass Araber Israel nicht lieben.

Schwarz-Friesel bringt viele Beispiele aus dem Internet. Schließlich hatte sie unzählige Helfer bei der Suche gehabt, und Zeit hatte sie auch, denn der dumme Staat hat sie dafür bezahlt. Sie bringt ein Beispiel für israelbezogenen Antisemitismus: „Ich hatte mal vor Jahren gelesen, dass wenn Deutschland aufhört zu zahlen, Israel Deutschland mit Atombomben angreifen werde.“ Das ist zwar Unsinn und lächerlich, aber auch dafür gibt es durchaus sachliche Gründe, denn Israel droht jeden zu vernichten, auch Deutschland, der versuchen sollte Israel zu vernichten, was Deutschland ganz und gar nicht tut.

Oder: „Eure Sippe ist weit entfernt von etwas Besseres    zu sein. Eure Sippe in Israel sind KZ Wächter.“ Oder „Das jüdische Volk führt seit Babylon ein Schmarotzerdasein …deshalb ist es unter allen Umständen zu entfernen oder doch unschädlich zu machen.“ Immerhin vermerkt die Autorin, dass es sich um ein Zitat von Bartels handelt, aus dem Jahre 1921 und bei dem Eintrag „Die Juden kannte man als Meister im Wuchern, Schachern, Stehlen…“, handelt es sich um ein Zitat von Hundt-Radowsky aus dem Jahre 1823.

Aber Monika Schwarz-Friesel reicht es nicht bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurückzugehen, sie geht viel weiter zurück. Sie zitiert ein Flugblatt aus dem 15. Jahrhundert oder sogar Marthin Luther. Dass Martin Luther ein Antisemit war, wissen wir inzwischen, aber das sollte uns heute keine schlaflose Nächte bereiten.

Sie vergisst auch nicht Nigrinus zu erwähnen, der 1570 geschrieben hat: „Die gottlosen, lästerhaften, diebischen, räuberischen und mörderischen Juden.“ Oder einen Politiker aus dem 19. Jahrhundert, der geschrieben hat: „In der Reichshauptstadt Berlin hat in der Stadtvertretung die Judenrace die Herrschaft.“ Und so pirscht sie sich nach und nach bis zur Gegenwart und stellt fest, dass „der israelbezogene Antisemitismus und Antizionismus seit 1948 und in Europa insbesondere seit dem Ende der 1960er Jahre eine weitere Variante des Judenhasses ist“.  Sie schreibt weiter: „Der israelbezogene Antisemitismus folgt exakt dem gleichen Muster des klassischen Judenhasses: Israel ist an allem schuld, Israel ist der Teufel, Israel muss man boykottieren und am Ende auflösen.“

Ich frage mich, was bei dieser Frau im Kopf vorgeht. Sie zeigt doch mit solchen Aussagen, dass sie keine Ahnung von Antisemitismus hat. Wenn im Mittelalter christliche Horden Juden überfallen haben, dann allein aus Hass auf Juden, weil sie Juden waren. Und daneben natürlich auch mit der Absicht die Juden zu berauben. Und dabei spielte es doch für den klassischen Antisemitismus der Kreuzfahrer oder der Kosaken überhaupt keine Rolle ob die Juden Schuld hatten oder nicht. Sie waren Juden und infolgedessen vogelfrei und nur ab und zu wurden sie von den Fürsten oder der Kirche beschützt.

Im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern verhält es sich vollkommen anders. Die Palästinenser haben alle Gründe Juden zu hassen, denn Juden haben sie von ihrem Grund und Boden vertrieben, und die Juden sind nicht an allem schuld, aber zumindest am Schicksal der Palästinenser, denen sie das Land geraubt und sie aus diesem Land vertrieben haben. Das sind Fakten, über die man nicht diskutieren darf und die man auch nicht verleugnen kann. Israel ist zwar nicht der Teufel, aber für die vertriebenen Palästinenser ein Volk, das man hassen muss und wenn sie mit den Selbstmordattentate und der Intifada aufgehört haben und jetzt Israel nur noch boykottieren, dann ist es infam und widerlich von den Israelis, sie deshalb als Antisemiten weltweit zu diskreditieren.

