von Giuseppe Zambon
Wir dürfen die Wahrheit sagen, Unrecht, Nationalismus und Rassismus- alter und neuer Prägung – verurteilen, ohne dafür das Risiko einzugehen, als Antisemit angeprangert zu werden, und das gerade von den Enkelkindern derer, die damals in Europa nichts wussten und nichts sagten.Wir wollen nicht, dass unsere Enkel uns eines Tages fragen: „Wo warst du, als die Zionisten das palästinensische Volk massakrierten?“
Mit Schmerz und Wut stellen wir fest, dass die Mehrheit der israelischen Juden, nachdem wir, jahrhundertlang Opfer grausamer Unterdrückung und Verfolgung waren, gegenüber der palästinensischen Minderheit genau nach den bekannten Schablonen des schlimmsten Nationalismus vorgeht.
Besonders erschreckt uns der Zynismus derjenigen, die in Deutschland ihre Solidarität für Mörder a la Sharon mit der angeblichen Solidarität für die Opfer der Nazi-Verfolgung begründen. Tatsache ist, dass die Mehrheit dieser Herren die legitimen Nachfolger einer politischen Klasse sind, die -gestern wie heute- aus Opportunismus auf der Seite der Macht steht. Wenn die Solidarität mit den Juden echt und nicht vom Servilismus gegenüber den USA diktiert wäre, dann bekämen auch Zigeuner, Kommunisten und alle anderen Opfer des Nazismus die selbe Solidarität zu spüren: aber – wie jeder weiß – das ist nicht der Fall. Wir lehnen es ab, fleißig als Alibi fur die Politik des Westens zu dienen. Weiterlesen