Früher wussten die Israelis sehr genau warum die Palästinenser sie hassen. Sie, die Israelis haben immerhin deren Land geraubt. Früher war Antisemitismus kein Thema und keiner hat die Palästinenser verdächtigt Antisemiten zu sein. Seitdem sich aber die israelische Propaganda überzeugen ließ, dass sie mit dem Vorwurf Antisemitismus die Herzen der echten Antisemiten erobern kann und diese froh und glücklich sind, dass der Vorwurf nicht gegen sie gerichtet ist, sondern ausgerechnet gegen andere Semiten, deren Pech es ist, keine Juden zu sein, seitdem ist Antisemitismus das Mantra der israelischen Propaganda und wichtigstes Mittel im Kampf um die das Land. Der Kampf der Palästinenser um ihr Land, um ihre Freiheit und Würde, hat mit Antisemitismus nichts zu tun. Sie haben auch gegen die Engländer, Franzosen und Türken gekämpft, die alle keine Juden waren.

Nicht alle Juden sind Zionisten und nicht alle Zionisten sind Juden. Der Hass derjenigen, die Israels Politik kritisieren, richtet sich nicht gegen Juden und ist unter gar keinen Umständen antisemitisch. Er richtet sich gegen eine rassistische und kolonialistische Politik und Ideologie, die sich Zionismus nennt. Zionismus ist aber nicht Judentum und die ersten radikalen Gegner der Zionisten waren die Juden selbst, zumindest die religiösen unter ihnen und es waren nicht wenige. Der Zionismus hatte seine Gegner unter den Juden, wie zum Beispiel 1897 in München, als die Juden dort sich weigerten den ersten Zionistenkongress in ihrer Stadt zuzulassen. Erst dreißig Jahre später, als die Nazis an die Macht kamen, haben sie die Juden in ganz Europa in die Arme der Zionisten getrieben und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Herzl in den Antisemiten seine Partner sah, denn sie trieben die Juden nach Palästina und später nach Israel. Und so ist es kein Wunder, dass die Zionisten gleich 1933, als die Nazis an die Macht kamen, mit diesen Judenhassern einen „Transfer Vertrag“ unterzeichnet haben, der vorsah, dass die Nazis Juden erlaubten bei der Ausreise nach Palästina ihr Vermögen mitzunehmen und die Zionisten sich verpflichten, den Boykott Deutschlands, den amerikanische Juden gefordert haben, selbst zu boykottieren und dafür zu sorgen, dass er niedergeschlagen wird. (Zum Gedenken daran haben die Nazis und die Jewish Agency eine Medaille ausgegeben, auf deren eine Seite ein Davidstern und auf der anderen Seite ein Hakenkreuz geprägt waren. Eine Abbildung dieser Medaille findet man in meinem Buch DIE ANTISEMITENMACHER auf Seite 118.) Das war freilich ein Fehler, der später Millionen von Juden das Leben gekostet hat. Ich wünschte die Juden hätten damals auch eine BDS-Bewegung gegründet, mit dem Ziel, Nazi-Deutschland zum Nachgeben zu zwingen.

Als nach 1945 Antisemitismus nicht mehr vereinbar war mit dem Konzept der aufgeklärten Menschheit, mussten die Israelis früher oder später selbst dafür sorgen, dass Juden kommen. 1949 haben sie dafür gesorgt, dass Juden aus Ägypten, dem Irak und Nordafrika vertrieben werden und wenn die dortigen Herrscher nicht dazu bereit waren, dann mussten die Israelis ein wenig durch Bomben in Synagogen und andere Schweinereien nachhelfen. Auch darüber gibt es literarische Zeugnisse von Juden geschrieben.

Aber über solche Taten berichtet die philosemitische Autorin nicht und natürlich auch nicht über den millionenfachen Hass, den radikale Zionisten und rechtsradikale Juden im Internet verbreiten. Sie wühlt lieber im antisemitischen Unrat und findet immer wieder lächerliche wie auch widerliche Zuschriften, wie zum Beispiel: „Wenn dich die Meinung nicht interessiert du zionistische Stück scheisse was machst du auf diese Seite? Du dreck Mensch fuck off…“

Wie krank muss man denn sein, wenn man nur solche Aussagen sucht, um damit zu beweisen, dass alle Menschen und ganz besonders alle Deutschen Antisemiten sind. Dabei muss man doch nicht unbedingt ein Antisemit sein, um Israels Politik zu kritisieren. Israel gibt selbst genügend sachliche und richtige Gründe.

Monika Schwarz-Friesel hat aber nicht aufgehört zu suchen, und wenn der Staat nicht aufgehört hätte, diese unsinnige und widerliche Aktion zu finanzieren, dann würde sie vielleicht heute noch weitersuchen. Bei all dieser Sucherei ein sehr schmales Bändchen entstanden von gerade mal 160 Seiten. Ich könnte mir vorstellen, dass ich mindestens doppelt so viele Beispiele finden würde, wenn Deutschland mir die Suche nach zionistischem Dreck finanzieren würde. Denn im Erfinden von Flüchen und Verleumdungen sind die Juden viel besser und kreativer. Monika Schwarz-Friesel wird aber nicht müde aus dem dunkeln Internet, aus den Tiefen des Web, Zitate als abschreckendes Beispiel zu bringen: „juden sind blutsauger wie dracula.“

Ich könnte noch hunderte Beispiele aus diesem schmalen Band bringen, aber ich lasse es lieber, weil die Zitate mehr über den wirren Geisterzustand der Autorin als über tatsächlichen Judenhass aussagen. Die Rede ist immer wieder von Antisemitismus, dabei ist es eine ewige Hysterie und Hetze, und wenn am Ende einige Juden in Deutschland Angst bekommen, dann sind die vermeintlichen Antisemiten schuld. Jüdische Gemeindefunktionäre machen ihren Schutzbefohlenen Angst und beschweren sich dann, dass man als Jude in Deutschland nicht mehr leben kann. Die BILD bringt auf einer ganzen Seite Beispiele für solchen vermeintlichen Judenhass, wie zum Beispiel: „Hakenkreuz auf einer öffentlichen Klotür.“ Und weitere Beispiele auf diesem Niveau: 1. Januar 2019 ESCHWEGE: Unbekannter ruft: „Deutschland den Deutschen, Sieg Heil, Adolf Hitler, ihr werden alle vergast“, und am 2. Februar in Geisenheim: Hakenkreuz aus Pizzakarton geschnitten und am 1. März in Frankfurt: Hakenkreuze auf Bürofassade und Hakenkreuze auf Lichtkuppel in Groß-Umstadt und Hitlergruß in Oberursel. Insgesamt 115 solche Schmierereien in Hessen in der Zeit vom 1. Januar bis zum 28. März. Und alles unter der dicken Überschrift: JUDENHASS IN OFFENBACH, gemeint war aber HESSEN.

Auf gleichem Niveau ist Monika Schwarz-Friesels Buch. Ich kann nur empfehlen es nicht anzufassen, denn es ist ein schmutziges Buch. Ich habe mir die Hände gründlich gewaschen, nachdem ich das Buch in den Papiermüll-Container geworfen habe.

Verlogen wie immer ist die deutsche Presse. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb: „Die Studie leistet Großes. Eine derart umfangreiche Untersuchung in Raum und Zeit hat es noch nie gegeben.“ Wenn das bloß nicht ironisch gemeint ist. Es geht freilich mit dem Zynismus, oder ist es etwa Ironie, weiter. Die FAZ schreibt: „Die Bedeutung der Studie liegt nicht nur in ihrem Umfang, sondern auch in der Authentizität oder Daten. Erstmals wurden auf breiter Grundlage Meinungen und Emotionen erhoben, die ungefiltert zum Ausdruck kommen.“ Man muss aber fürchten, dass die Sammlung von Idiotien und dummen Sprüche selbst dieser Expertin zu viel und zu peinlich war. Denn sie hätte auch ein tausend Seiten Buch machen können, wenn sie den ganzen Schwachsinn gesammelt hätte, den man im Internet findet. Die Bewertung der FAZ zeigt, dass sich hinter dieser Zeitung schon lange kein kluger Kopf mehr verbirgt.

Neben viel Unsinn, Hass, Hetze und Häme, wird im digitalen Zeitalter auch Antisemitismus transportiert. Monika Schwarz-Friesel behauptet, dass dieser Mist eine wichtige Rolle bei der Verbreitung und Radikalisierung von Judenhass spielt. Ich meine aber, dass man diesen Judenhass unter den Billionen Beiträgen suchen muss und dazu, wie eben diese angeblich renommierte Forscherin, Jahre braucht. Der Antisemitismus im Netz wird von niemanden ernst genommen, bis auf diejenigen, die ihn verbreiten und diejenigen, die ihn erforschen. Monika Schwarz-Friesel, die sich als eine „der führenden Antisemitismusforscherinnen der Gegenwart“ bezeichnen lässt, ist eine bedauernswerte Person, die sich mit dem Abfall wildfremder Menschen beschäftigen muss, und entsprechend viel Abfall inzwischen in ihrem Kopf gesammelt hat. Eigentlich muss man sie bedauern. Aber ich bin der Letzte, der das tun wird.

Dass das niveaulose Buch von Schwarz-Friesel im Hentrich & Hentrich Verlag erschienen ist, überrascht nicht, ist doch der Verlag dafür bekannt, auch andere minderwertige und ideologische Hetzschriften zu veröffentlichen, wie zum Beispiel „Der neue-deutsche Antisemit“. Sein Autor, Arye Sharuz Shalicar, ist ein paranoider Wirrkopf., dessen Karriere nur in einer Besatzungsarmee möglich ist. Bei der Präsentation des Schwarz-Friesel-Buches war auch ein gewisser Lars Rensmann anwesend. Dies ist bei der Qualität des Buches nicht verwunderlich. Er gehört auch zu den Erfindern eines sogenannten neuen Antisemitismus und kann auf eine mehr als dubiose Vergangenheit zurückblicken, die ihn als „Wissenschaftler“ völlig diskreditiert hat

7 Gedanken zu „Judenhass im Internet?

  1. Die Frau Professorin ist offenkundig Teil jener Schar, die seit Jahrzehnten bestrebt ist – und mit großem Erfolg (!) wie wir unschwer erkennen können, einen Holocaust 2.0 zu verhindern. Das erfordert doch allerhöchste Anerkennung, vor allem, weil man hierzulande ob des genetischen Potentials der Deutschen (vergl. J. Goldhagen et al.) Gefahren bestehen muss, von denen nicht einmal Sindbad der Seefahrer eine Ahnung hatte.

    Wäre das Thema nicht so tragisch, man könnte tatsächlich zum Zyniker werden ob einiger ZeitgenossInnenen, die sich als Teil einer politischen Kampfkultur sehen, die sich weder um das „sapere aude“ noch dem „kategorischen Imperativ“ kümmert.

    Nein, eine demokratische Kultur des Anstands ist hierzulande nie etabliert worden, dazu bedarf es keiner Belege, wie diese Frau Professorin zusammengetragen hat.

    Dass schon Kinder als „Schwule“ beschimpft werden, kann man täglich erleben. Vielleicht nehmen das „queere“ zum Anlaß, „Schwulenbeauftragte“ zu fordern.

  2. Auszug aus dem dlf-Gespräch mit Frau Schwarz-Friesel, in dem diese Historikern/Soziologinnen wie M.Zuckermann, A.Goldberg, E.Illouz die Kompetenz anspricht zu beurteilen, was Antisemitismus ist:
    „Deutschlandfunk Kultur:
    Anderes Beispiel: die BDS-Kampagne. Das ist ein Aufruf, Israel mit Boykott, also B, Desinvestition, D, und S, Sanktionen, zu belegen, und zwar so lange es die Gebiete besetzt hält, den arabisch-palästinensischen Bürgern Israels nicht dieselben Rechte einräumt wie den jüdischen Bürgern Israels und solange Israel nicht die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge fördert. Darüber könnten wir jetzt alleine den Rest unseres Lebens diskutieren. Mir geht es hier darum, dass es sehr widerstreitende Einschätzungen dieser BDS-Kampagne gibt.

    Sie, Frau Schwarz-Friesel, halten sie für antisemitisch, der Historiker Moshe Zuckermann nicht, auch nicht sein Kollege Amos Goldberg oder auch die Soziologin Eva Illouz. Ich will darauf hinaus, dass es vielleicht ja doch nicht so leicht ist, eindeutig zu sagen, was ist antisemitisch und was nicht.

    Schwarz-Friesel:
    Dem würde ich sehr widersprechen. Und die drei Personen, die Sie gerade genannt haben, zeichnen sich ja durch eines aus: Es sind keine Antisemitismus-Forscher oder -Forscherinnen. “

    Auch sonst wähnt sich die „Antisemitismusforscherin Schwarz-Friesel“
    als die personifizierte Kompetenz bezüglich der Beurteilung, was Antisemitismus
    ist.

    • Der „frame“ ist zu eng im lila podcast als dass es sich „lohnen“ würde. Wer selbst die NachDenkSeiten aussortiert, weil diese denn nicht in allen Punkten mit der eigenen Auffassung übereinstimmen, der mag in seiner eigenen Echokammer bleiben.

      Die NDS sind schon allein wegen der ideologiefreien Grundhaltung zum Frieden ein wesentliches Portal.

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